Durchforstungs-Aktion: Seilbahn zieht Bäume den Hang hoch

Von: ag
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Blick von der Teufelsley auf Dreistegen und das betroffene Waldgebiet: Der betroffene Bereich erstreckt sich entlang der Rur in Richtung Höfen von der Fabrik bis zum Campingplatz Perlenau. Foto: A. Gabbert
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Während der Maßnahme müssen auch Wanderwege gesperrt werden, Odrun Schäfer kümmert sich um die Umleitungen für die Wanderer. Foto: A. Gabbert

Monschau. Mit Hilfe einer Seilbahn soll der Hang oberhalb von Dreistegen durchforstet werden. Der betroffene Bereich erstreckt sich entlang der Rur in Richtung Höfen von der Fabrik bis zum Campingplatz Perlenau.

Im oberen Hangbereich ist die Maßnahme schon länger abgeschlossen. Nun sollen auch im unteren, unerschlossenen Bereich Douglasien und Fichten gefällt werden. „Über die Wanderwege ist der Transport der Bäume nicht möglich, die Wege sind zu schmal. Deshalb brauchen wir die Seilbahn“, sagt Forstwirtschaftsmeister Klaus-Jürgen Schmitz.

Die wird am 8. Juni von einer Firma aus der Schweiz geliefert, installiert und betrieben. Die Seillinien beziehungsweise Rückegassen sind schon markiert. „Wir wissen, dass die dazu in der Lage sind“, sagt Schmitz.

Die Bäume werden dann mit Hilfe der Seilbahn in Gänze den Hang heraufgezogen. Am Holzlagerplatz an der Wanderhütte an der „Düsterheck“ wird das Holz von einem Harvester aufbereitet und dann an einem Feldweg in Richtung Heidgen am Waldrand bis zum Abtransport gelagert.

Insgesamt wird eine Fläche von circa sechs Hektar durchforstet, circa zwei Hektar davon werden im unteren Bereich an der Rur kahl geschlagen, rund 1,5 Hektar davon befinden sich in Privatbesitz. „Die Maßnahme zählt zur normalen Bewirtschaftung nach Plan, sie ist nur etwas aufwendiger“, erklärt Schmitz. Die Werbungskosten seien etwa doppelt so hoch wie üblich.

Deshalb seien forstwirtschaftliche Maßnahmen in solchen Lagen nur möglich, wenn der Holzpreis hoch ist. Schmitz rechnet insgesamt mit etwa 700 Festmetern (inklusive des Holzes aus dem Privatbesitz) und mit rund 25.000 Euro, die als Gewinn in die Kasse der Stadt Monschau fließen werden. „Das hängt aber auch von der Qualität des Holzes ab“, sagt Schmitz, der um Verständnis für die Maßnahme bittet. „Danach ist dann auch wieder zehn Jahr oder länger Ruhe in diesem Bereich.“ Wenn das Wetter mitspielt, soll die Maßnahme innerhalb von drei Wochen abgeschlossen sein.

Eifelsteig und Klosterroute

Viele der Bäume, die in den kommenden Wochen gefällt werden, hat Schmitz selbst mitgepflanzt. „Das war während des Schülerpraktikums 1978. Damals war das hier alles kahl“, erinnert er sich.

Im Mittelhang des betroffenen Gebietes verlaufen der Eifelsteig, die Klosterroute und der Weg des Gedenkens. Diese Wege müssen während der Forstarbeiten umgeleitet werden. „Die Umleitung wird nächste Woche ausgeschildert“, sagt Odrun Schäfer, die bei der Stadt Monschau für das Wegemanagement verantwortlich ist. Diese Umleitung wird die Wanderer durch den oberen Hangbereich führen.

Der Eifelverein und das Planungsbüro des Eifelsteigs wurden davon in Kenntnis gesetzt. Die Umleitung wird auch auf der Internetseite des Eifelsteigs veröffentlicht. „Wenn die Arbeiten beendet sind, werden die Wege gereinigt und wieder freigegeben“, sagt Schmitz.

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