Drachenboot-Rurseecup: „Pommpös“ paddelt sich aufs Siegerpodest

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Angetrieben vom Takt der Trommler und den professionellen Steuerleuten des Saarbrücker Kanu Clubs stechen im Wettkampf 40 Drachenbootjäger ihre Paddel in die Fluten der Woffelsbacher Bucht. Foto: Hoffmann

Woffelsbach. Was die Faszination eines Drachenbootrennens letztlich ausmacht, wusste keiner der angesprochenen Zuschauer beim 8. Drachenboot-Rurseecup in der Woffelsbacher Bucht am Samstag auf Anhieb zu sagen.

Vermutlich ist es das Szenario, wenn bis zu 40 Bootsinsassen mehr oder weniger gleichzeitig ihre Paddel ins Wasser stechen und hiernach, angetrieben vom Steuermann und Trommler, ihre Paddel immer schneller werden.

Jedenfalls hatte auch in diesem Jahr das Spektakel der Drachenbootjäger im Rahmen des Rurseefestes nichts von seinem Reiz verloren. Rund um die Woffelsbacher Bucht hatten sich eine Vielzahl von Zuschauern eingefunden hatte. Hierbei zeigten sich diese von der Neugestaltung im Uferbereich ebenso beeindruckt, wie von den Drachenköpfen die im Auf und Ab durch die leichten Wellen des Rursees jagten. Die Organisation in diesem Jahr hatten die Wasser-Sportfreunde Aachen e.V. mit Unterstützung durch den Saarbrücker Kanu Club übernommen.

Ohne Training ins kalte Wasser

Lob von allen Seiten gab es dafür rund um den Drachenfels-Platz in der Woffelsbacher Bucht. Dort war wieder eine bunte Zeltstatt entstanden, wo die Besucher reichlich Auswahl bezüglich der Beköstigung fanden. Natürlich konnte man von dort aus auch die einzelnen Rennen bestens beobachten und wurde nebenbei unterhaltsam von Moderatorin Janina Kötz informiert.

Bereits am Freitagabend war die 200 Meter lange Rennstrecke mit Bojen markiert worden. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es allerdings in diesem Jahr keine Trainingsläufe, was von einigen Teams moniert wurde, da man somit am Renntag ohne Vorbereitung an den Start gehen musste. Letztlich tat dies der allgemeinen Freude aber keinen Abbruch.

Laut Wettkampfregeln war eine der Voraussetzungen für die Teilnahme, dass man in Bekleidung 200 Meter schwimmen kann. Daneben musste eine Startgebühr von 250 Euro pro Boot bzw. Team gezahlt werden. 13 Mannschaften meldeten sich schließlich in den Kategorien Fun-Team-Open (mit weniger als 6 Frauen im Team), Fun-Team-Mixed (mit wenigstens 6 Frauen) und Damen-Team zum Wettstreit um den Rurseecup an. Da die Teams unterschiedliche Fertigkeiten und Erfahrungen im Drachenbootrennen hatten, erhielten die Drachenbootfrischlinge vor dem Start eine fachgerechte Einweisung. Damit das Boot im Rennen in der Spur blieb, fungierte jeweils ein Mitglied des Saarbrücker Kanu Clubs als Steuermann.

Die Zuschauer animierten die Akteure durch Zurufe, Beifall und rhythmisches Klatschen zu immer neuen Höchstleistungen. Als Favoriten kristallisierten sich nach dem ersten Durchlauf die Drachenflüsterer heraus, welche die Rennstrecke in 46,85 Sekunden durchjagten. Das Team Pommpös von den Wasser-Sportfreunden Aachen folgte knapp dahinter mit 48,12 Sekunden, und im Rahmen des olympischen Gedankens trugen sich die Eifelpiraten mit 1.02,77 Minuten sowie die Energieriesen, die mit Glühwürmchen auf dem Kopf gestartet waren, mit 1.00,34 Minuten in die Rennliste ein. Insgesamt 17 Rennen wurden zwischen 11 und 18.30 Uhr in der Woffelsbacher Bucht absolviert, wo nach anfänglich bedecktem Himmel um die Mittagszeit die Sonne mit voller Wucht durch die Wolken brach.

Letztlich spielten bei dem Drachenbootspektakel die Rennzeiten für die Teams eine untergeordnete Rolle, da bei allen Beteiligten der Spaßfaktor an erster Stelle stand. Nichtsdestotrotz gab es am Ende natürlich einen Sieger. Durch Mobilisierung aller Kräfte jagte das Team Pommpös im zweiten Durchlauf in neuer Bestzeit durch die Lichtschranke und sicherte sich so die verdienten Sieges- und Drachenlorbeeren vor der Mannschaft der Drachenflüsterer.

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