Draußen und drinnen rieselte der Schnee

Von: ges
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Erstaunlich viele Zuhörer fanden trotz der winterlichen Witterung den Weg in die festlich erleuchtete Mützenicher Pfarrkirche, wo Musikverein und Kirchenchor auf das Weihnachtsfest einstimmten. Dirigent Helmut David zeichnete für das musikalische Programm Foto: Sommer

Mützenich. „Mer hörrt ens komm e Weihnachtsledd em Radio, höchstens addens su ne englische Krom”, hörte man bei der Unterhaltung zweier Nachbarn in Mützenich heraus, die sich während des mühsamen Schneeschaufelns eine kleine Pause gönnten.

Doch beide sollten am frühen Sonntagabend voll entschädigt werden, wenn sie denn das traditionelle Weihnachtskonzert des Musikvereins Eintracht besucht haben, und wenn sie durch die stark zugeschneiten Straßen überhaupt dorthin gelangen konnten.

So tat das Wetter dem Besuch des Konzerts in der Tat etwas Abbruch, dennoch konnte Vorsitzender Rolf Müller noch erfreulich viele Zuhörer in der Pfarrkirche begrüßen. „Was ist besser geeignet, den Alltag dieser hektischen Zeit hinter sich zu lassen, als unser Weihnachtskonzert?” stellte Müller in den Raum.

Und er sollte Recht behalten, denn was das große Orchester, der Mützenicher Kirchenchor und das Jugendorchester den Zuhörern boten, versetzte alle in die rechte, besinnliche Weihnachtsstimmung.

Den musikalischen Reigen eröffnete das Jugendorchester unter Leitung von Nathalie Schepp mit dem Klassiker „Jingle Bells” und dem durch die Sängerin Enya bekannt gewordenen „Only Time”, ehe die Jugend und das große Orchester gemeinsam „Panis Angelicus” von Csar Franck zu Gehör brachten. Ein fantastischer Klangkörper, von mehr als 70 Musikerinnen und Musikern unter dem Dirigentenstab Helmut Davids erzeugt, bot sich hier den Gästen.

Ebenso beeindruckend waren die folgenden Stücke des Orchesters. „Hymnus Festalis” von Klaus Ammann, „Crimand” - ein geistliches schottisches Lied von Jessie Irvine - und der sehr feierliche „Song for Celebration” (Franz Watz) schlossen sich an, bevor sich der Kirchenchor mit den Liedern „Adventruf”, „Wisst ihr noch?” und „O Jesulein zart” ebenfalls unter Leitung von Helmut David gefühlvoll einreihte.

Zwischen den Stücken und Liedern trugen Susanne Jentges und Martin Isaac immer wieder zur Zeit passende Texte vor, mal besinnlich und froh, mal eingehender und zum Nachdenken anregend.

Einst für den englischen König Georg I. im 18. Jahrhundert komponiert wurde die „Wassermusik” von Georg Friedrich Händel, der hier wohl ganze Arbeit leistete, denn nicht nur der König zeigte sich damals sehr begeistert.

Auch heute ist dieses Werk, das sich aus fünf Sätzen zusammensetzt, wahrlich ein musikalischer Hochgenuss, vor allem, wenn es so überzeugend aufgeführt wird wie am Sonntagabend durch das große Orchester der „Eintracht”, die drei drei Sätze aufführte.

Vier weitere Lieder des Kirchenchores läuteten den zweiten Teil des Konzertes ein. „Maria durch ein Dornwald ging”, „Freu dich Erd- und Sternenzelt”, „Neue Zeiten, alte Weihnacht” und „Weihnachtszeit du stille Zeit” erfuhren ebenso höchste Aufmerksamkeit der Zuhörer wie die beiden Finalvorträge der Blasmusiker: „Land of Hope and Glory” von Edward Elgar ist neben „God Save The Queen” eine weitere Hymne Englands, und spätestens bei „It´s Christmas”, einem Weihnachts-Medley des Amerikaners Warren Barker, wurde jedem warm ums Herz und alle waren alle entsprechend auf das kommende Weihnachtsfest eingestimmt.

Traditionsgemäß bilden bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen den Abschluss des Konzertes. Diesmal spielten und sangen Musiker und Publikum die bekannten Lieder „Am Weihnachtsbaum”, „Leise rieselt der Schnee” (wie passend an diesem Abend!), „Süßer die Glocken nie klingen” und „Oh du fröhliche”. Wen wundert´s an einem solch tollen musikalischen Abend, dass man die Aktiven erst nach einer Zugabe entließ?
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