Konzen - Die Zuhörer sind gerührt und der Dirigent ist auf einmal völlig baff

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Die Zuhörer sind gerührt und der Dirigent ist auf einmal völlig baff

Von: nap
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Nach zehn Jahren legt Otto Völl seinen Dirigentenstab beim Konzener Mandolinenorchester nieder. Am Sonntagnachmittag verabschiedete sich der beliebte Dirigent beim Adventskonzert in der Pfarrkirche. Foto: N. Palm

Konzen. Mit einem sehr emotionalen Konzert stimmte das Mandolinenorchester Konzen jetzt in der Konzener Pfarrkirche seine gespannten Zuhörer auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit ein. Für Dirigent Otto Völl und seine Musikerinnen war dies zusätzlich ein ganz besonderer musikalischer Nachmittag, denn Otto Völl hielt zum letzten Mal den Dirigentenstab des Konzener Mandolinenorchesters in der Hand.

Zehn Jahre hatte Völl das Mandolinenorchester geleitet. „Du hast es geschafft, in einem weiblichen Verein fast immer die Oberhand zu bewahren“, sagte die Erste Vorsitzende, Claudia Cremer, scherzhaft. Nicht zuletzt seine Zielstrebigkeit, sein Herzblut für die Zupfmusik und die gemeinsame Freude am Musizieren trieben das Orchester immer wieder zu Höchstleistungen an.

Auch am Sonntagnachmittag kamen die Konzertgäste wieder in den Genuss der musikalischen Vielfalt des Mandolinenorchesters, denn Otto Völl hatte ein breit gefächertes Programm zusammengestellt. Mit dem „Festlichen Auftakt“ wurde der Konzertnachmittag eröffnet. Die Erste Vorsitzende freute sich, dass „so viele Besucher trotz des Wetters oder aber auch aufgrund des Wetters den Weg zu uns gefunden haben“.

In die anspruchsvolle „Sonata VI – A grand orchestre“, bestehend aus drei Sätzen, hatte das Orchester besonders intensive Probearbeit gesteckt. Zwei professionelle Dozenten der Zupfmusik gaben den Konzenerinnen auf einem Workshop Tipps, und diese machten sich am Sonntagnachmittag deutlich bemerkbar. Mit einer beeindruckenden Leichtigkeit flitzten die Finger der Mandolinen-Spielerinnen über die Saiten ihrer Instrumente. Für diese Glanzleistung wurden die Akteurinnen und ihr Dirigent mit riesigem Beifall belohnt.

Besucher und Solistin singen

Mit Gesangssolistin Verna Schipke hat das Konzener Mandolinenorchester seinen Zuhörern bereits einige schöne Konzertstunden bereitet. Beim „Abendsegen aus der Oper Hänsel und Gretel“ kamen Kindheitserinnerungen hoch. Die Stimme der Solistin und die sanften Klänge des Orchesters gingen hierbei einigen Zuhörern zu Herzen. Amerikanisch wurde es beim Kassenschlager „Jingle Bells“, ehe es bei der Titelmusik der erfolgreichen Serie „Game of Thrones“ mit mystischen Klängen weiterging.

Dass Gospelgesang und Zupfmusik bestens harmonieren, bewiesen die Akteurinnen mit dem Stück „A Clare Benediction“, bei dem sich Verna Schipkes Gesang wie eine Hülle um das Orchester legte. Auch die Konzertbesucher durften bei „Leise rieselt der Schnee“, „Macht hoch die Tür“ sowie „Tochter Zion“ ihre Stimmen erklingen lassen.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase? Auch das Konzener Mandolinenorchester intonierte das fröhliche „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ und die Zuschauer wippten im Takt mit. Mit dem „Vespergesang“ und dem „Weihnachts-Wiegenlied“ präsentierte Solistin Verna Schipke mit den Zupfmusikerinnen geistliche Töne, ehe eine Fantasie über das wohl weltweit bekannteste Weihnachtslied den Raum der Konzener Pfarrkirche erfüllte.

„Wenn die „Stille Nacht“ erklingt, weiß jeder, dass Weihnachten nicht mehr weit ist“, kündigte Claudia Cremer das Weihnachtslied an, welches immer wieder für Gänsehautstimmung sorgt. Mit einem „Weihnachtslieder-Potpourri“, bestehend aus den Stücken „Es ist ein Ros entsprungen“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „O du fröhliche“, verabschiedete sich das Orchester von seinen Zuhörern.

Treue Adventskonzert-Besucher erwarteten nun die bewährte Zugabe „Petersburger Schlittenfahrt“, und auch Dirigent Otto Völl hatte bereits seine Partitur auf sein Notenpult gelegt. Doch als er anzählte und niemand einsetzte, zeigte sich der scheidende Dirigent verblüfft. Spätestens als die Zweite Dirigentin, Cornelia Kirch, um seinen Dirigentenstab bat, wusste Otto Völl, dass seine Musikerinnen eine Überraschung für ihn bereithielten.

Mit Whitney Houstons Hymne „One Moment in Time“ bedankte sich „Otto Völls Hühnerhaufen“ für zehn tolle Jahre. Damit bereiteten die Musikerinnen ihrem scheidenden Dirigenten einen gebührenden Abschied, der auch einige Zuhörer sichtlich berührte. Otto Völl ließ es sich anschließend nicht nehmen, mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ einen gelungen Schlusspunkt für dieses abwechslungsreiche Konzert zu setzen.

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