Die Stunde der jungen Gitarristen im Aukloster

Letzte Aktualisierung:
14313300.jpg
Fingerfertig: Die Gitarrenspielerinnen und -spieler der Musikschule Monschau demonstrierten in verschiedenen Stilen, auf unterschiedlichen Lernstufen ihr Können und erfreuten das zahlreiche Hörerpublikum im Aukloster. Foto: Jennifer Uhlein

Monschau. Alljährlich findet der Vorspielabend der Gitarrenklassen der Musikschule Monschau im Aukloster statt. Normalerweise kurz vor den Sommerferien, wurde das Konzert dieses Jahr auf den März vorverlegt. So fanden sich bei schönstem Frühlingswetter, und damit bester Laune, die jungen Nachwuchskünstler mit ihren Familien und interessierten Zuhörern im Saal des Auklosters zusammen.

Hier konnten sie zeigen, was sie im Laufe des Jahres bei den drei Gitarrendozenten Waltraud Linzenich, Jennifer Uhlein-Jansen und dem Spezialisten für E-Gitarre, Bengt Jablonski, gelernt hatten.

Nach den Begrüßungsworten von Jennifer Uhlein-Jansen, eröffnete Kilian Koll souverän mit „Der kleine Schmetterling“ und „Das Lied vom Papagei“ das Konzert. Hier zeigte er, wie erstaunlich schnell man in so jungem Alter schon spielen kann. Im Anschluss präsentierte Janina Leibing entspannt mit „Hey Dude“, „A Little More“ und „One More Time“ die folkige Seite der Gitarre.

Dass die Gitarre auch stark in der Klassik ist, bewies anschließend das Duo Laura Schell und David Wendorff. Beide spielen schon fünf bis zehn Jahre ihr Instrument. Eine Bourree von Johann Sebastian Bach wurde von den beiden musikalisch so gut interpretiert, dass alle Feinheiten der Dynamik und des Tempos herauszuhören waren. Von der Klassik ging es weiter zum Blues: Mario Schreiber spielte ganz ohne Noten lässig seinen Blues (aus „Zeit für Träume“) von Klaus Schindler.

Spaß machte es, dem nächsten Duo, Lina Claßen und Lisa Schreiber zuzuschauen, oder besser: zuzuhören. Die beiden spielten nicht nur im Duo bei „99 Luftballons“ (Nena) und „Take Me Home“ (John Denver) Gitarre, sondern sangen auch noch dazu. Jeder, der das schon mal probiert hat, weiß, wie schwierig das ist.

Aber die beiden meisterten dies mit echter Spielfreude. Das Duo Urich-Nonhof schloss den akustischen Teil des Abends ab. Es zeigte ein weiteres Mal, wie sehr bei der musikalisch gemeinschaftlichen Arbeit Achtsamkeit und Konzentration trainiert werden, besonders bei der Interpretation von „Bruder Jakob“ als Kanon.

Nun wurde es deutlich lauter und rockiger im Aukloster, denn die E-Gitarren kamen zum Einsatz. Die Brüder Levin und Leander Klink spielten Creams „Sunshine of Your Love“ wie eine Zwei-Mann-Band mit abwechselnd rhythmus- und sologitarristischen Parts. Dasselbe galt auch für die nächste „Familien-Band“: Vater Andy Jakobs und sein Sohn Gabriel interpretierten Jimi Hendrixs „Hey Joe“ als würden sie seit Jahren nichts anderes tun. Wie musikalische Kommunikation ganz ohne Worte funktioniert, wurde hier richtig deutlich.

Nach diesem gelungenen Abschluss eines abwechslungsreichen Konzerts bedankte sich Bengt Jablonski bei den Zuhörern für das zahlreiche Erscheinen und entließ die musikalisch Interessierten in einen frühlingshaften Samstagabend.

Wer mit dem Gedanken spielt, Gitarre lernen zu wollen, egal ob akustisch oder elektrisch, ist eingeladen, Kontakt zu den Dozenten der Musikschule Monschau aufzubauen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert