Kalterherberg - Dorfentwicklungskonzept: Radzentrum als Chance für den Ort?

Dorfentwicklungskonzept: Radzentrum als Chance für den Ort?

Von: fm
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Das Schulgelände und das angrenzende Ortszentrum Kalterherberg werden, wenn die Maßnahmen aus DIEK (Dorfinnenentwicklungskonzept) und der Machbarkeitsstudie zum Radkompetenzzentrum Wirklichkeit werden, ihr Gesicht verändern. Foto Franz Mertens Foto: Franz Mertens

Kalterherberg. Im Sommer 2017 schließt die Grundschule in Kalterherberg endgültig ihre Pforten. Jetzt beschäftigt die Dorfbevölkerung die Folgenutzung des Schulgebäudes. Die Überalterung der Bevölkerung mit zu erwartenden negativen Folgen hemmt zusätzlich die Gestaltungsmöglichkeiten für eine positive Weiterentwicklung des Dorfes.

Zum Dorfentwicklungskonzept referierten Susanne Neumann und Christine Loth aus der Bietergemeinschaft Neuland. Für das Radius-Radzentrum kam Bettina Kreisel zu Wort. Die Bietergemeinschaft ist im Auftrag der Stadt Monschau tätig und Bettina Kreisel arbeitet im Auftrag der Städteregion bei der Firma Aixplan am Thema Radzentrum.

Ortsvorsteher Norbert Rader eröffnete die Veranstaltung und Bürgermeisterin Margareta Ritter stand zu den Fragen aus dem Publikum Rede und Antwort.

Eine Bestandaufnahme zeigt klar die Schwächen und Stärken des Orts auf. Dabei kamen Bevölkerungsrückgang, das Abwandern junger Menschen nach der Schulzeit, die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Pendlerströme zu auswärtigen Arbeitsplätzen zur Sprache. Weitere Themen waren die medizinische Versorgung, Tourismus, technische und soziale Infrastruktur und das intakte Vereinsleben.

Bei der baulichen Entwicklung ging es um den Flächenverbrauch, Leerstände und Modernisierung sowie historische Gebäude. Die Bürger des Dorfes können sich in Foren oder Arbeitskreisen mit Vorschlägen einbringen, die zu einer Verbesserung der Infrastruktur beitragen.

Wie weit die Arbeiten zum Aktivkompetenzzentrum gediehen sind, sprach anschließend Bettina Kreisel ausführlich an. Das neue Zentrum soll Impulsgeber für das Raddorf Kalterherberg werden. Der Ort hat dafür gute Voraussetzungen.

Er liegt am Schnittpunkt großer Fernradwege. Dazu gehören ein klares Profil und eine gute Qualität der Dienstleistungen. Als Bausteine gehören zum Zentrum Information, Treffpunkt, Radreparaturdienst und Fahrradverleih. Dazu kommen noch geführte Touren mit qualifiziertem Personal und Events rund ums Rad. Dazu müsse laut Bettina Kreisel bei der Mon-Touristik eine Stelle eingerichtet werden, die dieses Zentrum betreue.

Diese Informationsfülle löste jede Menge Fragen aus dem Publikum aus. Es meldeten sich Stimmen, die die fehlende Verkehrsanbindung anmahnten und die Mehrkosten bei der Mon-Touristik. Es wurde auch die Notwendigkeit des Kompetenzentrums angezweifelt. Dagegen wehrte sich aber die große Mehrheit. Diese sah in dem Zentrum eine große Chance für den Ort, die man nicht ungenutzt verstreichen lassen sollte.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg meldete sich bei den Kritikern zu Wort. Er bat sie um Vorschläge, wie auf andere Weise öffentliche Gelder für den Ort nutzbar eingefordert werden könnten. Auf Befragen aus dem Publikum schätzte der Städteregionsrat die Chancen Fördergelder zu bekommen als gut ein.

Für den Initiativkreis dankte Aarne Kreutzinger-Janik der Stadt Monschau und Städteregion für die geleisteten Vorarbeiten. Mit der inzwischen installierten professionellen Unterstützung werde es gelingen, die Konzepte nachhaltig und dauerhaft anzulegen und in die Realität zu überführen.

Zum Ende der Veranstaltung kam noch einmal Susanne Neumann zu Wort. Im Saal waren Thementische zu den Schwerpunkten Nahversorgung, Dorfentwicklung, Naherholung, Wirtschaft und Kultur aufgebaut. Sie lud die Gäste ein, Impulse einzubringen, die später in den Arbeitskreisen aufgegriffen und aufgearbeitet werden. Von diesem Angebot machten viele Besucher des Abends Gebrauch.

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