Lammersdorf - Die Weihnachtsgeschichte anders erzählt

Die Weihnachtsgeschichte anders erzählt

Von: Manfred Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Sie erzählten eine „etwas andere Weihnachtsgeschichte“: In der Lammersdorfer Pfarrkirche gaben die Solisten Hendrik Löhne, Gabi Roßkamp, Gabriele Scheidweiler-Pleines und Ingo Pleines (v. li.) den Ton an. Foto: Schmitz

Lammersdorf. Die Wurzeln der vertonten Weihnachtsgeschichte vom dramatischen Geschehen der stillen Nacht im Stall zu Bethlehem ruhen seit dem unsterblichen Text- und Musiker-Duo Mohr/Gruber aus dem Salzburger Land untrennbar im deutschsprachigen Raum. Doch unzählige seither global entstandene Lieder, Kompositionen und Bühnenstücke aller denkbaren Variationen künden davon.

Überlieferungen von Jesu Geburt sind längst Kulturgut aller Völker und Nationen. Kolportiert und modifiziert von Generation zu Generation und Landsmannschaft. Und so erzählten die Mitwirkenden eines beeindruckenden Sonntagskonzertes zur anheimelnden Dämmerstunde „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“.

Erinnerungen an die Kindheit

Die besinnliche Stunde, die Lammersdorfer Pfarrkirche Sankt Johannes war dazu fast voll besetzt, wurde von und mit den Chören „Young Selection“, Canzona Vokale, dem Nachwuchsensemble „Rotkehlchen“ und dem Lammersorfer Kirchenchor liebens- und erlebenswert gestaltet.

Dessen Vorsitzender, Hans Roßkamp, moderierte das inhaltsreiche Programm. Gerd Skropke schlüpfte auf den Altarstufen in die Rolle des Erzählers: „Der Rummel der Vorweihnachtszeit ist vorbei! Grund genug, gute Chormusik zu hören, zu der unbedingt auch die Orgel beiträgt. Hier gibt es Livemusik, keine Konserve. Zeit und Raum, in Muße abzuschalten, Erinnerungen an die Kindheit zu Advent wachzurufen.“

Da war die geniale Umsetzung des Jahrtausendwerkes „Tochter Zion“ durch die Choristen kein Zufall, sondern Teil des unterbreiteten Konzeptes. Es wurde von den Besuchern gern akzeptiert. Die „Königin der Instrumente“ erfüllte die Kirche mit himmlischem Gebraus. Wahl-Engländer Georg F. Händel befand sich in bester Gesellschaft seiner Landsleute. So trafen die gemischten Nordeifeler Ensembles mit modernen Versionen der Christfestereignisse nach Noten, angelsächsischer Zunge und durch Covern internationaler Interpreten und deren Welthits („Jingle Bells“, „Rentier Rudi“) durchaus den Geschmack des Auditoriums Anno 2015.

Die „besinnliche Stunde“, so der Wunsch der künstlerischen Veranstalter, sollte die Lauschenden animieren, bei Glockengeläute und instrumentalem Klang der Flöten, nicht zuletzt dank Ohrenschmaus herrlicher Stimmen, über Ursprung und Bedeutung des zweithöchsten Festes der Christenheit nachzudenken und die Bedeutung für die globale Bevölkerung unserer Tage erneuernd zu ergründen.

Der Traum vom Frieden

Der Traum vom Frieden auf Erden – heute rund um den Erdball geträumt wie vor 2000 Jahren – aber immer noch bloß ein Wunschtraum! Und doch: ein Gefühl wie Weihnachten!

Strahlende Kinderaugen des gemischten Vorschulquintetts „Rotkehlchen“. Ovationen und Bravorufe für die Jungen und Mädchen für ihren unbekümmerten Auftritt mit dem herbeigesehnten „Schneeflöckchen“. Doch neben temperamentvollen Rhythmen wie „Merry Christmas“ auch getragene urdeutsche Weisen, die Mischung macht‘s: „O du fröhliche“ und die unverzichtbare „Stille Nacht“ krönten die Darbietungen. Sie hatten den Charakter eines Singspiels, das vielfältig Gottes frohe Botschaft verkündete. Etwas anders als gewohnt. Doch: Gott spricht alle Sprachen!

Als Solisten bereicherten das originell andere Konzert: Hendrik Löhne (Tenor), Ingo Pleines (Sänger und Flötist), Dirigentin Gabriele Scheidweiler-Pleines, Gabi Roßkamp (Sopran) und Lea Pleines.

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