Die „Panzerknacker” sind offenbar nicht nur in Roetgen aktiv

Von: ess
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Roetgen. Um kurz vor vier Uhr schlugen Anwohner Alarm. Von der Explosion aufgeschreckt, sahen sie noch, dass neben der Sparkassen-Filiale ein dunkler BMW parkte.

Durch ein Seitenfenster der Sparkasse kletterten zwei Männer mit Rucksäcken hinaus, stiegen ins Auto und jagten über die Hauptstraße des ländlich und zugleich verkehrsgünstig gelegenen Ortes in Richtung Autobahn. Die Zerstörung, die sie hinterließen, war enorm. Wahrscheinlich leiteten die Täter Gas in das Innere der Geldautomaten und brachten sie zur Explosion.

Diese Schilderung im Lokalteil der NRZ kommt bekannt vor. Was sich in der ersten Monatshälfte zweimal in Roetgen abspielte, geschah, wie beschrieben, am 24. März im Oberhausener Stadtteil Schmachtendorf.

Die Parallelen zu den beiden Sprengstoff-Attacken auf die Sparkassen-Filialen in Roetgen sind augenfällig. Deshalb ermittelt die Aachener Polizei derzeit mit Hilfe ihrer Oberhausener Kollegen, ob es sich um ein und denselben Täterkreis handelt, wie Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage erklärte.

Nicht nur in Oberhausen und Roetgen wurden in diesem Monat Geldautomaten gesprengt. Auch Krefeld war das Ziel einer Attacke.

Die Masche sorgte erstmals vor fünf Jahren in Südeuropas für Aufsehen. Seither gab es in Deutschland an die 100 Vergleichsfälle. Eine heiße Spur hat die Aachener Polizei bisher noch nicht.
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