Drei Büros sollen sich mit neuem Baugebiet befassen

Von: ag
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An der Greppstraße in Roetgen soll ein weiteres Baugebiet entstehen: Drei Büros für Stadt- und Raumplanung sollen nun Vorschläge unterbreiten. Foto: Archiv/P.Stollenwerk

Roetgen. Dass in Roetgen ein neues Baugebiet mit dem Namen „Greppstraße II“ entstehen soll, ist beschlossene Sache. Dazu sollte eine Projektgruppe gebildet werden, in die Roetgener Bauland GmbH eingebunden ist. Die erste Sitzung dieser Projektgruppe fand Mitte Mai im Roetgener Rathaus statt.

Bei dieser Gelegenheit wurden diverse Überlegungen zum weiteren Vorgehen angestellt. Dabei ging es unter anderem um die Größe des Plangebietes, die Vorstellungen der jeweiligen Grundstückseigentümer und um das geeignete Planungsinstrument.

Insbesondere die Frage des Planungsinstruments wurde kontrovers diskutiert. Die Bauverwaltung hatte einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb vorgeschlagen. Die Roetgener Bauland GmbH als potenzieller Erschließungsträger hat aber bereits deutlich gemacht, dass sie nicht bereit ist, die entstehenden Kosten zu tragen.

Akzeptiert würde hingegen eine sogenannte Mehrfachbeauftragung unter Einbeziehung von drei Planungsbüros, deren Ergebnisse von einem Fachgremium beurteilt werden könnten. Die andere Alternative wäre die ansonsten übliche Einzelbeauftragung eines Planungsbüros. Die Entscheidung, welches Planungsinstrument den Vorzug erhält, sollte jetzt der Bauausschuss der Gemeinde treffen.

Rainer Welzel (UWG) nannte die Mehrfachbeauftragung von drei Büros für Stadt- und Raumplanung „einen guten Kompromiss“. Auch Wolfgang Schruff (PRB) sprach sich für diese Variante aus, „um die Sache auf breite Beine zu stellen“.

Klaus Onasch (SPD) favorisierte ebenso eine Mehrfachbeauftragung. Er legte aber Wert darauf, dass die Auswahl nicht allein von der an der Roetgener Bauland beteiligten Sparkasse getroffen wird. Andere Ideen einfließen zu lassen, sei nicht verkehrt. Von den Kosten solle man sich bei der Größe des Gebietes nicht abschrecken lassen, sagte er.

Gudrun Meßing (Grüne) plädierte ebenfalls für diese Variante, „auch wenn man gerne einen Wettbewerb gesehen hätte“. Dabei sah sie aber die Gefahr, dass man sich dann auch für den Sieger entscheiden müsse.

Dr. Georg Dittmer war der Meinung, dass es ausreiche, ein Büro mit der Planung zu beauftragen, weil die Gemeinde sparen müsse. „Wir brauchen keine Fantasiegebilde, die man teuer bezahlt“, sagte er. Auch Helmut Helzel (CDU) sprach sich dafür aus, lediglich ein Büro zu beauftragen, da die zusätzlichen Kosten auf die Grundstückspreise aufgeschlagen würden.

Bernhard Müller (Grüne) konnte die Position von CDU und FDP nicht nachvollziehen. „Wenn man verhindern will, dass Roetgen weiterhin Aachens Schlafstadt bleibt, gilt es, sehr genau zu überlegen. Deshalb sollte man sich auch unterschiedliche Meinungen anhören“, sagte er.

Gegen die Stimmen von CDU und FDP entschied sich der Ausschuss schließlich, für die Beauftragung von drei Büros für Stadt- und Raumplanung.

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