Dritter Netliner soll verstärkte Nachfrage befriedigen

Von: ag
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Noch läuft das Netliner-System nicht immer optimal: Die Anschaffung eines weiteren Kleinbusses und die geplante Fahrplanänderung sollen zur Verbesserung beitragen. Foto: Archiv/A. Gabbert

Monschau. Die Stadt Monschau plant die Anschaffung eines dritten Netliner-Busses. Die Kosten in Höhe von 116.750 Euro sollen aus Mitteln des Kommunalinvestionsförderungsgesetzes, mit dem der Bund finanzschwacher Gemeinden unterstützt, finanziert werden.

Zehn Prozent muss die Stadt selbst übernehmen. Zur Deckung der außerplanmäßigen Ausgabe sollen für die Entwässerung der Walter-Scheibler-Straße und für die Kanalnetzerweiterung eingeplante Mittel verwendet werden, da sie in diesem Jahr nicht vollständig in Anspruch genommen werden müssen.

Die Verwaltung hatte die Bezirksregierung Köln als zuständige Bewilligungsbehörde um Auskunft gebeten, ob als Maßnahme der Luftreinhaltung eine Zuwendung der Stadt an den Linienkonzessionär gefördert werden kann, um den ÖPNV in bestimmten Bereichen vom Linienverkehr mit „normalen Bussen“ auf ein bedarfsorientiertes Rufsystem umzustellen, innerhalb dessen ein emissionsarmer Kleinbus mit 13 Sitzplätzen eingesetzt wird.

Neben der höheren Attraktivität eines solchen Angebotes ergebe sich vor allem eine nennenswerte Reduzierung von Fahrstrecken, ein im Vergleich zu „normalen Linienbussen“ deutlich geringerer Kraftstoffverbrauch des Kleinbusses und durch dessen „erheblich bessere Emissionswerte ein zusätzlich verringerter Schadstoffausstoß“, hatte die Stadtverwaltung in der Vorlage für die jüngste Sitzung des Stadtrates geschrieben.

Die Bezirksregierung hatte die Förderfähigkeit eines solchen Vorhabens vorbehaltlich einer vollständigen Antragstellung und vorbehaltlich einer vorherigen Grundsatzentscheidung des Stadtrates bereits bejaht.

Nach der aktuellen aber noch vorläufigen Konzeption soll der zurzeit auf der Linie 85 wegen einer verstärkten Nachfrage im Nachmittag eingesetzte „alte“ Zwölf-Meter-Bus ersetzt werden.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrates fand das Vorhaben die grundsätzliche Zustimmung der CDU. Deren Fraktionsvorsitzender, Micha Kreitz, sagte, man müsse der verstärkten Nachfrage nachkommen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gregor Mathar erklärte, seine Partei habe das Thema sehr lange beraten. Er sprach Probleme mit dem Netliner-System an. Insbesondere im Pendelverkehr komme es zu Schwierigkeiten, da der Netliner zu den kritischen Zeiten am späten Nachmittag beziehungsweise am frühen Abend, durch Pendler ausgebucht sei. Außerdem kritisierte er, dass es sich nach Meinung der SPD um eine versteckte Subvention durch die Stadt handele.

Man könne das Vorhaben auch als Subvention bezeichnen, wichtig sei aber einen attraktiven ÖPNV in der Eifel zu schaffen, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Werner Krickel. „Natürlich läuft das Netliner-System noch nicht so optimal wie es sollte“, sagte Krickel. Nach der Angleichung des Fahrplans im Herbst werde aber vieles anders sein.

Dynamisierung im ÖPNV

Der Netliner sei normalerweise dort unterwegs, wo reguläre Linien weggefallen seien, erklärte Bürgermeisterin Margareta Ritter. Sie bestätigte, dass es zurzeit Probleme mit dem Netliner-System gebe, da es viele feste Buchungen von Pendlern gebe. Gleichzeitig habe das „attraktive System“ einen Zuwachs von 38 Prozent erfahren, wodurch es zu Kapazitätsengpässen komme.

Daher sei die Anschaffung eines weiteren Netliner-Busses durchaus sinnvoll. „Wenn wir das Geld nicht freigeben, wird der Bus nicht angeschafft“, warnte Ritter. Durch die für Dezember geplante Fahrplanänderung komme es zu einer Dynamisierung im ÖPNV, wenn bestimmte Linien den Bushof in Imgenbroich im Halbstundentakt anfahren würden.

Der Stadtrat sprach sich schließlich für die Anschaffung eines weiteren Netliner-Busses aus. Die SPD enthielt sich.

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