Konzen - Doku-Film und Ratespiel wecken Erinnerungen

Doku-Film und Ratespiel wecken Erinnerungen

Von: rpa
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Konzen. Wer ist das? Besser: Wer war das? Die „Konzener Gesichter” brachten Spannung und Bewegung in die Jahresversammlung des Heimatvereins. Sie weckten Erinnerungen an Menschen, die vor Generationen zur Konzener Dorfgemeinschaft gehörten.

Ein kleiner Doku-Film von Manfred Huppertz, Vorsitzender des Heimatvereins, zeigte Bilder und Menschen aus den „letzten Tagen” des Konsum. Schließlich interviewte Alt-Bürgermeister Theo Steinröx als 2. Vorsitzender des Vereins in der neuen Reihe „Zeitzeugen” Franz Huppertz vom Sägewerk Gebrüder Huppertz über die Aufbaujahre nach dem Krieg in Konzen. Spannend wurde es dann bei „Dalli Klick” - dem Ratespiel von Udo Schmitz - mit Bildern aus Konzen nach der einstigen Fernseh-Sendung „Dalli-Dalli”.

Der Saal von Achim und Elke war am frühen Sonntagabend rappelvoll, ein klares Zeichen dafür: Der Heimatverein Konzen ist tief in der Konzener Bevölkerung verwurzelt, er schafft es immer wieder mit seinen Themen und Terminen viele Bürger zu interessieren und zu faszinieren.

Zunächst aber standen die Regularien des Heimatvereins auf der Tagesordnung. Dazu gehörte nach dem Grußwort des Vorsitzenden Manfred Huppertz der Geschäftsbericht von Udo Schmitz. Der Heimatverein Konzen zählt derzeit 232 Mitglieder: 199 Erwachsene und 33 Kinder. Zum Vereinsgeschehen gehörten der Ausflug (gemeinsam mit der VdK-Ortsgruppe Konzen) nach St. Vith und das 12. Treffen der „Ü 90” Mitte Dezember.

In Konzen leben heute 12 Bürger über 90 Jahre, acht von ihnen waren zum „Ü-90-Treffen” gekommen. Ein besonderes Ereignis des Vereins war der 2. Kindertag zum Thema „Was liegt hinterm Hinterdorf”. Der Heimatverein ist stolz auf seine Kinder- und Jugendarbeit, die auch von Ortsvorsteher Matthias Steffens in einem kurzen Grußwort gelobt wurde: Es sei wichtig, Kindern und Jugendlichen Geschichte und Geschichten des Dorfes zu vermitteln, und da leiste der Heimatverein gute Arbeit.

Für den 29. Mai plant der Heimatverein seinen dritten Kindertag, das Thema dazu erläuterte Sabine Jacobs, die sich gemeinsam mit Marlene Kreitz und Renate Huppertz um die Kinder und das Programm kümmert, das Thema diesmal: Leben an der Grenze. Dabei wird es, so Sabine Jacobs, um alte Wege, den Schmuggel und die Grenzsituation damals und heute gehen. Ein weiteres Thema auf dem Kindertag: die Mahd und alles, was dazu gehört - wie einst die Heuböcke.

Eine starke Seite des Heimatvereins ist die „Internet-Seite”, die im Monat rund 10.000 Klick hat, wie Manfred Huppertz stolz berichtete. Auf seiner Homepage veröffentlicht der Heimatverein Fotoalben mit Bildern von Menschen aus Konzen, er informiert über Termine und Aktivitäten und bietet dort Film-Dokumentationen an über Konzen aus den Jahren 1970/71, über Leute aus den Jahren 1976/77 und anderes mehr.

Der Heimatverein wird 2012 25 Jahre alt: Gegründet wurde der Verein im Jahr 1987 als „Verein zur Pflege kultureller und dorfgeschichtlicher Zwecke” im Zusammenhang mit der 1100-Jahrefeier 1988. Das Projekt damals vor allem: die Herausgabe des großen Buches „1100 Jahre Konzen”. Vor Tagen, so berichtete Vorsitzender Manfred Huppertz, sind die beiden letzten Exemplare des Konzener Geschichtsbuches verkauft worden.

Die Bilder unter dem Titel „Konzener Gesichter” im zweiten Teil der Jahresversammlung fanden großes und lebhaftes Interesse. Sie weckten Erinnerungen an Menschen und Ereignisse aus jener Zeit. Gezeigt wurden Fotos aus den 70er-Jahren, Themen waren vor allem das Pfarrleben und die Geburtstage von älteren Leuten damals. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Rosa Huppertz, einst Gemeindeschwester in Konzen.

Der Heimatverein präsentierte an diesem Abend eine neue Reihe. Spurensuche. Im Gespräch mit Theo Steinröx erzählte Franz Huppertz vom Sägewerk Huppertz, im Volksmund Hardt-Matthes-Franz genannt, über den Aufbau der zerstörten Kirche, über das aufhängen der Glocken über die Selbstversorgung nach dem Krieg durch die Landwirtschaft.
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