Die gesegnete „Aachen“ ist nun fit für den Rursee-Einsatz

Von: gkli
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Pfarrer Michael Stoffels (li.) gab dem neuen DLRG-Rettungsboot in Woffelsbach, der „Aachen“, Gottes Segen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Woffelsbach. Ein neues Rettungsboot wurde am Sonntagnachmittag in Woffelsbach getauft. Zukünftig wird es für die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem Rursee unterwegs sein. Das Schiff trägt den Namen „Aachen“ und ersetzt ein Rettungsboot, das Ende April 2013 auf dem Rursee 200 Meter vom Ufer entfernt havarierte und in wenigen Sekunden sank. Die zehnköpfige Besatzung, darunter vier behinderte Kinder, konnte gerettet werden.

Die Aachen ist mit 6,50 Metern Länge ähnlich lang wie das gesunkene Boot. Sie ist 2,35 Meter breit und 900 Kilogramm schwer. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 50 Kilometern pro Stunde, das sind 27 Knoten. Angetrieben wird die Aachen von einem stattlichen Außenbordmotor mit 115 Pferdestärken. Das Kunststoffboot erbaute die Stolberger Firma Löbach 2008.

Jürgen Karl, stellvertretender Vorsitzender des DLRG-Bezirks Aachen, berichtete: „Das Boot der Firma Löbach sollte ein Prototyp werden, ging aber letztendlich nie in Serie.“ Nach diversen Vorführtouren landete es in Woffelsbach, wo es die DLRG-Flotte mit nun wieder vier Schiffen komplettiert. Als das Boot am Rursee ankam, hatte es einen Motorschaden, der auf Garantiebasis repariert wurde.

Das neue Rettungsboot hat 60 000 Euro gekostet, die aus Spenden und DLRG-Eigenmitteln aufgebracht wurden.

Zur Flotte zählen neben der „Aachen“ noch die „Würselen“, die „Stolberg“ und der „Seeadler“, genannt „die Omma“. Omma ist das größte und schwerste Schiff der Flotte, angetrieben wird das Stahlboot von einem Lkw-Motor.

Martin Pieren vom DLRG-Bezirk Aachen äußerte den Wunsch: „Hoffentlich ist die Aachen für immer und ewig unsinkbar.“ Jürgen Meier, Leiter des DLRG-Bezirks, begrüßte die zahlreichen Gäste in Woffelsbach am Stützpunkt.

Der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns freute sich ebenfalls über die Gäste und lobte: „Ich sehe viele Gratulanten von anderen Hilfsorganisationen, das spricht für eine ausgezeichnete Zusammenarbeit im Sinne der Sache.“ Der Simmerather Pfarrer Michael Stoffels gab dem neuen Rettungsboot Gottes Segen, bevor es zu Wasser gelassen wurde.

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