Die Eifel ist für Biber ein „Epizentrum”

Von: ale
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Die großen Nager sind in der
Die großen Nager sind in der Eifel erfolgereich wieder angesiedelt worden. Inzwischen sind sie nach Expertenmeinung ein Teil dieser Region. Foto: dpa

Nordeifel. Der offizielle Start des Förderprojektes „Netzwerk-Naturerlebnis Biber in der Nordeifel” wurde in Hürtgenwald gefeiert. Im Nationalparkinfopunkt in Zerkall fanden sich die Projektpartner ein.

Heidrun Düssel-Siebert, Leiterin der Biologischen Station im Kreis Düren, begrüßte die zahlreichen Gäste, die in diesem Projekt kooperieren. Sie wies darauf hin, dass die Biologische Station sich seit sieben Jahren konkret mit dem Biber beschäftige, der sich seit seiner Wiederansiedlung in 30 Jahren rasant ausgebreitet habe. „Sogar mitten in Düren findet man Spuren seiner Aktivitäten”, erläuterte sie.

Seinen Dank für das Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit des Teams der Biologischen Station drückte der Vorsitzende des Trägervereins, Heribert Schwarthoff, aus. Mit Freude stellte er fest: „Die ganze Behördenhierarchie hilft, die gestellten Aufgaben zu schaffen, zum Wohle der hier lebenden Menschen, der Landschaft, der Natur.”Axel Buch, Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, betonte, er werde auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins Rureifel-Tourismus das Vorhaben nach Kräften unterstützen.

Ministerialdirektor Dr. Martin Woike nannte die Eifel ein „Epizentrum des Bibers”. Man müsse den Biber als Teil der Region darstellen. So begrüße er sehr den Ideenreichtum und die Initiativen der Biologischen Station, die das Gesamtkonzept erarbeitet hat. Auch wies er darauf hin, dass man mit dem Naturschutz auch wirtschaftliche Perspektiven eröffnen könne.

Mit beeindruckenden Bildern unterlegte Dr. Lutz Dahlbeck (laut Heidrun Düssel-Siebert „der Bibermann für alle Fälle”) seine Präsentation. Diese belegte die Fähigkeiten des Bibers als „Wasseringenieur” und „Baumeister”. Dass ein sehr hohes Interesse an Erkundungen besteht, belegen die Teilnehmerzahlen der Exkursionen: Bis zu 200 Personen wurden gezählt.

Interesse wecken, Kinder und Erwachsene für den Biber begeistern, den Lehrern Unterrichtsmaterialien an die Hand geben, Biberpfade und Biberspielplätze anlegen, das alles möchte Lutz Dahlbeck erreichen. Das ehrgeizige Projekt hat bereits etliche Partner gefunden: So reihen sich beispielsweise das Zoologische Forschungsmuseum Alexander König in Bonn, das Science College Haus Overbach Jülich, der Zoologische Garten Köln und der Euregiozoo Aachen in die Unterstützer ein.

Erich Schmidt vom Wasserinfozentrum Eifel in Heimbach nannte seine Institution „einen natürlichen Verbündeten des Bibers”, und Franz-Josef Hellwig von der Internationalen Kunstakademie Heimbach kündigte einen Kunstwettbewerb der Schulen an zum Thema „Biber und Mensch” mit Jury, Vernissage, Katalog und allem, was dazu gehört.
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