Simmerath - Diskussion über Wohnraum, Zuwachs und Investoren

Diskussion über Wohnraum, Zuwachs und Investoren

Von: ale
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Helmut Brandt MdB (Mitte) besu
Helmut Brandt MdB (Mitte) besuchte die Parteifreunde in Simmerath. Unser Bild zeigt (v. li.) Josef Mohren, Karl-Heinz Hermanns, Stefan Haas, Stephan Braun, Helmut Brandt, Günter Kaulen, Bernd Goffart, Hans-Josef Hilsenbeck und Manfred Prommenschenkel. Foto: Anneliese Lauscher

Simmerath. Noch leuchten die „I-Walls” nicht in Simmerath, doch haben sie schon für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Auch die Mitglieder des CDU-Ortsverbands Simmerath, die sich am Donnerstag im Hotel „Zur Post” trafen, befassten sich mit der Thematik.

Stefan Haas, Simmeraths Ortsvorsteher und Ratsmitglied, hält die geplanten I-Walls für eine tolle Sache. Von den zwei mal drei Meter großen Tafeln („im Prinzip eine beleuchtete Litfasssäule”, so Stefan Haas) sind fünf oder sechs geplant, auch in Kesternich und Lammersdorf soll ein Standort sein.

Sie sollen für Simmerather Geschäfte und Vereinsveranstaltungen werben, nachts werden sie ausgeschaltet. „Wenn man sich die Hauptstraße ansieht, wird man feststellen, dass sich ihr Bild sehr verändert hat”, so Stefan Haas. „Wir werden immer mehr solcher Bauten wie im Kraremann-Karree bekommen. Simmerath kann sich dem Fortschritt nicht entziehen.”

Lieber in Simmerath als in Berlin

Er trat einigen Gerüchten entgegen: „Ich höre immer wieder, wir hätten in Simmerath zwei oder drei Investoren, die den Ort umkrempeln. Es sind mindestens zwei Hände voll. Mir ist lieber, dass die in Simmerath investieren als in Köln oder Berlin.”

Bernd Goffart, der dem CDU-Gemeindeverband vorsteht, stimmte ihm zu: „Wir brauchen Wohnraum, wir brauchen Zuwachs, wir brauchen Investoren. Wir sind froh, dass hier in Simmerath investiert wird.” Und der Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns, bedankte sich ausdrücklich bei Gewerbetreibenden, die viel Geld in die Hand nehmen: „Jeder, der in Simmerath sinnvoll in Wohn- und Arbeitsplätze investieren will, ist herzlich willkommen.”

Zum Thema „I-Walls” erläuterte er, die Standorte seien noch nicht festgelegt, und das Genehmigungsverfahren laufe noch. Er hält sie für eine Möglichkeit der effizienten Werbung.

Aus der Ratsarbeit informierte Stefan Haas, er hob einige Projekte heraus, die realisiert werden können: Die neue Schwimmhalle kann spätestens im September eröffnet werden; in der Fuggerstraße soll aus dem Spielplatz ein Generationenplatz werden.

Den Beschwerden einiger Familien aus der Heidbüchelstraße über zu schnell fahrende, gigantisch große Traktoren sei nachgegangen worden. Erstens würden Poller zur optischen Begrenzung aufgestellt und zweitens habe Josef Mohren mit den Landwirten gesprochen, die sich einsichtig gezeigt haben und versuchen werden, diese Straße nach Möglichkeit zu meiden.

Straße wird verbreitert

Seit der Kennzeichnung von Parktaschen auf dem Rathausparkplatz seien die Beschädigungen an Lampen und Fahrzeugen deutlich zurückgegangen, berichtete Stefan Haas.

Einige Projekte müssten geteilt oder verschoben werden, erläuterte er; es sei ja bekannt, dass der Haushalt der Gemeinde nicht viel Handlungsspielraum lasse. Hierzu ergänzte Bürgermeister Hermanns, es sei eine Verbreiterung der Einbahnstraße neben der Hauptstraße (Kirchplatz) geplant, 10.000 Euro seien für die Planung veranschlagt, für den Bau im Jahre 2013 dann 90.000 Euro.

Bezüglich der überraschend anstehenden Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen und dem kurzen Wahlkampf äußerte sich Bernd Goffart: „Unsere Aufgabe wird es sein, dafür zu sorgen, dass wir so viel Stimmen wie möglich bekommen. Was Frau Kraft erreicht hat, das beruht auf Schulden. Es sind zwar Mittel für die Kommunen umverteilt worden, aber wir in Simmerath bekommen weniger als vorher; denn die Umverteilung begünstigt die SPD-Hochburgen im Ruhrgebiet.”

Zur eigenen Haushaltsituation meinte er: „Wir haben es geschafft, den Nothaushalt zu vermeiden. Wir und Baesweiler! Das sind die einzigen Kommunen in der Städteregion, denen das gelungen ist. Das kann nicht sein!”

Er wies auf die Mitgliederversammlung des Gemeindeverbands am 24. März um 14 Uhr in Steckenborn im Saal Stollenwerk hin, auf der die Vertreter für die Vertreterversammlung zur Aufstellung des Landtagskandidaten gewählt werden.
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