Roetgen - Die Roetgener Wandertage sollen 2018 eine Fortsetzung finden

Die Roetgener Wandertage sollen 2018 eine Fortsetzung finden

Von: hes
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Die Oktobersonne lachte, als sich am Sonntag zwei Dutzend Wanderfreunde jeden Alters auf die Vennroute und in den „Wilden Westen“ von Roetgen aufmachten. Foto: S. Papas

Roetgen. „Das waren drei wunderbare Tage“, freute sich Stefanie Fastnacht aus Übach-Palenberg und kündigte schon jetzt an, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei zu sein. Die 37-Jährige war bei allen drei Veranstaltungen der 1. Roetgener Wandertage mit von der Partie und erlebte das Wanderland Eifel in all seinen herbstlich-schönen Facetten.

Roetgen, das Naturparadies am Tor zur Eifel, mitten im deutsch-belgischen Naturpark gelegen, ist der ideale Ausgangspunkt für schöne Wanderungen – dachten sich auch die Organisatoren des neuen touristischen Angebots.

„Wir wollen noch mehr Menschen aus nah und fern einen der größten zusammenhängenden Wälder in NRW, das bedeutendste und größte Hochmoor Mitteleuropas und den Nationalpark Eifel zugänglich machen“, sagte Moderator Stamos Papas als Vorsitzender der Roetgener Touristik, die das Wander-Event mit tatkräftiger und fachlicher Unterstützung der Roetgener Eifelvereins-Ortsgruppe initiiert hatte.

Dass die Premiere ein Erfolg war, zeigten die insgesamt rund 70 Teilnehmer an allen drei Tagen, obschon die Wanderer nur am Sonntag ideales Wanderwetter genießen konnten. Am Samstag ging es im strömenden Regen auf die Struffeltroute, die durch ein Naturschutzgebiet aus Heide und Moorlandschaft führt, und auf der die Teilnehmer auch das einzige noch erhaltenen Brückenwerk des Westwalls, alte Wälder entlang der Vicht und eine der ältesten Felsformationen Europas erleben konnten.

Auf dem Eifelsteig ging es hoch zum Struffelt über Holzstege und hinunter zum Vorbecken der Dreilägerbachtalsperre und weiter zum Schwarzwildgehege.

Idealer Ausgangspunkt

Am goldenen Oktobersonntag ging es auf einer Tour über rund 15 Kilometer in den „Wilden Westen“. Auf urtümlichen Waldwegen führte die Wanderung über einen Waldhügel zum Steinbach, am Bach entlang zu den verlassenen Vennhöfen „Reinartzhof“ und danach in den eigentlichen Vennbereich Kutenhart, ein sensibles Biotop, extrem nährstoffarm und sehr sauer.

Die dritte Wanderung (13 Kilometer) schließlich führte am Brückentag, also montags, über den Schöpfungspfad. Die Hin- und Rückfahrt erfolgte mit einem Sonderbus. Der Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel wurde wegen seiner biologischen Vielfalt von den Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Das Motto „Dem Leben auf der Spur“ sensibilisiert die Sinne. Zu entdecken waren auch für die Teilnehmer der dritten und letzten Veranstaltung im Rahmen der Roetgener Wandertage unterschiedliche Waldtypen, knorrige Eichen, ein Bachtal, kleinere Felsen und die Weite des offenen Graslandes auf der Dreiborner Hochfläche.

„Die Leute waren sehr angetan von den Strecken, aber auch von den sehr fachkundigen Wanderführern“, zog Stamos Papas am Montag eine positive Bilanz der Premiere. Gerd Nießen, ein fleißiger Wanderer aus Aachen, bekannte, trotz vieler Wanderungen in der Eifel „von ganz neuen Strecken und Blicken überrascht“ worden zu sein.

Wandern als Mega-Trend

„Wir möchten mit diesem Angebot Roetgen als Wander- und Fahrraddorf weiter etablieren“, so Stamos Papas, der infolge Eifelsteig und Vennbahn in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom beobachtet hat. „Und Roetgen eignet sich da hervorragend als Ausgangspunkt, weil wir auch entsprechende Hotellerie und Ferienwohnungen aufweisen können“, wirbt der Vorsitzende der Roetgen-Touristik.

Was Stamos Papas besonders freut ist, dass das Wandern auch immer mehr von den jüngeren Generationen entdeckt wird: „Wandern entwickelt sich gerade zum Mega-Trend für junge Leute, die fit bleiben und etwas für ihre Gesundheit tun möchten“, so Papas.

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