Die Rurtalsperre ist zu 92 Prozent voll

Von: gkli
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Schön anzusehen, aber der Eindruck täuscht: Der Rursee ist gut gefüllt, aber noch lange nicht voll. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Rursee ist derzeit gut gefüllt. Den Menschen erscheint er auf den ersten Blick bis zum Rand voll. Bäume und Sträucher an den Uferböschungen verschwinden im Wasser, viele Felsvorsprünge sind nicht mehr sichtbar. Marcus Seiler, Pressesprecher des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER), hat dafür eine Erklärung.

„Der Rursee ist derzeit gar nicht sehr voll, der Eindruck täuscht“, sagt Seiler. Der See sei lediglich ein wenig über den langjährigen Mittelwert gefüllt. Was aber zu dem Trugschluss führen könnte, seien die Wasserstände in den vergangenen Jahren. Diese seien, wegen der Trockenheit in den vergangenen Frühjahren, ungewöhnlich niedrig gewesen.

Aktuell befinden sich in der Rurtalsperre erst 168,63 Millionen Kubikmeter Wasser, im Obersee noch mal 18 Millionen Kubikmeter, also rund 187 Millionen Kubikmeter Wasser. Seiler: „202 Millionen Kubikmeter Wasser passen in den Rursee und den Obersee zusammen hinein.“ Somit ist die Rurtalsperre zu 92,57 Prozent gefüllt.

Bereits ab Februar beginnt der WVER mit der Speicherung. Wie viel Wasser dann nach und nach in die untere Rur bei Schwammenauel abgelassen wird, kommt auf die Entwicklung des Wetters an. Wichtig ist, dass der Wasserspiegel des Hauptsees immer ein wenig unter dem Wasserspiegel des Obersees liegt, damit sich das Wasser nicht in den Obersee zurückstaut. Seiler: „Beim Obersee handelt es sich um eine reine Trinkwassertalsperre, das ist beim Hauptsee nicht gegeben.“

Jetzt wird die aufkommende Vegetation dafür sorgen, dass ein Großteil der Niederschläge in der Natur verbleibt. Zum zweiten wird das Wasser aber auch gezielt abgelassen. Derzeit sind es elf Kubikmeter pro Sekunde, das entspricht 11.000 Liter Wasser. Sollte es starke Niederschläge geben und der Wasserspiegel drastisch ansteigen, dann können bis zu 60.000 Liter pro Sekunde abgelassen werden, ohne dass eine Überschwemmung am Ufer der Rur droht. Seiler: „Wir sind also komplett im Limit.“

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