Die Vielfalt der Kunst in exklusiver Lage

Von: Peter Stollenwerk
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In Anwesenheit zweier Künstler und Bürgermeisterin Margareta Ritter (Mitte) freute sich das Ehepaar Manfred und Carla Beumers über die gelungene Ausstellung „Pintura Catalana” in ihrer Galerie im Monschauer Tuchschererhaus. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Die Kunst hat seit einem halben Jahr in der Altstadt Monschau einen weiteren Stammplatz gefunden. In absolut zentraler Lage, zwischen Rotem Haus und evangelischer Pfarrkirche, liegt das altehrwürdige Tuchschererhaus, dessen hohe Eingangstüren jetzt ständig offen stehen und die Besucher der Stadt zu einem Abstecher einladen

Schon beim Betreten des steil noch oben ragenden Gebäudes am Zusammenfluss von Laufenbach und Rur erlebt der neugierige Gast die erste Überraschung. Die sanft geschwungene Innenarchitektur allein ist schon einen Besuch wert, und den Einheimischen wird höchste Phantasie abverlangt, wenn sie sich daran erinnern wollen, dass hier einmal das alte Kino untergebracht war. Im dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, das in der Tuchmacherzeit zum Roten Haus gehörte, ist nun der neue Treffpunkt der Kunstfreunde.

Der Aachener Künstler und Galerist Manfred Beumers hat hier mit Ehefrau Carla seit November 2009 mit bereits einem halben Dutzend Ausstellungen bemerkenswerte Akzente in der Vielfalt künstlerischen Schaffens gesetzt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die jüngste Ausstellung „Pintura Catalana”, die jetzt eröffnet wurde. Acht spanische Künstler aus dem Raum Madrid/Barcelona, die auch in der gleichnamigen Gruppe zusammengeschlossen sind, zeigen hier eine Auswahl ihrer Werke. Manfred Beumers unterhält beste Kontakte zu den Künstlern, deren zwei sogar eigens zur Monschauer Ausstellung anreisten.

Die Motive, ob realistisch oder impressionistisch, ob Landschaften oder Stadtansichten, ob Porträts oder Stillleben, vermitteln dem Betrachter unmittelbar das Gefühl, sich mitten in Katalonien zu befinden. Die Lebensart und die Landschaften an der Mittelmeerküste werden in kräftigen Farben ausdrucksstark wiedergegeben. Die acht in Monschau vertretenen Künstler (Joaquim Hidalgo, Joan Raset, Jordo Rollan, Josep Cruanas, Benet Sarsannedas, Emilia Castaneda, Jose Luis Fuentetaja und Antoni Blanco Grane) sind in ihrer Heimat bekannte Maler und könnten allesamt auf auf eine Vielzahl internationaler Ausstellungen verweisen.

Anlässlich der Vernissage am 1. Mai freuten sich Manfred und Carla Beumers ganz besonders auch über die Anwesenheit von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die angesichts der Ausstellung bemerkte, dass Monschau sich damit von „einer sehr schönen Seite” zeigen könne. Sie erinnerte an die Bedeutung Monschaus als Ort der Kunst und hier besonders an an die 70er Jahre, als die Stadt mit ihren Kunstaktionen im Straßenraum in aller Munde war. Die Ausstellung und Anwesenheit der spanischen Künstler bezeichnete sie als eine „große Ehre” und hoffte, dass das Tuchschererhaus als Haus Kunst zum einem festen Bestandteil des Kulturerlebens der Altstadt Monschau werde.

Die Voraussetzungen für eine gute Partnerschaft mit Monschau sind hervorragend, nachdem das Ehepaar Beumers das Haus erworben hat in den oberen Etagen jetzt auch seinen Wohnsitz hat. „Wir verspürten schon länger den Wunsch, nach Monschau zu gehen, erzählt Manfred Beumers, der sich auch immer als Kunstvermittler gesehen hat. Der Durchbruch vollzog sich anlässlich einer parallel zur Klassik stattfindenden Ausstellung im Aukloster, wo Manfred Beumers mit der Präsentation seinen federleichten, fröhlichen, virtuosen und atmosphärisch dichten Aquarellen einen großen Erfolg erzielte, was für einen Galeristen selbstredend auch bedeutet, dass er mit dem Verkauf zufrieden war.

Als die Stadt ihm dann das Tuchschererhaus als feste Bleibe anbot, musste Beumers nicht lange überlegen: „Das wäre etwas,” sagte er sich. Die exklusive Lage, die sich bietenden Möglichkeiten der Entfaltung, um im Herzen der Altstadt viele Menschen zu erreichen, festigten den Entschluss des 52-Jährigen neben der Hauptgalerie in Aachener Jakobstraße die Monschauer Kunstfiliale zu eröffnen.

Auf ein über Jahre 40 Jahre währendes künstlerisches Schaffen kann Manfred Beumers, der an Werkkunstschule Aachen und der Kunstakademie studierte, inzwischen zurückblicken. In Monschau hat nun eine neue wichtige Etappe begonnen ganz Sinne der Lebensphilosophie des Ehepaares Beumers: „Die Malerei ist unser Leben.”
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