Konzen - Die innere Bewegung singend ausdrücken: Traditionelles Treffen

Die innere Bewegung singend ausdrücken: Traditionelles Treffen

Von: js
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Die gemischten Chöre gemeinsam unter dem Dirigat von Helmut David beim Schlusslied in der Kirche: Die Vielfalt der Beiträge mit ihren unterschiedlichen Klangfarben ließ das Geschehen des Gottesdienstes in neuer Weise lebendig werden. Foto: Josef Schreier

Konzen. Das traditionelle Treffen aller Kirchenchöre der GdG Monschau fand dieses Jahr in Konzen statt. Alle sieben Chöre beteiligten sich zunächst an der Festmesse in der Konzener Kirche. Anschließend gab es das gemütliche Beisammensein in der Gaststätte „Achim und Elke“ mit „weltlichen“ Beiträgen der beteiligten Sänger.

In der Festmesse begrüßte der ehemalige Konzener Pfarrer und jetzige Subsidiar Dr. Francis Chirayath mit spürbarer Freude die Chöre der GdG in der Mutterkirche des Monschauer Landes. In seiner Predigt betonte er die Bedeutung des Gesangs für die Praxis des Glaubens. Schon in der Bibel sei die Wortgruppe Gesang/Singen eine der am häufigsten vorkommenden überhaupt.

Wenn der Mensch seine Gotteserfahrung ausdrücken wolle, so genüge das Wort oft nicht mehr; er fühle sich vielmehr aufgerufen, seine innere Bewegung im Singen auszudrücken. Der Kirchenchor in einer Gemeinde stehe daher als Vermittler zwischen den Gläubigen und dem Altar. Dies bedeute aber auch eine große Verantwortung und bringt einen besonderen Anspruch an die eigene Lebensführung der Sänger mit sich.

Die lebendige Gestaltung der Festmesse durch die beteiligten Chöre war für die Zuhörer sehr bewegend und bestätigte die Ausführungen der Predigt in jeder Weise. Zu Beginn traten die beiden Männerchöre von Konzen und Imgenbroich gemeinsam unter der Leitung von Willi Mertgens auf mit dem Chorsatz „Groß ist dein Name“.

Während des Gottesdienstes waren die beiden Chöre dann jeweils auch einzeln zu hören. Dass sie dazu von der Seitenkapelle aus sangen, gab noch einen besonderen Effekt, da sich die Gottesdienstteilnehmer auf diese Weise wie von Musik umgeben fühlten. Die Vielfalt der Beiträge mit ihren unterschiedlichen Klangfarben ließ das Geschehen des Gottesdienstes in neuer Weise lebendig werden.

Sketch zur Kevelaer-Wallfahrt

Die gemischten Chöre aus Höfen (unter der neuen Leitung von Ursula Bernhardt), aus Monschau (ebenfalls unter einem neuen Dirigenten, Uwe Gäb), aus Rohren (unter der Leitung von Anneli König), sowie aus Mützenich und Kalterherberg (beide unter dem Dirigat von Helmut David) machten die Festmesse zu einer besonderen geistlichen Stunde. Sie wurde beendet von dem beeindruckenden Schlusslied „Die Himmel rühmen“ (nach Beethoven), das sämtliche gemischten Chöre gemeinsam vortrugen.

Anschließend begrüßte der Vorsitzende des Konzener Chores, Heinz-Hermann Palm, alle anwesenden Chöre, ferner die Bürgermeisterin von Monschau, Margareta Ritter, Pastor Chirayath, den Ortsvorsteher, Matthias Steffens, und den Ortskartellvorsitzenden von Konzen, Peter Jung, sowie den ehemaligen Regionalkantor Bernhard Stoffels.

In einigen kurzweiligen Stunden setzten die Sängerinnen und Sänger all ihr Können ein, um zu zeigen, dass sie auch im weltlichen Bereich einiges zu bieten haben. Zwischen den teils lustig-beschwingten, teils besinnlichen Chorliedern erzählte der Konzener Sänger Raimund Krings, als Wallfahrerin verkleidet, in einem gekonnten Sketch von einer nach der Rüdesheimer Drosselgasse fehlgeleiteten Kevelaer-Wallfahrt, wofür er tosenden Beifall erntete.

Drei Lieder wurden von allen Anwesenden gemeinsam gesungen. Auf die Gemeinsamkeit der Sänger hob auch Bürgermeisterin Ritter in ihrem Grußwort ab und gab die Anregung, dass die Chöre auch tatsächlich viele Aktivitäten gemeinsam angehen könnten. Dafür war dieser inhaltsreiche Abend auf jeden Fall ein gutes Beispiel und eine Ermutigung.

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