Drei Generationen gehen auf große Europa-Reise

Von: M. S.
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Das junge Ensemble der Förderschule Eicherscheid unter einem Flaggenwald, der schon auf einen Blick das Musical-Thema verdeutlicht. Gemeinsam leben im „Haus Europa”. Rechts, stehend: Peter Persé, links Claudia Schwiertering, die künstlerischen Projektleiter. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. „Mit drei Generationen gehen wir heute auf Europa- Reise. Ich bin der Großvater, die Elternschaft im Publikum sind meine Kinder und die Schüler und Schülerinnen die Enkel.” Der pensionierte Konzener Schulleiter Peter Persé zeigte sich jetzt in einer anderen Rolle.

Als künstlerischer Leiter war er Ideengeber und musikalisch- choreographischer Akteur des „Europamusicals”. Es wurde am Freitag, quasi zur Einstimmung auf die Sommerferien, in der Gymnastikhalle der Eicherscheider Förderschule aufgeführt.

Stolz auf Aufführung

Der stellvertretende Schulleiter Karl-Heinz Eßer hieß dort, neben den jungen Mitwirkenden der Lehrstätte, auch eine stattliche Zuschaueranzahl willkommen. Er sei „stolz auf diese Aufführung in einem kleinen Eifelort, wie man sie für gewöhnlich auf großen Bühnen wie Hamburg oder München erleben könne. Eßer würdigte das positive Engagement „unseres Schulmusikanten, Maestro Persé, der immer wieder erfreulich musikalischen Hintergrund in unseren Schulalltag bringt”.

Regelmäßige Probenarbeiten bis zur Aufführungsreife des in einem süddeutschen Theaterverlag erschienenen Bühnenstückes dauerten, so die Sonderschullehrerin und Projektleiterin Claudia Schwietering, sechs Monate. Intensive Vorbereitungsschritte taten Persé und Schwietering im Team mit den Pädagogen Mechtild Passmann, Nils Damberg, Lisa Discher und Claudia Wendt. Lieder und Tänze waren zum Gelingen des stufenübergreifenden Projektes einzustudieren, Kulissen und Bühnenbilder zu bauen und zu malen, Requisiten zu basteln.

Alle an der Inszenierung Beteiligten zeigten sich im Gespräch einig, „das wir uns mit unserem Musik-, Lied- und Sprechtheater heute einer enormen Herausforderung stellen”. Um so größer die Freude, als zum letzten Akkord den Mitwirkenden herzlicher Beifall ihrer Zuschauer und -hörer um die Ohren brauste. Verdienter Lohn für eine gelungene Gemeinschaftsleistung von Choristen, Sprachsolisten und Tanzensemble.

Vor sechs Jahren schrieben Hans Dieter Maisinger (Text) und Franz Moser (Musik) für einen renommierten Theaterverlag ihre „Musikalische Begegnung mit Europa”, die seither erfolgreich über zahlreiche Bühnen ging.

Die Handlung lebte in Eicherscheid wesentlich davon, dass Schüler in Sprecherrollen erzählten, warum es sich lohnt, am „Haus Europa” aktiv mitzubauen und friedlich und lebenswert darin zu wohnen. Kulturelle Vielfalt, Traditionen und charakteristische Eigenarten prägen die einzelnen Nationen, das mache, reimten die Akteure, gerade den Reiz konstruktiven Zusammenlebens freundlicher Nachbarn aus.

Freilich hätten diese auch gemeinsam Pflichten zu erfüllen und Aufgaben zu lösen: etwa die Natur und ihre Geschöpfe respektvoll zu behandeln und deren Lebensräume zu schützen. Meinungsverschiedenheiten und Konflikte, wie sie in jedem Eifeldorf wie grenzüberschreitend entstehen können, müssten im friedlichen Einvernehmen gelöst werden, durch Gespräche in gegenseitiger Toleranz statt mit Gewalt. Nach verbal und argumentativ beigelegtem Streit müssten die Hände der beteiligten Parteien zur Versöhnung gereicht werden.

Fazit der Handlung und in den Saalreihen verstandene Botschaft der Schauspieler: „Wir alle gehören zusammen, sind eine Familie, die in Freude und Not zusammensteht!”
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