Simmerath - Drei Engelchen für die Patienten

Drei Engelchen für die Patienten

Von: mkl
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Ein Moment, der viele Patiente
Ein Moment, der viele Patienten in der Eifelklinik St. Brigida sehr berührt hat: Während auf dem Flur Weihnachtslieder gespielt werden, überbringt Engelchen Jana Vollmann ein kleines Foto: Mira Kleine

Simmerath. Wenn sich auf den Krankenhausfluren auf einmal ein großes Orchester aufbaut, wenn drei kleine Engelchen gespannt darauf warten, in die Zimmer zu gehen, um allen eine fröhliche Weihnacht zu wünschen, dann ist es wieder so weit: Die traditionelle Patientenbescherung in der Eifelklinik St. Brigida steht kurz bevor.

Seit nun schon 36 Jahren trommelt Schwester M. Gudrun Freunde und Mitarbeiter des Krankenhauses zusammen, um den Patienten einen besonderen Moment zu Weihnachten zu schenken, so auch am vergangenen Montag.

„Eine sensible Zeit”

Der evangelische Pfarrer Wolfgang Köhne weiß, weshalb den Menschen und ihm selbst die Geschenkevergabe so am Herzen liegt: „Weihnachten ist eine besondere und sensible Zeit. Vielen Patienten laufen die Tränen, wenn wir sie besuchen, weil wir einfach da sind.”

Chor und Orchester spielen in der Konstellation nur an diesem bedeutsamen Tag zusammen. „Geprobt wird , aber wir sind eben ein eingespieltes Team”, lacht Schwester M. Gudrun. Die rund 45 Musizierenden, alles Mitarbeiter, Ehemalige und Freunde des Hauses, spielen von „O du fröhliche” bis „Ihr Kinderlein kommet” alle bekannten Weihnachtslieder. Unter der Leitung von Friedhelm Schütz werden die Sängerinnen und Sänger begleitet von Klarinette, Flöte, Mandoline, Geige und anderen Instrumenten.

Die Patienten machen ihre Zimmertüren weit auf, um möglichst viel von den weihnachtlichen Klängen mitzubekommen und die kleinen Engel zu erwarten. Svenja Herbst (7), Louisa Carl (7) und Jana Vollmann (7), alles Kinder von Mitarbeitern, haben in diesem Jahr die Ehre, den Patienten im Engelkostüm ein kleines Geschenk, ein Sprüchekalender für 2012, zu überreichen. „Es ist so schön zu sehen, wie sich die Patienten über uns freuen”, meint Louisa. Eine Frau ist froh: „Da habe ich Glück gehabt, dass ihr heute schon da seid, ich darf morgen wieder nach Hause gehen.”

Menschlichkeit hilft heilen

Aber so ergeht es nicht allen Patienten. Viele Kranke werden über die Weihnachtstage im Krankenhaus bleiben müssen. Da fließen auch manchmal Tränen. Die Chef- und Oberärzte sowie die Krankenschwestern der Station gehen nach der Geschenkevergabe der Engelchen an jedes Krankenbett und sprechen ihren Patienten Mut zu.

„Wer die Patientenbescherung einmal miterlebt hat, weiß, was sie den Menschen bedeutet”, so Schwester M. Gudrun. Besonders die neuen Ärzte, die zum ersten Mal bei der Bescherung dabei waren, zeigten sich begeistert, dass sich neben dem stressigen Alltag zwischen Operationen und Behandlungen in der Eifelklinik auch Zeit für das Menschliche genommen wird. „Das macht auch eine Menge aus für die Heilung”, ist sich Chefarzt Dr. Reiner Goebels sicher.

Nachdem der Chor samt Orchester, die Engelchen, der Pfarrer, die Pfleger und Ärzte von Station zu Station gezogen sind, spielten sie zum großen Finale im Seniorenstift Seliger Gerhard in der Cafeteria. Dort bedankte sich auch der neue kaufmännische Leiter der Eifelklinik St. Brigida, Florian Nachtwey, noch einmal bei Schwester M. Gudrun, Friedhelm Schütz, bei allen Musikern und natürlich bei den Engelchen Svenja, Louisa und Jana für den liebenswürdigen Weihnachtsgruß.

Die drei Mädchen wurden nach ihrem Bescherungseinsatz mit einer Süßigkeitentüte belohnt. Svenja hofft, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein darf: „Engel zu sein, ist eine tolle Aufgabe.”
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