Die Sänger und Musiker bewegen die Herzen

Von: ale
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„Gloria” sangen alle frohen Herzens mit: Der Simmerather Kirchenchor und der Kammermusikkreis bewegten mit ihrer Musik das Publikum. Foto: Anneliese Lauscher

Simmerath. In der Simmerather Pfarrkirche St. Johannes der Täufer füllten die Menschen alle Bänke, als am Sonntag der Kirchenchor zusammen mit dem Kammermusikkreis zum Adventskonzert eingeladen hatte. Offensichtlich wollten viele Musikfreunde hier ein wenig Besinnung und Musikgenuss finden.

Pfarrer Michael Stoffels wünschte „eine schöne, glaubensfrohe Stunde“. Er dankte den Musikern und Sängern für die Mühen der Vorbereitung und die Gestaltung des Konzertes. „Sie sind die Lichtträger für uns heute Nachmittag“, sagte er.

Mutige junge Solistin

Tatsächlich wurde den Besuchern musikalische Vielfalt auf hohem Niveau geboten; konzertante Musik und Chorgesang wechselten sich ab. „Es naht ein Licht“ hieß das Lied des Chores zur Eröffnung; der Vorsitzende, Norbert Kaufmann, begrüßte erfreut die vielen Gäste. Er kündigte eine mutige junge Solistin an: Eva Daniels, die in der Sonate für Violine und Klavier A-Dur von Cesar Franck neben der erfahrenen Pianistin Birgit Röseler den Violinpart übernahm. Die modernen Harmonien waren für manchen Zuhörer gewöhnungsbedürftig, im vierten Satz gefiel die fließende Melodie – die gefühlvoll vorgetragene Darbietung erntete herzlichen Applaus. Im Offertorium sollenne von Carl Ditters von Dittersdorf lernte das Publikum die Altistin Ursula Schröder kennen und schätzen, ihre starke Stimme setzte sich wohltönend im Zusammenklang mit zarten Streichern durch.

Feierlich und kraftvoll

Mit „Hebriden“ hatte der Kammermusikkreis ein Stück von Mendelssohn Bartholdy ausgewählt, das in feierlich-kraftvoller Weise von Inseln vor Schottland erzählt. Streicher und Bläser ergänzten sich wunderbar, in allen Klangfarben malte das Kammerorchester Sturm und Wellen, ein dynamisches Bild der Natur.

„Seht, am Himmel steht ein Stern“ sang der Chor, hier überzeugte Herbert Wilden mit seiner angenehmen Bariton-Stimme. Dann versetzte Caroline Schmidt die Besucher in Erstaunen: Am Klavier spielte sie „Arrival to Earth“ von Steve Jablonsky, sie fesselte die Zuhörer und wurde mit viel Beifall belohnt.

Die „Missa brevis G-Dur“ habe zum Teil „Volksliedcharakter“, so stellte Bernd Rietford, der Vorsitzende des Kammermusikkreises, das Werk von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Unter der Leitung von Ursula Bernhardt gelang den Sängerinnen und Sängern und den Musikern ein zu Herzen gehender Vortrag; sie sangen und spielten voller Freude, und diese teilte sich dem begeisterten Publikum mit. Als Solisten taten sich Gaby Rosskamp (Sopran), Gabriele Scheidtweiler-Pleines (Alt), Hendrik Löhn (Tenor) und Ingo Pleines (Bass) hervor. „Das Ende ist da, wo es am schönsten ist“, meinte Norbert Kaufmann. Als Schlusspunkt ertönte „Engel auf den Feldern singen“, und den Refrain sangen alle freudig mit. Dann wurden Blumen überreicht an die Solisten und an die offensichtlich sehr zufriedene Ursula Bernhardt, ebenso an den strahlenden Friedhelm Schütz, den Leiter des Kammermusikkreises.

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