Die neue Software erweist sich als voll wahltauglich

Von: hes
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Im Einsatz für die Wahlergebnisse: Sabine Andres und Agnes Kirch vom Hauptamt der Stadt Monschau. Foto: H. Schepp

Monschau. Richtig schön herausgeputzt hatte die Stadtverwaltung ihr „Wohnzimmer”, den großen Sitzungssaal im Rathaus, doch es war vergebliche Liebesmüh: Weder Ortspolitik noch Bürgerschaft ließ sich zur Verkündung der lokalen Wahlergebnisse an der Laufenstraße blicken, lediglich zwei Unentwegte schauten in den leeren Sitzungssaal und meinten enttäuscht: „Wir dachten hier wäre eine Wahlparty»?!”

„Am 30. August wird hier mehr los sein”, zeigte sich Dieter Mertens überzeugt, der als EDV-Experte im Haus Laptop und Beamer bediente und sich über das schnelle Zählen der Kolleginnen und Kollegen freute: „Gewonnen!” meinte er, als um 18.15 Uhr mit dem Wahlergebnis aus Widdau das erste Ergebnis vorlag.

Schon zwei Minuten später erschien mit Kalterherberg 1 der erste komplette Wahlbezirk im Internet, womit Monschau sich in puncto Schnelligkeit knapp vor der Nachbarkommune Simmerath behauptete, die mit Steckenborn um 18.18 Uhr folgte.

„Nur” auf Platz drei des eifelinternen Netzrennens landete Roetgen mit den Resultaten aus Mulartshütte. Bei aller Datentechnik wurden die Ergebnisse aus den Wahlbezirken noch per Telefon übertragen und dann in der Verwaltung in die EDV eingespeist, das Team von Hauptamtsleiterin Sabine Andres hatte alles im Griff.

Erfreut stellte man in der Verwaltung fest, dass die Monschauer zwar auch nicht gerade europafanatisch sind, zumindest aber die Wahlbeteiligung deutlich über dem Bundesschnitt liegt.

Gleichwohl war die Europawahl sicher nur das „Warmlaufen” und ein erster Testlauf für Software und Menschen, die in diesem Jahr noch bei zwei weiteren Wahlen sicherlich weit mehr zu tun bekommen als am Sonntag.

Während man in Roetgen aufgrund der Erfahrungen bei der Europawahl gleich auf eine öffentliche Präsentation verzichtet hatte, fand sich im Simmerath rund ein Dutzend Neugieriger ein, um im Ratssaal die Präsentation aus erster Hand zu verfolgen.

Die Stimmung war geprägt von gepflegter Sachlichkeit. Zum Jubeln ist Europa doch ein bisschen weit weg. Wahlamtsleiter Manfred Nellessen sorgte für den Service an der Großleinwand und erfüllte gerne spezielle Wünsche, wenn es etwa hieß: „Kann ich einmal Dedenborn sehen?”

Auch ein paar Frühjahrsmarkt-Besucher fanden sich ein, aber es wurde kein langer Abend im Sitzungssaal, denn schließlich konnten der Wahlinteressierte die gleichen Informationen auch am heimischen Computer ohne Zeitverzögerung abrufen.
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