Dinner für Spinner in Monschau

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Bei der Aufführung des Grenzl
Bei der Aufführung des Grenzlandtheaters lädt Pierre Brochant (links) wöchentlich zum „Dinner für Spinner” ein,

Monschau. „Es tut richtig weh, Sie so zu sehen. Sie schauen aus wie ein Pferd, das eine Hürde verfehlt hat. Auf der Rennbahn kriegten Sie jetzt den Gnadenschuss.” Solche oder ähnlich humorvolle Sätze bekommen die Zuschauer der Komödie „Dinner für Spinner” zu Gehör.

Das Stück von Francis Veber wird zur Zeit vom Grenzlandtheater Aachen aufgeführt. Am Sonntag, den 10. Juli, findet um 20 Uhr eine Vorstellung in der Aula des St.-Michael-Gymnasiums in Monschau statt.

Thematisch handelt das Theaterstück vom Verleger Pierre Brochant, der zusammen mit seinen Freunden allwöchentlilch ein „Dinner für Spinner” veranstaltet. Zu diesem bringt jeder der Teilnehmer abwechselnd einen sorgfältig ausgewählten Gast mit, welcher ein absoluter Volltrottel sein soll. Zum Amüsement der anderen Gäste wird dieser anschließend zum „Spinner des Abends” gekürt.

Folglich wählt Pierre den Finanzbeamten François Pignon aus, der in seiner Freizeit ein passionierter Zündholz-Modellbauer ist. Als Pierre sich einen Hexenschuss einfängt, scheint der Abend ins Wasser zu fallen. Doch Pignon lässt sich nicht so leicht abwimmeln und verursacht, obwohl er Pierre in seiner Gutmütigkeit eigentlich nur helfen will, ein folgenschweres Chaos. Dadurch werden Pierres Nerven exzessiv strapaziert, sodass sich die Frage stellt, wer denn nun der wirkliche Spinner ist.

Französischer Schriftsteller

Francis Veber entstammt einer Familie, die zusammen mit ihm 15 Schriftsteller beherbergt. Nach einem Studium in Paris beschäftigte er sich mit der Medizin, da sein Vater nicht wollte, dass er ebenfalls Schriftsteller würde. Schließlich bemerkte Francis Veber, dass dies nicht seine Berufung war und widmete sich der Geologie, Mineralogie und Kristallographie.

Durch die Mitarbeit beim Rundfunk wurde ihm schließlich sein eigentliches Schicksal als Schriftsteller bewusst. Folglich verfasste er sein erstes Bühnenstück „LEnlèvement”, welches 1968 uraufgeführt wurde. Es folgte das Stück „Der Kontrakt”. Sein Werk „Dinner für Spinner” wurde 1993 in Paris erstmals gezeigt.

Das Grenzlandtheater führt das Stück unter Regie von Frank Voß auf, welcher als Schauspieler tätig ist und in der vergangenen Spielzeit mit „Maria Stuart” sein Regiedebüt gab. Zur Besetzung gehören Marie-Louise Gutteck, Peter Anders, Karl-Heinz Dickmann, André Ebert, Axel Gottschick und Thomas Krause. Für Bühne und Kostüme ist Manfred Schneider verantwortlich, der am Grenzlandtheater schon die Produktionen „Maria Stuart” und „Frau Müller muss weg” und Jude” ausstattete.

Eintrittskarten für die Vostellung im St.-Michael-Gymnasium sind beim Kulturamt der Stadt Monschau im Zimmer 114 für 16 Euro bzw. 12 Euro für ermäßigte Karten erhältlich.
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