Die Radfahrer haben wieder einen Plan

Von: Mischa Wyboris
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Hat gute Karten bei der Routenplanung: das Team um Dr. Stephanie Küpper. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Drahteselbesitzer wissen es längst: Manchmal ist nicht nur gutes Rad, sondern auch guter Rat teuer. Und auch das weiß jeder Pedalritter: Viele Wege führen zum Dom - oder wo auch immer die Radreise in Aachen und Umgebung enden soll -, aber wie fährt es sich am schnellsten, am schönsten, am sichersten?

Das verrät künftig der Radfahrer-Routenplan, den der Aachener Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen mit dem Aachener Verlag Meyer & Meyer erarbeitet hat. Das nicht-digitale Radler-„Navi” im Stadtplanformat enthält zahlreiche Vorschläge für ausgedehnte Zweiradausflüge durch die Kaiserstadt und das Umland. Und vor allem: Das Kartenwerk kennt alle für Radfahrer besonders geeigneten Straßen.

Das ist gerade deshalb von Bedeutung, da es „an sicheren Routen noch etwas mangelt”, wie es Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken formuliert. Mit der beidseitig bedruckten Karte ist beiden Radlergruppen geholfen: den Kurzstreckenfanatikern genauso wie den Pedalrittern mit etwas mehr (Sattel-) Stehvermögen.

Auf dem Routenplaner für das Stadtzentrum finden sich hilfreiche Informationen etwa zum Steigungsgrad bestimmter Wege. Die Trierer Straße in Richtung Brand bekam dabei die Kategorie „geringe Steigung” verpasst, als mittelstarke Anhöhen gelten Teile etwa des Branderhofer Wegs Richtung Beverau oder die Lütticher Straße. Wer es gern steiler möchte, sollte - nicht ganz unerwartet - an der Bergstraße in die Pedale treten.

Die Innenstadtkarte endet im Norden etwa auf der Linie Laurensberg und Haaren, im Süden etwa im Bereich Preuswald und Niederforstbach. Im Osten läuft der Stadtplan ab Vaalserquartier und im Westen hinter Eilendorf ins Leere. Der Maßstab 1:10.000 garantiert die bestmögliche Übersicht. Wer weitere Wege antritt, dreht die nach einem Jahr Planung endlich fertiggestellte Karte einfach um und findet - im Maßstab 1:20.000 - ein größeres Areal vor. Es endet im Norden bei Herzogenrath-Straß und Würselen-Bardenberg, südlich im belgischen Kelmis und Raeren, östlich im niederländischen Vaals und im Westen bei Stolberg-Münsterbusch und -Breinig. Die Karte verweist auf sämtliche Sehenswürdigkeiten sowie Kultur- und Freizeitangebote in der abgebildeten Region. Mit Wegführungen wie der Kaiserroute, der Grünroute oder der orthographisch noch nachzubessernden „Wasserburgernroute” sind auch interessante Themenrouten verzeichnet.

Die Karte zeige, „dass man nicht mit dem Auto ins Umland reisen muss, um dort dann erst das Fahrrad auszupacken”, sagt Nacken. Nach der 2008 gestarteten Kampagne „FahrRad in Aachen” ist der Routenplan der jüngste Beitrag der Stadt zu ihrem Vorhaben, das unmotorisierte Zweirad populärer zu machen. „Unser Projekt zeigt Wirkung”, sagt Dr. Stephanie Küpper, Leiterin der Initiative „FahrRad in Aachen”. „Es steigen immer mehr Aachener aufs Fahrrad.”

Radfahrer-Routenplan im Handel erhältlich

Die Karte aus dem Aachener Verlagshaus Meyer & Meyer ist ab sofort für 5,95 Euro im Handel erhältlich. Derzeit sind 5000 Exemplare in Umlauf gebracht worden, eine Gesamtauflage von 30.000 Stück ist geplant.

Zudem gibt es weiterhin das ursprünglich für das ehemalige Kreisgebiet entwickelte, aber auf Aachen erweiterte Paket „Unterwegs mit Pittchen Pedale” mit Karte und Begleitheft. Erhältlich ist es im Haus der Städteregion, in allen Filialen der Sparkasse sowie im Buchhandel für 7,50 Euro.

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