Roetgen - Die Roetgener Kirche wird 350 Jahre alt

Die Roetgener Kirche wird 350 Jahre alt

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Ursprungsort des katholischen Glaubens in Roetgen ist die Marienkapelle an der Hauptstraße. Das schmucke Gebäude wird zu Pfingsten auch in die Feierlichkeiten zur 350-Jahrfeier der Pfarre Roetgen Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Die katholische Pfarrgemeinde St. Hubertus Roetgen gedenkt in diesem Jahr der Einweihung der ersten Kirche (Marienkapelle) von Roetgen am 28. Mai 1660 (Pfingsten), also vor 350 Jahren.

Als Schutzpratone wählte man den hl. Hubertus, den hl. Johannes den Täufer und die Allerheiligste Jungfrau Maria. Diese Schutzpatrone hat auch die heutige (zweite) katholische Kirche in Roetgen.

Das Jubiläum der Kirchweihe vor 350 Jahren soll gefeiert werden. Am Donnerstag, 20. Mai, 20 Uhr findet ein Glaubensgespräch statt. Das Thema lautet „Glaube - glaubhaft - glaubwürdig. Die Kirche Jesu Christi im 3. Jahrtausend”. In einem bewusst weit gehaltenen Thema will man miteinander ins Gespräch kommen. Es wird auch Raum sein, Fragen, Kritikpunkte und Zweifel anzusprechen, die die Gläubigen in Bezug auf den Glauben oder in Bezug auf die konkrete Gestalt von Kirche haben.

Am Pfingstmontag, 24. Mai, findet der Festgottesdienst statt. Beginn ist um 10 Uhr an der Marienkapelle. Nach dem Wortgottesdienst zieht die Gemeinde mit den Gaben Brot und Wein in einer Prozession zur Kirche, wo mit der Eucharistiefeier den Festgottesdienst beschlossen wird. Mit dieser Prozession soll an die feierliche Überführung des Allerheiligsten von der ersten zur neu erbauten zweiten Kirche am 27. September 1857 erinnert werden.

Nach dem Gottesdienst lädt die St. Hubertus-Schützenbruderschaft zum Frühschoppen vor dem bzw. im Pfarrheim „Op de Kerchbröck” ein. Der Pfarrgemeinderat sorgt für einen mittäglichen Imbiss, sodass die Küche an dem Tag zu Hause kalt bleiben kann.

Die meisten katholischen Kirchen haben einen Schutzpatron. St. Hubertus, der Schutzpatron der Pfarrkirche Roetgen, soll um das Jahr 655 geboren sein. Sicher ist, dass er im Jahre 705 Bischof in Maastricht war. Mit großer Umsicht und Liebe verkündete und lebte er die Botschaft des Evangeliums unter den Menschen in den Ardennen.

Hubertus starb am 30. Mai oder 29. Juni 727 und wurde in der Kathedrale St. Peter in Lüttich beigesetzt. Sehr bald verehrten ihn die Menschen seiner Diözese wie einen Heiligen. Am 3. November 743 fand die feierliche „Erhebung” seines Leichnams statt, um ihn oberirdisch vor dem Hauptaltar zu bestatten. Ein solcher Akt war bis in das 10. Jahrhundert die übliche Form der Heiligsprechung. Seitdem wird der Hubertustag am 3. November gefeiert.

825 kamen die Reliquien in ein Kloster in Andagium, dem heutigen Saint-Hubert in den Ardennen, seit der französischen Revolution sind sie leider verschwunden. Saint-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort.

Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, dem an einem Karfreitag ein mächtiger Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen dem Geweih erschien. Dieses Erlebnis soll Hubertus zum christlichen Glauben bekehrt haben. Die Legende ist in der Roetgener Kirche an der Hubertus-Figur im Altarraum und auch an dem Bild über dem Kirchenportal dargestellt.

Hubertus zählt heute noch in Belgien und den angrenzenden Gebieten zu den populärsten Heiligen. Aufgrund der Legende ist er Heiliger der Jäger und Schützenvereinigungen.

Die glaubenden Menschen in Roetgen um 1660 suchten Vorbilder, menschliche und glaubende Vorbilder, die sie in ihrem Vorhaben führten und unterstützten. Der hl. Hubertus, Johannes der Täufer und Maria, die Mutter Jesu, scheinen solche Vorbilder gewesen zu sein.
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