Die Milchkuh gehört zur Eifel

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NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg enthüllte symbolisch eine Infotafel auf dem „Eifeler Milchweg” bei Kall.

Nordeifel. Den „Tag der Milch”, nahm NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg zum Anlass, jetzt in der Gemeinde Kall im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel, den zweiten Milch-Wanderweg in Nordrhein-Westfalen zu eröffnen.

Auf einer Strecke von 7,5 Kilometern können sich große und kleine Wanderer über die Produktion von Milch und die einzigartige Landschaft des Naturparks informieren.

Unter dem Motto „Milch macht Ku(h)lturlandschaft” geben acht Informationstafeln und ein Faltblatt Hinweise zum Naturpark, wie Milch produziert wird, warum sie so gesund ist und wie Milchbauern zum Erhalt der Kulturlandschaft und damit zur Artenvielfalt beitragen.

„In den Mittelgebirgsregionen ist die Haltung von Milchkühen eine wichtige Einkommensquelle für die Landwirte”, so Minister Uhlenberg. „Unsere Milchviehbetriebe liefern aber nicht nur ein gesundes und leckeres Lebensmittel, sie haben im Laufe der Zeit auch die unverwechselbare Landschaft des Naturparks Hohes Venn - Eifel geprägt und deren Erhalt ist nur gemeinsam mit den Landwirten möglich.”

Unter anderem sorgen die grasenden Rinder dafür, dass offene Flächen nicht zuwachsen und so bestimmten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

Im Rahmen von Programmen zum Vertragsnaturschutz gibt es zudem spezielle Naturschutzwiesen, die besonders spät gemäht werden, so dass hier Pflanzen blühen können, die auf normal bewirtschafteten Flächen noch vor der Blüte abgemäht würden.

„Mir ist es wichtig, dass unsere Betriebe diese Aufgabe auch künftig übernehmen können. Das wird nur möglich sein, wenn sie für Milch vernünftige Preise erzielen”, ergänzt der Minister mit Blick auf die Diskussion um faire Milchpreise.

Der Milch-Wanderweg liegt im Deutsch-Belgischen Naturpark und wurde initiiert und mit 25000 Euro finanziert durch das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium und die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

An der Verwirklichung des Rundweges mitgewirkt haben der Naturpark Nordeifel, die Gemeinde Kall, die Landwirtschaftskammer NRW, die Kreisbauernschaft und die Landfrauen.

Start und Zielpunkt des Milchweges ist das Kloster Steinfeld. Der Weg führt die Besucher durch schattige Bachtäler, über luftige Höhen und bietet weite Blicke über typische Kulturlandschaftselemente der Eifel. Vor allem zeigt er eins: Milchkühe und Landwirtschaft prägen die Eifel, denn in der Eifel ist die Milchviehhaltung noch allgegenwärtig.

Startpunkt der Eröffnungswanderung war das Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld. Passend zur Schulmilch-Initiative des Landes NRW wurden die Schülerinnen und Schüler in den Pausen mit reichlich Milch versorgt, konnten sich im Milchkisten-Klettern beweisen und erfuhren allerhand Wissenswertes über die Milch auf dem Milch-Parcours.

Einige hundert Schülerinnen und Schüler bildeten mit viel Spaß die Kuh „Lotte” nach, die als Comic-Figur Begleiter auf dem „Eifeler Milchweg” ist.
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