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Dorfauto ist schon auf dem Weg nach Eicherscheid

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Eifel macht mobil: Eicherscheid ist Teil des Projekts „E-ifel mobil“ und wird Vorreiter für Elektromobilität im ländlichen Raum. Bis Anfang 2015 steht den Bürgern der Elektroflitzer zur Verfügung.

Eicherscheid/Berlin. Carsharing, die geteilte Nutzung von Fahrzeugen, ist mittlerweile fester Bestandteil im Sinne von Klimaschutz und Ressourcenschonung. Im ländlichen Raum sind die Anforderungen an Carsharing-Angebote aber ungleich anspruchsvoller als in Großstädten, weshalb sich kommerzielle Anbieter dort bislang kaum engagieren.

Der Schlüssel zum Carsharing auf dem Land liegt in bürgerschaftlich getragenen Initiativen. Dies ist eine erste wichtige Erkenntnis aus dem Projekt „E-ifel mobil“, das die beim Naturpark Nordeifel angesiedelte Geschäftsstelle der Leader-Region Eifel angestoßen hat und seit dem Jahr 2013 mit Akteuren aus Dörfern in den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der Städteregion Aachen umsetzt. Dabei werden ausschließlich Elektrofahrzeuge eingesetzt.

Mit diesen Zielen präsentiert sich „E-ifel mobil“ noch bis Sonntag am Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen in der Mottohalle „Lebens(T)raum Dorf“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Zehn ehrenamtliche Projektvertreter aus den beteiligten Dörfern hatten in den letzten Monaten eine Präsentation des Projekts vorbereitet. Alle Dörfer stellen sich im Laufe der Messewoche auch im Programm der Agrarsozialen Gesellschaft auf der „Landschau“-Bühne mit Vorträgen und in Talkrunden vor. Das Dorfauto aus Hürtgenwald-Gey, ein Elektro-PKW vom Typ Citroen C-Zero, hatte auch den Weg nach Berlin gefunden.

Dass das Projekt mittlerweile auch bundesweit als vorbildlich wahrgenommen wird, zeigte der Besuch von Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, am Stand. Gemeinsam mit den Projektakteuren aus den Eifeldörfern erläuterte Leader-Regionalmanager Alexander Sobotta die Idee hinter „E-ifel mobil“.

Innerhalb der Städteregion Aachen beteiligt sich das vielfach prämierte Dorf Eicherscheid an „E-ifel mobil“. Ortsvorsteher Günter Scheidt und seine Frau Renate stellten in Berlin das Konzept vor. Ein Dorfauto wird in wenigen Tagen als neues Gemeinschaftsprojekt der Eicherscheider unter dem aktuellen Dorfmotto „Neue Energie für ein starkes Miteinander“ anrollen. Das Projektteam um den Ortsvorsteher erwartet damit einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Infrastruktur, z.B. durch die Anbindung an den örtlichen Lebensmittelladen und die ergänzende Nutzung für die Warenauslieferung. Geplant ist zudem ein bedarfsorientierter ehrenamtlicher Fahrservice.

Günter Scheidt: „Die Eicherscheider bauen beim Dorfauto vor allem auf den starken Zusammenhalt im Dorf. Denn dadurch konnten schon viele Gemeinschaftsprojekte realisiert werden“. So konnten auch die Auszeichnung als Golddorf im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2007 und der „Europäische Dorferneuerungspreis für ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“ 2010 erreicht werden. Für die Pilotphase bis Anfang 2015 stellt die EWV Energie- und Wasser-Versorgung Stolberg das Auto für Eicherscheid zur Verfügung.

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