Imgenbroich - Dürr beeindruckt chinesische Delegation

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Dürr beeindruckt chinesische Delegation

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Nicht in die Röhre geschaut: Die chinesische Delegation machte sich ein Bild von Dürr Foto: C. Classen

Imgenbroich. Gästen aus Fernost kommt die Eifel schnell chinesisch vor. Denn fernab von Megametropolen wie Shanghai, Peking und Shenzhen finden sich im Reich der Mitte Gebiete, die den hiesigen erstaunlich ähnlich sind.

Doch im Gegensatz zur chinesischen hat die deutsche Industrie die Potenziale der ländlichen Räume längst für sich entdeckt und sich dort niedergelassen. Da möchte man in Fernost noch hin und deswegen war es kein Zufall, das der Bus der Delegation in Imgenbroich hielt.

Gewerbegebiet, Hans-Georg-Weiss-Straße 10, Firmensitz der Dürr Ecoclean GmbH: Dort steigen etwa 20 chinesische Vertreter der Nationalen Entwicklungs- und Planungskommission aus. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die den Besuch organisiert, hat das Unternehmen auf die Reiseroute gesetzt. Es ist Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die während der Begrüßung die Beweggründe erläutert. „Wir sind der ländliche Raum”, verkündet sie durchaus selbstbewusst und schiebt die Begründung hinterher: „Nicht die großen Metropolen allein stellen die Wirtschaftskraft dar. Bei uns finden Sie Firmen, die auch global bestens aufgestellt sind.”

Die Dürr Ecoclean GmbH im Imgenbroicher Gewerbegebiet ist dafür ein gutes Beispiel. Die Firma, spezialisiert auf die Herstellung industrieller Reinigungsanlagen, beackert nur ein Geschäftsfeld innerhalb der übergeordneten Dürr Gruppe. Gegründet 1895, ist das Unternehmen heute an 48 Standorten mit insgesamt etwa 6000 Mitarbeitern in 21 Ländern vertreten. Hauptgeschäft ist die Produktion von Lackieranlagen für die Industrie, nach Firmenangaben kommen 60 Prozent der weltweit eingesetzen Maschinen aus dem Hause Dürr.

Mit Ecoclean wurde ein weiterer Markt erschlossen, eine Entwicklung die noch längst nicht abgeschlossen sei, wie Geschäftsführer Michael Förster den chinesischen Gästen erklärt. Denn bevor sich die Delegation per Digitalkamera mehr als ein Bild von der Produktion macht, bemüht sich Förster, sein Unternehmen von der besten Seite zu präsentieren. Ein Imagefilm wird gezeigt, die Tonspur ist Mandarin, die Hintergrundmusik monumental.

China, sagt Förster nach der Filmvorführung, sehe man als den Zukunftsmarkt. 600 Mitarbeiter habe man dort bereits, bis Ende des Jahres sollen es 900 werden. Es sei kein Zufall, dass Ecoclean bereits früh in Peking und Shanghai Büros eröffnet habe.

Vielleicht entsteht der nächste Ecoclean-Ableger auf weniger zentralem Gebiet des Reiches der Mitte. Zumindest denen, die in Imgenbroich zu Gast waren, käme das wohl alles andere als chinesisch vor.
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