Die Jecken zieht es ins Warme: Großer Ansturm auf die Festzelte

Von: ag
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In Roetgen war am Fettdonnerstag im und rund um das Festzelt auf dem Wervicq-Platz eine Menge los. Auch die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften präsent. Foto: psm

Nordeifel. Die landesweite Tendenz zum Auftakt des diesjährigen Straßenkarnevals (weg von der Straße und ab in die Kneipen) war auch in der Eifel zu beobachten: Bei Regen- und Schneetreiben zog es die Eifeler Jecken ins Warme.

Kostümierte auf den Straßen waren nur in Einzelfällen anzutreffen. Stattdessen waren die Zelte zum Teil überfüllt, was auch zu der einen oder anderen kritischen Situation führte.

Im Roetgener Festzelt feierten nach Angaben des Veranstalters rund 1200 Narren. Gegen 16.40 Uhr sei es wegen Überfüllung zu einer „aufgeheizten Stimmung“ am Festzelt gekommen, teilt die Polizei mit. Die Polizei sei zahlreich vertreten gewesen und habe die Angelegenheit geregelt, heißt es im Polizeibericht. Eine halbe Stunde lang wurde niemand mehr in das Zelt hereingelassen. „Das war eine gute Lösung für alle die drinnen waren.

Die Raucher, die kurz vorher rausgegangen waren, waren natürlich nicht begeistert“, sagt der Vorsitzender der Roetgener Karnevalsgesellschaft, Frank Kühnel. „Mit dem Ablauf der Veranstaltung und der Resonanz der Gäste sei er sehr zufrieden. „Persönlich würde ich mich mir mehr Erwachsene und weniger Jugendliche im Zelt wünschen. Das ist schöner“, sagt Kühnel. Gegen 17.50 Uhr musste die Polizei außerhalb des Festzeltes einschreiten. Eine größere Gruppe sei in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Die Einsatzkräfte hätten die Situation aber schnell klären können, berichtet die Polizei.

Auch in Lammersdorf, wo nach Angaben des Veranstalters rund 2000 Leute feierten, wurden zwischenzeitlich keine Jecken mehr in das Festzelt gelassen. Gegen 17.15 Uhr und gegen 18.30 Uhr gab es auf Anordnung der Polizei für jeweils eine Viertelstunde einen Einlassstopp. „Das den Leuten zu erklären, ist schwierig. In dem Moment will das ja keiner einsehen“, sagt der Vorsitzende der Lammersdorfer Karnevalsfreunde, Klaus Genter. Er könne die Leute aber auch die Polizei verstehen. „Wo fängt man da an und wo hört man auf? Man trägt ja auch eine Verantwortung“, sagt Genter. Glücklicherweise sei alles friedlich verlaufen.

Der große Treff für die jungen Karnevalsfreunde war traditionell die Tenne in Eicherscheid. Über den ganzen Abend stark besucht war der dortige Jugendball, wie Thomas Förster vom veranstaltenden Verein „Eifelklänge“ berichtet. „Alles ruhig und friedlich“, lautet seine Bilanz. Einmal mehr habe die Veranstaltung stark vom Einsatz der beiden Discobusse profitiert, die zwischen Roetgen, Lammersdorf und Eicherscheid pendelten. Rund 90 Prozent der Gäste nutzten dieses Angebot. Als in Roetgen wegen zu starken Besucherandrangs das Festzelt kurzfristig dicht gemacht werden, habe man als direkte Folge einen starken Besucherschub in der Tenne registriert. Umgekehrt war es dann um 1.30 Uhr in der Nacht, als der letzte Bus startete, und sich der Veranstaltungsort schlagartig leerte.

Der Rettungsdienst hatte am Donnerstag in der Nordeifel zehn Einsätze, einige davon auch durch Alkohol bedingt, wie ein Sprecher der Städteregion auf Anfrage mitteilt. In der Städteregion (ohne Stadt Aachen) gab es 136 Einsätze. Sonst sind es im Schnitt rund 80 Einsätze am Tag.

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