Die neuen Windkraft-Giganten sind besser, stärker und leiser

Von: ale
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Gudrun Zentis und Bundestagsab
Gudrun Zentis und Bundestagsabgeordneter Oliver Krischer von den Grünen sowie Dr. Karlheinz Päßler (rechts), hier vor dem Windpark Schmidt, setzen auf die gestiegene Akzeptanz für Foto: A. Lauscher

Nideggen-Schmidt. „Die Akzeptanz für Windkraftanlagen ist gestiegen; die Menschen haben verstanden, dass es ohne Windkraft nicht geht”, meinte Oliver Krischer, Mitglied der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, beim Ortstermin auf der Schmidter Höhe.

An der L246, am Windpark in knapp 500 m Höhe trafen sich am Dienstag Oliver Krischer, Gudrun Zentis, Grüne Kreistagsfraktion, und Dipl.-Ing. Dr. Karlheinz Päßler, Betreiber einer Anlage des Windparks Schmidt/Nordeifel. Der Wind bewegte gleichmäßig die Rotoren der Windräder, die dort stehen. Zwei stehen still, weil sie in den nächsten Wochen abgebaut werden. Denn für sie hat ein neues Windrad die Arbeit übernommen, besser, stärker und leiser. Es handelt sich hier um das erste „Windkraft-Repowering” im Kreis Düren, und dies nahmen die grünen Politiker zum Anlass, ein Informationsgespräch mit Dr. Karlheinz Päßler zu führen.

Es war nicht leicht, die Genehmigung für den neuen Windrad-Riesen zu bekommen, dieser weist eine Höhe von 98 m bis zur Nabe auf, die Rotoren drehen sich in einem Kreis von 82 m Durchmesser. „Die Landesverteidigung war in Gefahr!” berichtet Dr. Päßler. Dieses Argument hatte die Bundeswehr immer wieder für ihre Ablehnung der Genehmigung geäußert. Das in 26 km Luftlinie in Nörvenich stationierte Radar werde gestört. Ein unabhängiges Gutachten bewirkte die Zerstreuung dieser Bedenken und im November des letzten Jahres wurde vonseiten des Kreisbauamtes die Genehmigung zum Bau erteilt.

Strom für 5000 Menschen

Jetzt ist der gigantische Kran weg, er hat nun in Hürtgenwald zu tun beim nächsten Repowering-Projekt auf der Brandenberger Höhe. Dr. Päßler nannte Vergleichszahlen: Die beiden alten Anlagen aus den neunziger Jahren produzierten zusammen ca. eine Million Kilowattstunden Strom im Jahr; die neue Anlage kann es auf eine Leistung zwischen vier und fünf Millionen kWh bringen. Das bedeutet mehr Effizienz ohne zusätzlichen Eingriff in die Landschaft. „Circa 5000 Menschen können damit versorgt werden”, rechnete Gudrun Zentis hoch. Sie zeigte sich sehr zufrieden mit dem Voranschreiten auf dem Gebiet der Windenergie und gab zu bedenken, dass von dieser Entwicklung auch die Kommunen profitieren: Die Anlagen sind gewerbesteuerpflichtig.

„Wir in Deutschland sind Pioniere auf dem Gebiet, mittlerweile geht viel in den Export, was bei uns gebaut wird”, fügte Oliver Krischer an. Er wies auf den neuen Windenergie-Erlass hin, der Beschränkungen für Windanlagen abbaut. „Die Realisierung ist einfacher geworden. Mit Windkraftanlagen und Repowering erreichen wir eine Wertschöpfung für die Region”, ist er überzeugt.
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