DRK-Unterkunft in Roetgen wird zu einem Rettungszentrum

Von: heg
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Der DRK-Standort Roetgen wird gestärkt: Die Unterkunft an der Hauptstraße wird zu einem Rettungszentrum ausgebaut. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Die DRK-Unterkunft an der Hauptstraße in Roetgen wird zu einem modernen Rettungszentrum ausgebaut. Mit einem einstimmigen Beschluss machte der Bauausschuss den Weg dafür frei. Als Vorsitzender des Roetgener DRK-Ortsvereins sowie als stellvertretender Kreisvorsitzender musste Bürgermeister Manfred Eis die Beratung über diesen Tagesordnungspunkt als Zuhörer verfolgen.

Das Bauvorhaben selbst wurde von Bauamtsleiter Hubert Pauls als unproblematisch beurteilt. Das DRK beabsichtigt hier die Einrichtung einer ganztägig mit hauptamtlichen Kräften besetzten Rettungswache. Das werde den Rettungsdienst insbesondere für Rott und Mulartshütte verbessern, freute sich Frank Knur (SPD), damit werde vielen Bürgern im Südkreis Angst genommen.

„Da kann man dem DRK nur danke sagen”, würdigte auch Stephan Speitkamp (CDU) die Pläne, und Claudia Ellenbeck (Grüne) sah nicht nur die vorgesehene Nutzung, sondern auch die damit verbundene bauliche Veränderung positiv. „Damit ist ein großer Wurf für Roetgen und die ganze Gegend gelungen”, freute sich der Bürgermeister, nachdem er wieder im Ausschuss Platz genommen hatte.

Unproblematisch war auch die Zustimmung zu drei Bauvorhaben auf neu parzellierten Grundstücken an der Keusgasse. Abgelehnt wurde hingegen der Antrag eines Grundstückseigentümers auf Erweiterung der Innenbereichssatzung für ein Grundstück im Bereich der neu erschlossenen Straße „Auf dem Steinbüchel”. Die Bauausschussmitglieder folgten damit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Im 2005 aufgestellten Flächennutzungsplan sei dort bewusst keine Potenzialfläche für Wohnraum dargestellt. Der vorliegende Antrag laufe nicht nur dieser städtebaulichen Zielsetzung zuwider, sondern konterkariere die hier getroffenen Grundsatzentscheidungen geradezu, stellte die Verwaltung heraus.

Die Ausführungen von Stephan Speitkamp, der hier keinen Präzedenzfall schaffen will, wurden von Klaus Onasch (SPD) „hundertprozentig” unterstrichen und auch Claudia Ellenbeck sieht in einem Verschwinden von für Roetgen typischen Wiesen kein öffentliches Interesse.

Schon im Vorfeld vom Antragsteller zurückgezogen worden war ein Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans für die Erweiterung und Modernisierung eines Gewerbeobjektes an der Bundesstraße. Während Klaus Onasch diesen Schritt begrüßte, weil er die vorgelegte Planung in dieser Größenordnung nicht billigen mochte, sah es Dr. Georg Dittmer (FDP) mit Bedauern, weil er darin im Gegenteil einen Gewinn für das Ortsbild an der Bundesstraße sah.

Das DRK-Heim an der Hauptsraße wird einem Neubau weichen. Da einerseits die Bausubstanz des aus den 1980er Jahren stammenden Gebäudes eine Aufstockung nicht zulässt und andererseits der Platz auf dem Grundstück sehr beschränkt ist, wird das bestehende Gebäude bis auf die Fahrzeughalle abgerissen und durch einen zweigeschossigen Bau mit Pultdach ersetzt. Die Grundfläche wird sich dabei kaum verändern.
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