Eicherscheid - Dieser Lauf ist längst kein Geheimtip mehr

Dieser Lauf ist längst kein Geheimtip mehr

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
Als Doppelsieger ging Asad Zak
Als Doppelsieger ging Asad Zaki (Zweiter von links) aus Kohlscheid in die Annalen des Eicherscheider Volkslaufes ein. Es gratulierten: (von links) Rolf Schubert, Alexander Mlynski-Wiese und Kreis-Volkslaufwart Karl - Heinz Plum.

Eicherscheid. Endlich ein Nordeifeler Sommersportfest, das diesen Namen verdient! Bei optimalen Temperaturen um die 20 Grad und milder Sonne gedieh der 35. Internationale Eicherscheider Volkslauf mit Halbmarathon am Samstag einmal mehr zum Erfolg auf breiter Basis.

In neun Disziplinen gingen rund 320 Leichtathleten an den Start, davon 96 auf der Halbmarathon-Distanz.

Hier siegte, wie bereits im Vorjahr, Asad Zaki vom Sportpark Kohlscheid, nun in der phantastischen Zeit von 1.23.58 Stunden. Der 42-jährige Tennislehrer erreichte die Ziellinie auf dem Sportplatz des ausrichtenden SV Germania eine knappe Minute vor dem Dürener Rolf Schubert (1.24.50) und dem besten Nordeifeler, Alexander Mlynski-Wiese vom TV Roetgen (1.26.00).

5000 Meter zum Aufwärmen

Zaki hatte bereits nach der Hälfte des Rennens für fachkundige Beobachter uneinholbar vor seinen Verfolgern gelegen und gab die Spitzenposition nicht mehr ab. Der Doppelsieger hatte zuvor, quasi zum Aufwärmen, bereits den Lauf über 5000 Meter (87 Teilnehmer) in der Zeit von 18.25 Minuten gewonnen. Damit lag er vier Sekunden vor Udo Krüger (Dürwiss) und Holger Lengersdorf (TV Huchem-Stammeln, 18.46)

Bei den Frauen triumphierte im Hauptlauf über 21 Kilometer die Eicherscheider Lokalmatadorin und Ultraläuferin Marion Braun. In einer konkurrenzlosen Zeit von 1.36.43 Stunden verwies sie ihre energischsten Rivalinnen, Erika Schoofs (TSV Weeze, 1.40.25) und Meike Feltens (Grotenrath, 1.42.00), auf die Plätze. Ihre Eicherscheider Mannschaftskameradin Claudia Schwan tat es Marion Braun über fünf Kilometer ihrerseits nach; Schwan schaffte dieses mittlere Pensum in 22 Minuten und damit fast 50 Sekunden rascher als Helene Kohlen aus Dürwiss und Robin Gorrebeek (AC Olse, 23.47).

Werker siegt über zehn Kilometer

Den Zehn-Kilometer-Lauf (90 Starter) beendete der klare Sieger des jüngsten Kalltal-Laufes, Markus Werker aus Konzen, als Schnellster (33.17 Minuten). Der 26-Jährige ließ damit Siegfried Kriescher (Leverkusen) um mehr als eine Minute hinter sich. Rang drei eroberte Christof Leisner aus Aachen (35.47). In der Damenwertung über zehn Kilometer lag Barbara Hildebrand (Team Aachener Engel, 43.34 Minuten) in Front vor Monika Alertz (Regio IT, fünf Minuten später) und dem bewährten Eifelass Birgit Kaiser aus Schmidt (49.22).

Die Liste der Besten in den einzelnen Wettbewerben: Über 300 Meter siegte bei den Mädchen Zoe Jansen aus Schmidt (1.04 Minuten), bei den Jungen in dieser Gruppe Sebastian Polis (TV Roetgen, 1.02). Schülerinnen über 600 Meter: 1. Robin Gorrebeeck (Olse AC, 2 Minuten), Schüler 600 Meter: Sieger Jimmy Gorrebeeck (Olse AC, 1.54). Den Wettkampf über 1500 Meter entschied Patrick Jakobs aus Höfen in der Zeit von 4.59 Minuten für sich, gefolgt von der Eupenrin Lorena Röhl und Jan Henrik Pfeifer (Obermaubach).

Die von Sportlern der gesamten Euregio so geschätzte Laufveranstaltung in Eicherscheid ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein „Musstermin” und Klassiker für Aktive wie Wanderer und Naturfreunde. Sie spendeten dem 60-köpfigen Organisationsteam um Günter Scheidt höchstes Lob: „Perfekt! Einfach fantastisch in Streckwahl und Betreuung!” (Andrea Wilden, Simmerath ). „Die reizvollste Route, die man sich in der Nordeifel nur denken kann!” (Gerd Roder, Mützenich).

Die Strecke führte die Sportler zu den malerischsten Flecken des Bundesgolddorfes mit seiner einzigartigen Buchenheckenlandschaft. Der ausrichtende SV Germania hatte eine 60 -köpfige Helfermannschaft aufgeboten, die einmal mehr für eine logistische Meisterleistung sorgte, Einsatz der DRK-Ortsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr inklusive.

Mit 83 noch dabei

Die Läufe waren deshalb für anspruchsvolle Athleten besonders anziehend, weil sie für den den Rur-Eifel-Cup gewertet wurden. Das Spektakel stand unter der Schirmherrschaft des Simmerather Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns, vertreten durch Bernd Goffart. Helga Miketta war mit 71 die älteste Teilnehmerin, bei den Männern war es der 83-jährige Paul Defays. Früh übt sich? Linus Schneider, mit zwei Jahren dem Babyspeck gerade entwachsen, schnupperte bereits Volkslaufatmosphäre. Und natürlich durfte Peter Borsdorff aus Düren nicht fehlen. Der Mann mit der Sammelbüchse ist auf Laufveranstaltungen immer wieder für den Guten Zweck unterwegs. Allein in diesem Jahr sammelte er bei Laufveranstaltungen 40.300 Euro.
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