Die Eifel mit ihren Besonderheiten für Chinesen erklärt

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Aus der Sicht einer Chinesin: Sunny Föhr-Huang stellte in Roetgen im Beisein von Bürgermeister Jorma Klauss ihr Buch vor. Sie beschreibt darin ihren Blick auf die deutsche Mentalität. Foto: Katharina Isabel Franke

Roetgen. Von Taiwan nach Roetgen führte ihre Lebensgeschichte Sunny Föhr-Huang, die mit „Eifel, My Home. Eifel-Zuhause, ganz weit weg, doch so nah am Herzen“ nun im Roetgener Rathaus ihr Buch über die Kultur in der Nordeifel vorstellte.

Das 167 Seiten lange Werk ist kein typisches Buch für Touristen. Nur wenige Restaurant-, Café- und Shoppingtipps findet man in „Eifel, My Home“. Vielmehr wollte die Autorin die Eifeler Kultur den asiatischen Reisenden nahebringen. Aus diesem Grunde ist das Werk auch nur in chinesischer Sprache erschienen. Die besondere Geschichte der Region, wie das frühe Ende des Zweiten Weltkriegs oder die später streng bewachte Grenze, behandelt die Autorin, da diese Ereignisse Schlüsselerlebnisse seien, um die Eifeler Art nachvollziehen zu können. Die Autorin hob hervor, dass Chinesen Deutschland vor allem mit dem Oktoberfest in Verbindung bringen würden und nicht mit „cross culturalism“, wie dieser im Dreiländerpunktgebiet existiere.

Seit 2003 in Deutschland

Föhr-Huang kam 2003 mit einer Green Card nach Deutschland, um unter anderem auch in Aachen im internationalen IT- und Marketingbereich zu arbeiten. Vor ihrem großen Umzug aus Asien in die eher beschauliche Eifel kannte die Autorin, die sich selbst als „city girl“ beschreibt, die typisch deutschen Klischees: „Deutschland war für mich Berlin, Hamburg und München. Brot essen und Bier trinken. Dann war alles ganz anders.“

Das „andere“ war in diesem Fall die Freundlichkeit der Deutschen, die sie nicht erwartet hatte. Auch die Essgewohnheiten, wie „Chicorée roh“, nicht wie im asiatischen Raum gedünstet, musste sie erst kennenlernen: „Manche Dinge erfährt man nicht aus einem Buch. Die muss man erleben.“ Nach dreizehn Jahren in Roetgen, in denen sie auch Mutter einer deutsch-englisch-chinesischen Tochter wurde, empfindet sie sich selbst als deutsch, was man auch an ihrem Lieblingsessen nachvollziehen kann: Weißer Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Buttersoße.

Lieblingsplatz am Rursee

Aufgrund ihres Berufes sei sie zu einer Vielfliegerin geworden, die aber penibel darauf achten würde, dass sie die Spargelzeit in Deutschland nie verpasst. Ihren Lieblingsplatz in der Region verriet Sunny Föhr-Huang: „Meinen Geburtstag verbringe ich gerne am Rursee. Da kann ich den ganzen Tag sein.“

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