Die Eifel ist bald wieder im Film zu sehen

Von: Andreas Gabbert
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Bei den Filmaufnahmen in Rurberg: Für die Hauptdarstellerin Rebecca Immanuel waren es arbeitsreiche Tage. Die Vorzüge der Eifel sind ihr dennoch nicht verborgen geblieben. Foto: Andreas Gabbert / Vanessa Cowling

Nordeifel. In den engen Fluren und Zimmern des kleinen Hauses an der Friedhofsstraße in Rurberg wimmelt es voller Menschen. Schließlich müssen neben den Schauspielern und der Regisseurin auch die Mitarbeiter Platz finden, die für die Kamera, das Licht, den Ton und die Maske verantwortlich sind, irgendwo Platz finden.

Rebecca Immanuel, die durch die Serie Edel & Stark bekannt geworden ist, ist die Hauptdarstellerin in dem Film mit dem Arbeitstitel „Vera – Eifel auf Rezept“. Sie schließt die Augen, atmet tief durch und konzentriert sich auf die nächste Szene. Gleich geht es los. „Ok, wir drehen“, sagt Aufnahmeleiter Lars Rieken. Für einen Moment ist es mucksmäuschen still, dann fällt die Klappe für die nächste Szene und Rebecca Immanuel verwandelt sich in Vera Mundt, die einen alten pflegebedürftigen Mann in seinem Bett versorgt.

Ein Rädchen greift ins andere

In dem Film, der im kommenden Jahr in der ARD zu sehen sein wird, geht es um eine Krankenschwester aus Berlin, die mit ihren Kindern Mia und Paul in die Eifel zieht, um dort in einer Landarztpraxis als Versorgungsassistentin zu arbeiten. Im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester Mia (Mascha Schrader) hat ihr 16-jähriger Sohn Paul (Tom Böttcher) keine Lust auf das Landleben. So kämpft Vera nicht nur um den Familienfrieden, sondern auch noch mit ihrem neuen Chef. Denn der enggesteckte Zeitplan, den er ihr vorgibt, ist mit Veras Arbeitsweise kaum zu vereinbaren. Sie nimmt sich Zeit für ihre Patienten und sieht genau hin.

Die Krankenbettszene braucht mehrere Anläufe, bis alles im Kasten ist und alle zufrieden sind. „Das war gut“, ruft jemand in die Stille. Das ganze Team applaudiert und plötzlich herrscht auf den Fluren wieder emsiges Treiben.

Während in dem Haus die nächste Szene vorbereitet wird, ist Rebecca Immanuel schon auf dem Weg in die Maske. Für die nächste Szene muss eine andere Frisur her, und umziehen muss sie sich auch noch und zwar schnell, schließlich warten alle auf sie und Zeit ist beim Filmdreh ein knappes Gut. Jeder hat hier seine Aufgabe und ein Rädchen greift ins andere.

Zwei Wochen war das 35-köpfige Filmteam in der Eifel unterwegs. Gedreht wurde u.a. in Monschau am Haus Ingelmann, in einer Bäckerei, an einem Hotel und am Amtsgericht, in Höfen rund um das mit Reet gedeckte und liebevoll gestaltete Haus der Familie Ibba, in Wolfgarten bei Schleiden und in Rurberg in dem Haus an der Friedhofsstraße.

Untergebracht waren die Teammitglieder aus der ganzen Republik in Wohnungen und Hotels in Monschau, Simmerath und Rurberg. Das Produktionsbüro fand vorübergehend in einer Tennishalle Platz. Der logistische Aufwand für solch eine Fernsehproduktion ist groß. Zwei Lkw sind schon für die Stromversorgung mit Aggregaten nötig.

Fünf weitere werden gebraucht um die Ausrüstung zu transportieren und um den Schauspielern einen Rückzugsort zu bieten. In einem der Lkw ist zum Beispiel ein komplettes Studio für die Maskenbildnerin eingerichtet. Hinzu kommen noch mehrere Sprinterbusse. Egal wie eng es am Drehort ist, von der ganzen Technik drum herum darf später nichts im Bild zu sehen sein. „Die Technik zu verstecken ist manchmal nicht so ganz einfach“, sagt Aufnahmeleiter Lars Rieken.

Kontrast zur Großstadt

Kaum ist Rebecca Immanuel umgezogen, hastet sie auch schon wieder zurück. Gleich wird die nächste Szene gedreht. Da bleibt nicht mal Zeit zum Essen. Auch wenn der Magen knurrt, muss ein Biss in eine Möhre oder eine Paprikaschote erstmal ausreichen. Kurze Zeit später heißt es dann wieder: „Ruhe bitte, wir drehen!“

Darauf müssen auch die Friedhofsbesucher Rücksicht nehmen. Wer mit seinem Auto an diesem Tag in der Friedhofsstraße unterwegs ist, wird nicht selten gebeten, einen Moment zu warten und den Motor abzustellen. Die Meisten haben Verständnis und warten geduldig ein paar Minuten ab, bis die Szene vorbei ist.

Die Szenen in Rurberg sind die letzten, die in der Eifel gedreht werden. Der Rest des Films wird in Berlin aufgenommen. Rebecca Immanuel kann sich nicht so recht entscheiden, wo es ihr besser gefällt – in der Eifel oder in Berlin. „Ich freue mich wieder nach Berlin zu kommen, hier in der Eifel sind die Dreharbeiten aber viel entspannter, auch wenn es ein großes Pensum ist.“, sagt die Hauptdarstellerin. Dieser Kontrast zwischen der unruhigen Großstadt und dem Landleben soll auch im Film deutlich werden.

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