Monschau - Die Segel für den Kurs auf das Berufsleben gesetzt

Die Segel für den Kurs auf das Berufsleben gesetzt

Von: wm
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Monschau. „Leinen los - auf zu neuen Ufern” hieß es am Freitagabend in der Elwin-Christoffel Realschule für die 81 Schülerinnen und Schüler der 10-er Klassen.

Die Segel sind gesetzt, und nach dem wichtigen Lebensabschnitt des Erreichens der Fachoberschulreife, den die Abschlussklassen jetzt erreicht haben, treibt sie der Wind auf zu neuen Lebensabschnitten.

Voll besetzt war die Aula der Elwin-Christoffel Realschule. Rektor Peter Groten konnte neben den strahlenden Abschlussschülern auch eine Vielzahl von Eltern und Großeltern begrüßen. Als Vertreter der drei Gemeinden Monschau, Simmerath und Roetgen hieß er die Beigeordneten Margareta Ritter und Karl Heinz Hermanns sowie den stellvertretenden Bürgermeister aus Roetgen, Frank Knur willkommen.

Viele neue Freunde gefunden

Eine lange Zeit habe man miteinander verbracht, so Groten. „Sechs Jahre gemeinsame Jahre hinterlassen Spuren”, zusammen gelacht und gepaukt habe man, „viele neue Freunde gefunden und auch manchmal über die Strenge geschlagen”, resümierte Groten.

Gerade in der letzten Woche hätten die Abschlussklassen sich nicht an Vereinbarungen gehalten und den traditionell vergnüglichen letzten Schultag in einem Desaster enden lassen.

Doch heute sei ein Grund zum Feiern. Feiern und sich freuen über das erreichte Etappenziel, aber auch darüber nachdenken, dass die neu gewonnene Freiheit Chancen wie auch Risiken berge.

Entsprechend dem Leitbild der diesjährigen Abschlussklassen verlassen die Schüler jetzt den schützenden Hafen von Schule und Elternhaus, um aufzubrechen in eine neue und zum Großteil unbekannte Welt. In diesem Zusammenhang hob Groten hervor, wie wichtig neben einem engagierten Lehrerkollegium ein sich kümmerndes Elternhaus ist.

Soziale Kompetenz

Beides sei an der Elwin-Christoffel Realschule gottlob noch vorhanden. Die Lehrerkollegen haben es verstanden, neben der reinen Wissensvermittlung auch die persönliche und soziale Kompetenz der heranwachsenden jungen Menschen zu fördern. Als Beispiele nannte er den Sponsorenlauf, den Tag für Afrika, den Kulturabend, die Schule gegen Rassismus oder das Betriebspraktikum. Und auch die Eltern sind in die schulische Ausbildung integriert. Das sei, auch bei der geplanten und ab dem kommenden Schuljahr realisierten Ganztagsbetreuung von besonderer Wichtigkeit.

Hand in Hand zu arbeiten, um für die Schüler das Beste zu erreichen, dass ist das Ziel von Lehrern und Elternschaft. Dass die Eltern sich in die Schule einbringen, zeige sich an der engagierten Pflegschaft in Person der Vorsitzenden Händler und Strang und im „coolen Frühstück”, dass einmal in der Woche von Eltern angeboten wird und aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken ist.

Der Abend stand ganz im Zeichen des Feierns. Und es spricht für die 10-er Klassen, dass sie das Programm der Abschlussfeier selbst in die Hand genommen hatten. Neben Musikvorträgen und Tanzeinlagen wurde das Programm garniert mit Sketchen der Abschlussklassen, in denen sie die vergangenen Jahre Revue passieren ließen und dabei auch die eine oder andere Anekdote zum Besten gaben.

Margareta Ritter überbrachte Grüße und Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Stellvertretend für ihre beiden Kollegen der Nachbargemeinden warb sie dafür, auch beim Aufbruch nach neuen Ufern den Heimathafen nicht zu vergessen. Es sei erklärtes Ziel der Eifelgemeinden, nicht zu schrumpfen, sondern zu wachsen.

Eine Perspektive in der Eifel

Die Kommunalpolitik tue alles dafür, um Arbeitsplätze und die Wohnqualität in der Nordeifel zu verbessern, um jungen Menschen eine Perspektive zu bieten.

Das gute Miteinander an der ECR wurde besonders deutlich bei den Worten des Schülersprechers Lukas Stupp. Er dankte den Lehrern für deren engagierte Arbeit und sei, wie seine Mitschüler, stolz auf die Schule, in der man nicht nur lernen, sondern auch soziale Kompetenz erwerben durfte.

Bevor die Entlassschüler aus den Händen ihrer Klassenlehrer ihre lang ersehnten Abschlusszeugnisse entgegennehmen konnten, gewährte Thomas Soumagné, Klassenlehrer der 10c, Einblick in seine Gedanken. Nach Holland zum Segelturn war die 10c aufgebrochen, und während dieser Klassenfahrt hätten sich die Schüler zu einem Team zusammengefunden. „Aus Einzelkämpfern wurde ein Team, das ebenso selbstverständlich auf den Anderen Rücksicht nahm, wie sich an Regeln hielt und eine ganze Woche ohne Internet und MP3 Player auskam.” Soumagné bescheinigte seiner 10c nach drei gemeinsamen Schuljahren, wieder „mit ihnen gehen zu wollen”.

Von den 81 Abschlussschülern erreichten 46 Schüler die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. 17 Schüler beginnen eine Berufsausbildung und 67 Schüler besuchen weiterführende Schulen.

Belohnung für die besten

Als Klassenbeste erhielten Janine Händler (10a; Notendurchschnitt 1,7), Georg Braun (10b; Notendurchschnitt 1,2) und Eric Lingen und Anne Schütz (10c; Notendurchschnitt jeweils 1,8) aus der Hand von Fördervereinsvorsitzenden Dr. Milz eine Urkunde und einen Sachpreis. Nach der Zeugnisausgabe endete der Abend mit einem großen Buffet.
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