Dreimal Monschau-Moskau und zurück

Von: V.M.
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Bei der  Hauptversammlung  gut
Bei der Hauptversammlung guter Dinge: Vorstand und ausgezeichnete Ehrenmitglieder des Eifelvereins Monschau. Foto: V. Monterey

Monschau. „Das Jahr 2011 war ein erfolgreiches Wanderjahr”, resümierte der erste Vorsitzende, Klaus Hilgers während der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Monschau im Kolpinghaus am vergangenen Samstag.

Der Verein, der im Sommer 2010 sein 125-jähriges Vereinsjubiläum feierte und sich durch seine schönen Wanderungen, seinem Engagement im Natur- und Landschaftsschutz, in der Kulturpflege und in seiner Jugendarbeit auszeichnet, konnte auch in diesem Jahr wieder gute Zahlen vorweisen.

Nach der Begrüßung durch den fast unveränderten Vorstand, allen voran Klaus Hilgers (hinzugekommen ist als weiterer Beisitzer Arnold Kommer) folgte die Berichterstattung über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr.

Der Verein zählt zur Zeit 234 Mitglieder, davon 153 Vollmitglieder, 61 Partnermitglieder, vier Jugendliche und 25 Fördermitglieder, also insgesamt zwei Mitglieder mehr als im vergangenen Jahr, darunter acht neue Mitglieder und sieben Förderer. Dabei sind 60 Prozent der Mitglieder über 60 Jahre alt.

Schöner Blick von der Hütte

Zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres gehörte die Anbringung eines Schildes der Hüttenförderer der Jubiläumshütte, der neuen Schutzhütte Richtung Teufelsley und Engelsley, von wo man nun, nach einer Rodung der Waldfläche durch die Stadt Monschau einen schönen Blick auf den Perlenbachstausee genießen kann. Gemeinsam mit der Ortsgruppe Höfen wurde die Wanderung des WDR durchgeführt, an dem rund 350 Personen teilnahmen. Und neben vielen anderen Aktivitäten wurden abermals die Spazierwege in und rund um Monschau gereinigt, eine Aktion die „sehr sinnvoll” gewesen sei und die „unbedingt fortgeführt werden sollte”, so die freiwilligen Helfer, die alle von der Familie Thiemann nach der Säuberungsaktion zu Kaffee und Kuchen in ihrem Café eingeladen worden waren. Weiterhin überprüfte Naturschutzwart Heinz Karthausen stets das Mühlrad gegenüber dem Roten Haus auf seine Funktionstüchtigkeit.

Auch in diesem Jahr soll der Graben zum Mühlrad wieder von Schotter befreit werden, erklärte Ortsvorsteher Georg Kaulen, da sich durch den hohen Wasserstand das Wasser gestaut und sich abermals Schotter angesammelt habe. Ebenso durchgeführt sollen die Reinigungen der Treppen und die „Aktion in der Rur”, um die Mauern von Sträuchern und Gestrüpp zu befreien.

Zum Gestrüpp gehört auch der „absolut schädliche Riesenbärenklau”, auch Herkulesstaude genannt, so Naturschutzwart Heinz Karthausen, und mahnte, diese dringend zu vernichten. Hingegen sei das Reinigen der Trockenmauern vom geschützten Mauerleberblümchen unnötig. Dieses Pflänzchen würden mit seinen feinen Haarwurzeln das alte Mauerwerk nicht beschädigen.

Zehntausende Kilometer

Der Trödelmarkt beim Pfarrfest erbrachte rund 1146 Euro, die an das Ortskartell abgeführt wurden. Dafür ging ein großes Lob an die Cheforganisatorin Inge Peters. Großer Dank ging auch an die langjährige Wanderführerin Helga Vallot, die sich nun offiziell abgemeldet hat und die damit zum letzten Mal die Berichterstattung über die „Seniorengruppe” abgab und noch einmal zusammenfassend über die alten Zeiten erzählte.

Die Seniorengruppe, die allein im letzten Jahr 45 Wanderungen organisierte, bleibt natürlich bestehen. Die „heimatliche Gruppe” war 49 mal unterwegs und erwanderte damit 9600 Kilometer, soviel wie „dreimal Monschau-Moskau und zurück”, so Dieter Läufer. Die Gruppe „Aachen-Monschau” mit 34 Wanderfreunden erwanderte mit Gästen 7800 Kilometer, berichtete Josef Audi, der mit Hans Thieves die Koordination der Gruppe betreut.

Sowohl die Berichterstattung von Wanderwart Egon Foulonge als auch die Statistik ergaben ein spannendes Resümee des Jahres 2011. Während 50 Wanderungen mit 291 Mitgliedern erwanderte man eine Strecke von 4739 Kilometern. Die Gesamtaufstellung inklusiv Mittwochsgruppe ergab 145 Wanderungen mit 1303 Personen und einer Wanderdistanz von 21 717 Kilometern, zurückgelegt mit 221 Gästen, also eine Distanz von Monschau bis „irgendwo in Asien”.

Die Meistwanderin war Ingeborg Peters mit 547 Kilometern, den zweiten Platz belegten das Ehepaar Kranenpohl mit 377 und 374 Kilometern. In der Mittwochsgruppe Aachen-Monschau belegte Bärbel Güntner den ersten Platz und Josef Audi den zweiten mit 41 Wanderungen. In der heimatlichen Gruppe belegten das Ehepaar Gisela (553 km) und Johannes Dautzenberg (539 km) den ersten und zweiten Platz, sowie Inge Peters (538 km) den dritten.

Am Aussichtsplatz Grindel ließ der Eifelverein „zwei massive Bänke und einen Tisch aufstellen”, berichtete Wegewart Benno Weber, ein herrlicher Ruheplatz, von dem man nun einen weiten Blick auf das Rurtal hat. Ebenso wurde die vom Frauen- und Mütterverein gestiftete Holzbank beim Kapellchen aufgestellt und im Herbst die Tringelbrücke wieder freigegeben, die nun wieder einen schönen Rundgang ermöglicht. Hierzu ging ein großes Lob an das Engagement des Eifelvereins. Die Tringelbrücke sei mit dem auf 42 000 Euro angesetzten Etat unter 40 000 Euro geblieben”, dankte Ortsvorsteher Kaulen den Einsatz der Helfer.

Schließlich wurde wieder der neue Wanderkalender für das Jahr 2012 zusammengestellt ,der abermals viele Überraschungen birgt und für den stets neue Wandervorschläge und Streckenverläufe vorgeschlagen werden können.

Großer Dank ging natürlich an alle Wanderführer für ihr großes Engagement, an die Mitglieder und an die vielen Geschäftsleute, die im Wanderkalender inserierten, so Geschäftsführer Hans Röseler.

Der Kassenbericht und die Kassenprüfung ergaben keine Beanstandungen, so Manfred Brandenburg und Dietrich Pfeilstricker.

Zum Schluss wurden die treuen Mitglieder geehrt. Die silberne Ehrennadel erhielten Hedwig und Lothar Cremer, Melissa Evers und Wilma Hilgers für 25 Jahre Mitgliedschaft. Dr. Gerd Strässer erhielt die goldene Nadel für 40 Jahre und ebenfalls die goldene Nadel für 50 Jahre Mitgliedschaft nahmen Gudrun Grefen und Helga Vallot entgegen. Als Dankeschön gab es dazu das Eifeljahrbuch 2012 und klassische Monschauer Düttchen. Anschließend ließ man bei kalten und warmen Getränken den Abend mit einem schönen Diaabend mit Bildern vom Hohen Venn von Werner Setzen ausklingen.
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