Die Qual der Wahl beim Monschauer Weihnachtsbaum

Von: ag
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Da schwebt der Weihnachtsbaum über den Monschauer Marktplatz: Innerhalb von zwei Stunden wurde der Baum in Mützenich gefällt, mit einem Sattelschlepper in die Altstadt gebracht und dort wieder aufgestellt. Foto: A. Gabbert

Monschau. Der Umzug von einem Vorgarten in Mützenich in die Mitte des Monschauer Marktplatzes hat gut geklappt. Mehr als 42 Jahre stand die schön gewachsene Edeltanne vor dem Haus von Anne Holtvoeth. Seit Montagmorgen schmückt sie nun als Weihnachtsbaum den Monschauer Marktplatz.

„Der Baum ist hier von allein gewachsen. Als wir 1975 von Brand nach Mützenich gezogen sind, war er noch ganz klein“, erinnert sich die 78-Jährige.

Ihr Nachbar hatte sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Stadt Monschau wie jedes Jahr einen prächtigen Baum für den Weihnachtsmarkt suchte. „Mein vor vier Jahren gestorbener Mann war immer traurig, wenn ein Baum aus unserem Garten entfernt werden musste. Aber es ist gut, dass er jetzt wegkommt, da ich den Vorgarten auch etwas verändern will“, sagt Anne Holtvoeth.

Also rückten am Montagmorgen der Bauhof der Stadt Monschau und ein Transportunternehmen mit einem Sattelschlepper an, um den Baum zu fällen und in die Altstadt zu bringen. Mit Hilfe einer Motorsäge wurde er zu Fall gebracht und anschließend mit dem Greifarm des Sattelschleppers verladen.

„Zur Auswahl standen in diesem Jahr fünf bis sechs Bäume von Privatleuten aus Imgenbroich, Lammersdorf, Mützenich und Kalterherberg“, erklärt Karl Volpatti, Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Monschau. Ausgewählt worden sei dann schließlich nach den Kriterien Größe, Standort und Wachstum.

Da so ein großer Lkw nur schwer durch die engen Gassen der Altstadt zu manövrieren ist, musste er einen Umweg über den Burgring, Höfen und die Schleidener Straße nehmen, um auf den Marktplatz zu gelangen.

Dort angekommen, dauerte es nicht lange, bis der 13 bis 14 Meter hohe Baum am vorgesehenen Platz mit dem Stamm in einem rund 1,20 Meter tiefen Loch verankert wurde.

Eine große Herausforderung war die Aktion für Karl Volpatti nicht. „Das muss klappen. Das ist ja schließlich nicht der erste Baum, den ich mit aufstelle“, sagt er. 16 bis 18 Mal war er bei solchen Aktionen schon dabei, die aber nicht immer so reibungslos abliefen wie in diesem Jahr. „Letztes Jahr ist beim Aufstellen der Stamm gerissen. Da mussten wir einen neuen Baum aufstellen“, erläutert Volpatti.

Jetzt muss der Baum nur noch geschmückt werden. Darum will sich am Mittwoch die Monschau Touristik mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und deren Drehleiter kümmern.

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