Monschau - Duft ist einfach unwiderstehlich

Duft ist einfach unwiderstehlich

Von: Laila Oudray
Letzte Aktualisierung:
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Peter Maassen beim Rösten der Kaffeebohnen. Seine Kunden kommen sogar aus den Vereinigten Staaten.

Monschau. Durch die kleine, aber sehr belebte Straße weht ein unwiderstehlicher Duft von frisch gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen. Touristen wie auch Einheimische folgen diesem Duft beinahe willenlos, und der Weg führt sie zu der „Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen”, die nun in fünfter Generation von den Brüdern Peter und Werner Maassen geleitet wird.

Schon wegen der Atmosphäre beim Eintritt in die Rösterei lohnt sich der Weg. Klein und charmant ist sie. Überall liegen Säcke mit Kaffeebohnen, auf der Theke stehen neben kauffertigem Kaffee auch Schokolade mit Kaffee, Kaffeelikör, Kaffeeessig und weitere Produkte, die eine eigene Idee und Produktion der Brüder Maassen sind. Ansonsten beherrschen den Raum die Röstmaschine und das Auslesegerät. Daher kommt der Duft, der so lockt.

Eine Kaffeerösterei im Zeitalter der Kaffeepad-Maschinen und „Coffee to go”, ist das nicht ein Relikt der Vergangenheit? Nicht für Peter Maassen. Vor fünf Jahren hat er mit seinem Bruder Werner den Familienbetrieb nach 55 Jahren wiedereröffnet. Die Brüder sind stolz auf die lange Tradition. Vor 150 Jahren hatte Wilhelm Maassen in genau diesem Haus die erste „Caffee-Rösterei” eröffnet. 1949 musste sie schließen wegen der großen Konkurrenz aus Belgien und wegen des Schmuggels.

Im Jahr 2002 kam nach einer Italienreise die Idee auf, den Laden wieder zu eröffnen. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit war es dann am 24. Juli 2004 soweit. Seitdem läuft das Geschäft. „Unsere Klientel ist breit gefächert. Es sind Menschen dabei, die schon bei unseren Großeltern eingekauft haben, aber auch sehr junge Menschen, denen die Qualität und der Geschmack wichtig sind”, erklärt Peter Maassen.

Der Kaffee sei kein gewöhnlicher Kaffee. „Das Geheimnis liegt in der Röstung. Wir rösten ganz langsam. Die Temperatur liegt konstant bei 200 Grad Celsius, damit so viele Bitterstoffe wie möglich entweichen. Wir rösten auch langsam, damit die Bohnen gleichmäßig gar sind. Das dauert seine Zeit, aber der Unterschied ist offensichtlich”, beschreibt Maassen.

Alles beginnt mit der Bohne

Der Geschmack sei aber nicht nur dem schonenden Röstverfahren zu verdanken. Alles beginne mit der Bohne, verrät Maassen. Handverlesene Arabica-Bohnen aus Mexiko, Kolumbien, Brasilien und Kenia sind der Grundstoff des Kaffees. Die Kunden der Rösterei kommen ebenfalls aus verschiedenen Ländern: Sie reisen nicht nur aus Monschau und Umgebung an, sondern auch aus dem übrigen Deutschland, den Niederlanden, Belgien, sogar aus den USA. „Manche sind so begeistert, dass sie unseren Kaffee bestellen und wir ihn liefern”, freut sich der Rösterei-Besitzer.

Qualität schön und gut, aber wie sieht es mit dem Service aus? Kerstin Pflegin arbeitet hier seit vier Jahren und scheint ihre Berufung gefunden zu haben. Diese Begeisterung lässt sie den Kunden spüren. Sie berät bei den verschiedenen Sorten, den Kaffeemaschinen, der Schokolade und den Geschenkideen.

„Zufriedene Kundschaft ist das Wichtigste für uns. Wir versuchen immer, für die Kunden erreichbar zu sein. Außerdem nehmen wir selbst die Röstung der Bohnen vor. Wir wollen garantieren, dass nur das Beste diesen Laden verlässt”, sagt Werner Maassen. Und die zufriedenen Gesichter um ihn herum scheinen ihm Recht zu geben.
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