Diskussion über Ortsumgehung Kesternich: Umsetzung liegt auf Eis

Von: ale
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Ein Dauerbrenner: Die Ortsumge
Ein Dauerbrenner: Die Ortsumgehung Kesternich. Im Straßenbedarfsplan des Landes NRW ist sie in den nachrangigen Bedarf eingestuft worden. Foto: Archiv/Peter Stollenwerk

Simmerath. Einmal mehr wurde über die Ortsumgehung Kesternich diskutiert: Ein Sachstandsbericht lag am Donnerstag dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath vor.

Im Straßenbedarfsplan des Landes NRW ist die Ortsumgehung Kesternich in den nachrangigen Bedarf eingestuft worden; dies bedeutet, dass vorerst daraus nichts werden kann. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat im Juli den neuen Landesminister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Michael Groschek, angeschrieben und ihn zu einem Besuch nach Simmerath eingeladen, auch, um diese Angelegenheit zu besprechen. Ihm wurde mitgeteilt, dass „die Planung ruht, bis wieder Kapazitäten frei sind”.

Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) betonte, ihre Partei wolle nicht, dass der Plan weiter verfolgt wird. Sie gibt der Realisierung so gut wie keine Chance und weist darauf hin, dass man sich zurzeit sperre, überhaupt andere Lösungen zu suchen. Marc Topp (SPD) stellte den Antrag, den Bürgermeister zu beauftragen, die Parteien in Kesternich an einen Tisch zu bringen, damit ein Konsens erzielt werde. Daraufhin wurde Ulrich Offermann, der Ortsvorsteher von Kesternich, deutlich: „Nie wird einer, dem die Autos drei Meter vor dem Fenster vorbei fahren, nein zur Umgehung sagen. Und nie wird einer ja dazu sagen, der eine Umgehungsstraße direkt neben seinem Grundstück dulden soll.”

Der Ausschuss einigte sich mehrheitlich, die Verwaltung zu beauftragen, vor Fortschreibung des Verkehrswegeplanes Gespräche zu führen, damit die Ortsumgehung Kesternich positiv bewertet wird.

Der Wohnmobilparkplatz in Rurberg soll erweitert werden, neun neue Stellplätze mit Stromanschluss für den ganzen Platz sind anvisiert. Man verspricht sich höhere Einnahmen durch eine stärkere Frequentierung. Ursula Harth (CDU) hält die Maßnahme für dringend erforderlich: „Sie müssen an Wochenenden mal gucken kommen, das ist manchmal eine Katastrophe!” Der Ausschuss beschloss, Fördermöglichkeiten ausfindig zu machen und den Rat zu beauftragen, über diese Maßnahme (Kosten circa 100.000 Euro) im Rahmen der Haushaltsplanungen für das Jahr 2013 abschließend zu beraten.

Eine „Abkürzung” für schlaue Autofahrer wird es in Kesternich demnächst nicht mehr geben. Ulrich Offermann erläuterte, dass nicht wenige Ortskundige den Weg über die Hauptkreuzung mit Ampel scheuen, deshalb in der Maarstraße geradeaus weiterfahren in den Wirtschaftsweg, um von dort aus auf die Straucher Straße zu kommen. Besonders seit dieser Wirtschaftsweg baulich verbessert wurde, ist die Abkürzung noch beliebter geworden. Dies bedeutet für die Anwohner der Maarstraße eine arge Belästigung. Damit ist jetzt Schluss. Der Ausschuss beschloss, dass „möglichst kurzfristig” Absperrpfosten beschafft und montiert werden sollen.
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