Die Eifel bleibt fest in Etschenbergs Hand

Von: Andreas Gabbert und Valerie Barsig
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In den Wahllokalen war am Sonntag nicht viel los: Nur wenige Menschen haben wie hier in Imgenbroich ihre Stimme abgegeben. Im Vergleich zur gesamten Städteregion war die Wahlbeteiligung aber gar nicht so schlecht. Mit 37,84 Prozent war sie in der Stadt Monschau am höchsten. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. In den Nordeifelkommunen haben die meisten Wähler ihre Stimme bei der Wahl für das Amt des Städteregionsrates Helmut Etschenberg (CDU) abgegeben. Herausforderin Christiane Karl (SPD) konnte nur in Roetgen und in Paustenbach punkten.

In der gesamten Städteregion erhielt der CDU-Kandidat 52,20 Prozent der Stimmen. In seiner Eifeler Heimat fuhr er ein sicheres Ergebnis ein. In der Stadt Monschau holte Etschenberg 62,70 Prozent der Stimmen, in Simmerath 63,60 Prozent und in Roetgen 54,55 Prozent. Bei der Übermittlung der Ergebnisse aus Monschau war eine Panne passiert. Dort wurden im Briefwahlbezirk 1 die ungültigen Stimmen und die Stimmen für Etschenberg verwechselt, so dass das Wahlergebnis im Laufe des Abends korrigiert werden musste.

In Monschau gewann Etschenberg alle Wahlbezirke. In Simmerath konnte er nur den Wahlbezirk Lammersdorf (südwestlicher Teil) und Paustenbach nicht gewinnen. Dort kam Christiane Karl auf 52,08 Prozent. In Roetgen hingegen gewann die Herausforderin fünf Wahlbezirke.

Dass sich die Wahlbeteiligung in Grenzen halten würde, war vorhersehbar, und so kam es auch. In der gesamten Städteregion nutzten nur 22,22 Prozent der Wahlberechtigten die Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben. Auch nicht gut, im Vergleich aber recht hoch war die Wahlbeteiligung in Etschenbergs Heimatstadt Monschau, dort beteiligten sich 37,84 Prozent der Berechtigten an der Stichwahl. Das ist die höchste Wahlbeteiligung in der gesamten Städteregion. In Simmerath machten 31,37 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen, und in Roetgen waren es 34,35 Prozent.

„Wir freuen uns in Monschau über den Wahlerfolg von Helmut Etschenberg. Gerade für die Eifel ist die Fortsetzung seines Engagement eine gute Perspektive für weitere wirtschaftliche, touristische und kulturelle Entwicklungen“, sagte Monschaus Bürgermeisterin, Margareta Ritter (CDU) nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse.

„Die Simmerather Bürger haben entscheidend zu Etschenbergs Sieg beigetragen“, stellte Simmeraths Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns (CDU) fest. Für ihn sei Etschenberg ein Eifeler, der vieles positiv für Simmerath mit beeinflusst habe. „Ich bin von einer weiterhin guten Zusammenarbeit überzeugt“, sagte Hermanns.

Werner Krickel (Grüne), Mitglied des Städteregiontages aus Monschau, sagte, es sei gut für die Eifel, dass ein Monschauer an der Spitze der Städteregion bleibe. Nun gelte es, „die gemeinsame gute Politik für die Eifel und die Städteregion fortzusetzen, insbesondere auch mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung“.

Für Janine Köster (SPD), Mitglied des Städteregiontages aus Roetgen, war es nicht das Wunschergebnis, obwohl Christiane Karl gerade in Roetgen unheimlich aufgeholt habe. Dass man sich in der Eifel noch aktiver hätte präsentieren müssen, gab sie allerdings zu. Schuld am Ergebnis hätten auch die Grünen, sagte Köster. „Hätten die Grünen nicht dazu aufgerufen, Etschenberg zu wählen, wäre das Ergebnis womöglich ein anderes gewesen.“ Dennoch müsse gerade das Roetgener Ergebnis für den alten und neuen Städteregionsrat ein Signal sein. Dass Eifeler Themen nur dann auf das Politik-Tableau der Städteregion gesetzt würden, wenn Etschenberg Städteregionsrat bleibe, wie es laut Köster im Vorhinein von Seiten der CDU geheißen habe, könne sie nicht nachvollziehen. „Das ist für mich eine Bankrotterklärung“, sagte Köster.

„Das Ergebnis macht uns froh, weil Etschenberg sich stets für die Eifel engagiert hat“, sagte Hans-Josef Hilsenbeck (CDU), Mitglied des Städteregionstages aus Dedenborn. Für den Ausgang der Wahl sei auch das Ergebnis in Simmerath entscheidend gewesen. Nun gelte es, „zu sehen, was die nächsten Tage bringen, wenn die Funktionen innerhalb der Städteregion verteilt werden“. Ronald Borning (CDU), Mitglied des Städteregionstages aus Roetgen, hatte nicht mit einem so knappen Sieg für Etschenberg gerechnet. Dass das Ergebnis aber gerade für die Eifel gut sei, ist aus seiner Sicht klar: „Aus so einem Ergebnis wird die Region Eifel gestärkt hervorgehen.“ Denn mit jemandem an der Spitze, dessen Herz in der Eifel verwurzelt ist, sei vieles einfacher. Das sieht auch Alexander Lenders (CDU), Mitglied des Städteregionstages aus Monschau, so. Dass Etschenberg angesichts des knappen Ergebnisses in der Städteregion noch nachlegen muss, denkt Lenders nicht. „Da hätte man nicht mehr machen können“, sagte der CDU-Mann. Er sieht Etschenberg eher in der Pflicht, das Konstrukt Städteregion in den Köpfen der Bürger noch mehr zu festigen. „Ein Brückenbauer wie Etschenberg ist dafür dringend erforderlich“, sagte Lenders.

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