Die Gäste zeigen sich vom Gästeticket begeistert

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Die Eifel-Urlauber haben die Idee des Gästetickets überaus positiv bewertet. Deshalb soll das Modell weitere zwei Jahre Bestand haben. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Nordeifel. Seit knapp über einem Jahr gibt es auf Initiative des Naturparks Nordeifel e.V. im Rahmen des Projektes „Klimatour Eifel“ das Gästeticket in der Eifel. Dieses ermöglicht Gästen, die in einem der teilnehmenden Betriebe übernachten, die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen für die An- und Abreise und für die Zeit während ihres Aufenthaltes in der Eifel.

Jetzt haben die Initiatoren des Gästetickets, der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Aachener Verkehrsverbund (AVV), die Touristischen Arbeitsgemeinschaften Nordeifel Tourismus GmbH, Rureifel Tourismus e.V. und Monschauer Land Touristik e.V. sowie der Naturpark Nordeifel e.V. eine erste positive Bilanz gezogen. Als Grundlage dient eine breit angelegte Befragung von Gästen in teilnehmenden Betrieben, die im Sommer und Herbst 2014 durchgeführt worden ist. Dabei wurde eine Rücklaufquote von 48 Prozent erreicht.

Die Erkenntnisse aus der Erhebung sind für alle Beteiligten positiv beeindruckend und motivierend zugleich. So waren die Inhaber von Gästetickets im Durchschnitt als Kleingruppe mit drei Personen unterwegs gewesen und haben sich sechs Nächte in der Region aufgehalten - also doppelt so lange wie der durchschnittliche Gast in der Eifel.

In den Vordergrund des Aufenthaltes stellten die Gäste die Themen Aktivität, Familienurlaub, Ruhe und Entspannung. Die Eifel als Urlaubsziel erhält mit einem Notenschnitt von 1,32 (auf einer Skala von 1 bis 5) von nahezu allen Gästen eine außerordentlich positive Beurteilung. Dafür sorgen insbesondere die von den Gästen genannten „Eifel-Faktoren“ Natur, Unterkunft, Freundlichkeit, Landschaft und Freizeitmöglichkeiten.

Tatsächlich genutzt wurde das Gästeticket an durchschnittlich einem Drittel der Urlaubstage. Bevorzugte Ziele waren mit über 50 Prozent Fahrten innerhalb der Eifel, aber auch Fahrten nach Köln, Bonn oder Aachen. 95 Prozent der Nutzer des Gästetickets gaben an, damit sehr zufrieden oder zufrieden zu sein - lediglich 5 Prozent der Gäste waren weniger zufrieden.

Auch die am Ticket-Modell angeschlossenen Betriebe sind begeistert von der Idee und der Resonanz. Einzelne Betriebe nutzen das Ticket bereits intensiv bei der Produktentwicklung und der Eigenvermarktung.

Zusammenfassend halten die Initiatoren fest, dass die zahlreichen Vorteile des Gästetickets einen Mehrwert für Urlauber böten und die Attraktivität der gesamten Ferienregion Eifel erhöhten.

Die durchweg positiven Ergebnisse veranlassen die Beteiligten, das Gästeticket-Modell in der bestehenden Form zunächst bis zum 31. Dezember 2017 fortzusetzen. Zudem wird ab Mai 2015 auch die Stadt Stolberg ihren Übernachtungsbetrieben das Gästeticket anbieten können. Gleichzeitig haben sich die touristischen Partner darauf verständigt, das Modell ab dem 1. Januar 2016 dahin gehend auszuweiten, dass neben dem ÖPNV weitere Leistungen - wie Rabatte auf Eintritt in Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen - integriert werden, und das Ticket zur „GästeCard Nationalpark Eifel“ weiterzuentwickeln. Interessierte Übernachtungsbetriebe können jederzeit weiterhin einsteigen.

Im Frühsommer werden die Initiatoren in einer breit angelegten Kampagne die touristischen Leistungsträger und die weiteren touristischen Partner erneut über das Gästeticket und auch über die zukünftigen Planungen informieren. Auch eine ÖPNV-Schulung für Gastgeber ist angedacht. „Mit dem Angebot der GästeCard schließt die nordrhein-westfälische Eifel endgültig zu konkurrierenden Mittelgebirgsregionen wie dem Schwarzwald, Bayerischen Wald und Harz auf. Gleichzeitig werden die Bemühungen der Eifel weiter gestärkt, sich als nachhaltige Tourismusregion mit dem Schwerpunkt Naturerlebnis deutschlandweit zu positionieren“, heißt in der Bilanz.

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