Monschau - Die verstörten Besucher in die Hölle eingeladen

Die verstörten Besucher in die Hölle eingeladen

Von: Egl
Letzte Aktualisierung:
8805035.jpg
Erhielt einen Sonderpreis für Originalität: Familie Dick vom Schaufenberg mit ihrer „Uli H.“-Inszenierung für Halloween. Foto: H. Egerland

Monschau. Das „Happy Halloween“ in Monschau endete mit einer Siegerehrung auf dem Marktplatz, mit der sich die Monschau-Touristik bei engagierten Einwohnern der Altstadt für die herrlich geschmückten Häuser bedankte.

Barbara Frohnhoff von der Monschau-Touristik weiß genau: Das ganze vielfältige Rahmenprogramm auf dem Marktplatz sowie die „Geisterführungen“ – all das wäre nur halb so schön schaurig, wenn die Altstadt für diese Veranstaltung nicht so liebevoll geschmückt worden wäre. Da stecke viel Herzblut drin, sagt Frohnhoff.

Den ersten Preis erhielt in diesem Jahr die Familie Kals mit ihrem Gästehaus „Luise“ am oberen Mühlenberg. Rita Kals und ihre Helfer hatten das hübsche Häuschen nicht nur aufwendig geschmückt und prächtig illuminiert, sondern hatte durch ihre großartige Unterstützung den vorbeiziehenden „Geisterführungen“ einen wunderbar schrecklichen Effekt verliehen.

Auf dem Balkon stehend, hatten sie mit langen Ketten gerasselt und die verstörten Besucher „in die Hölle“ eingeladen. Kals & Co gehörten gar nicht zu den offiziellen Stationen der Führungen, und gerade diese Art der Eigeninitiative wertet das Halloween-Spektakel in Monschau so auf.

Den zweiten Platz markierte Familie Engert aus der Kirchstraße, die auch in diesem Jahr wieder zu den Top-Favoriten unter den Hausschmückern zählte. Das untere Stockwerk ihres Hauses hatten sie mit finsteren Grabsteinen dekoriert und wunderbar angeleuchtet.

Auch das Imbiss-Restaurant „Eifelstübchen“ hatte an der schön-schaurigen Stimmung im Bereich des Roten Hauses seinen Anteil. Liebevoll geschmückt hatten 60 Grablichter die Häuser in ein wunderbares Schauerlicht getaucht.

Den „Sonderpreis für Originalität“ erhielt auch in diesem Jahr wieder die Familie Dick vom Schaufenberg. Wieder hatten die Eltern Peter und Danja sowie die Söhne Benjamin und Florian ein aktuelles Thema aufgegriffen und böse-humorvoll in Szene gesetzt. Hatten sie im vergangenen Jahr noch den rockenden Heino dargestellt, so findet man nun in ihrem Vorgarten einen skelettartigen Sträfling in einem Bayern-Trikot hinter einem Gitter.

Ein Bewegungsmelder und ein Scheibenwischermotor sorgen dafür, dass er den Besuchern, die seinen Weg kreuzen, zuwinkt. Neben ihm steht eine Skelettfigur mit Sense und einer dicken Wurst – sie und die Aufschrift „Uli H.“ machen wohl deutlich, um welchen prominenten Sträfling es sich dabei handelt. Besucher aus den Niederlanden hatten den Sträfling eher als Arjen Robben identifiziert und sprachen die Dicks auf ihre Gartenshow an: „Habt ihr etwas gegen den FC Bayern?“ Wohl kaum: Sohn Benjamin ist bekennender Bayern-Fan.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert