Die Bürgermeisterin als Weihnachtsfrau

Von: V. M.
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Bescherung im Maria-Hilf-Stift: Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Ortsvorsteher Georg Kaulen überraschten mit einem Sack voller Geschenke die Seniorinnen und Senioren. Foto: V. Monterey

Monschau. „Das ist ein vom Herzen bewegtes Weihnachtsfest“, freute sich Schwester Oberin Daisy Maria über die traditionelle Weihnachtsfeier im Maria-Hilf-Stift in Monschau. Wie jedes Jahr besuchten die Bürgermeisterin Margareta Ritter und der Ortsvorsteher Georg Kaulen mit einem Sack voller Geschenke die Seniorinnen und Senioren.

Damit führt Margareta Ritter, wie auch schon ihre Vorgänger, die alte Tradition fort und überbringt im Namen von Stadt und Rat jedem einzelnen Bewohner, sowohl im Festsaal als auch auf den einzelnen Zimmern, für jene die nicht am Fest teilnehmen, können beste Wünsche und ein kleines Geschenk.

Im Rahmen einer schönen Feier im großen, geschmückten Saal des Maria-Hilf-Stiftes sorgten die Vertreter der Stadt für ein bewegtes Fest, untermalt von den fröhlichen Klängen des Konzener Mandolinen-Orchesters und unterstützt von der Geschäftsleitung, Schwester Oberin Daisy Maria und Frank Schade, sowie sieben von 13 diensthabenden Schwestern der Katholischen Ordensgemeinschaft „Holy Family“.

„Das gefällt mir hier, das muss ich sagen“, bestätigte Senior Heinz Hufschmied, der vorübergehend im Maria-Hilf-Stift wohnt. Der Senior, der seit über zwanzig Jahren in Monschau wohnt, einst Kellner und später „Mädchen für Alles“ bei der Firma Weiss-Druck war, genoss die schöne Atmosphäre und die Musik, „das hört man selten“.

Das siebenköpfige Orchester, fünf Mandolinen- und zwei Gitarrenspielerinnen spielten deutsche und amerikanische Weihnachtslieder, ein beliebtes Weihnachtspotpourri und als Zugabe die „Petersburger Schlittenfahrt“. Rund „35 aktive Mitglieder“ habe das Orchester unter der Leitung von Otto Völl, erzählte Brunhilde Classen, darunter auch viele junge Spieler. Und „viele öffentliche Auftritte“, insbesondere in der Weihnachtszeit zeugten von ihrer Beliebtheit.

Während „White Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“ erklangen machten Ritter und Kaulen ihre Runde, sorgten für Unterhaltung und Freude unter den Senioren. Auch den Schwestern aus Kerala (Südindien) gefiel das Fest und die musikalische Untermalung, sei das Weihnachtsfest in ihrer Heimat doch „so anders“. Zur Vorbereitung auf das große Fest „Thirupirawi“ wird in der Heimat, ebenso wie vor Ostern gefastet, 50 Tage lang vor Ostern, 25 Tage vor dem großen Weihnachtsfest. So unterschiedlich seien die Sitten und Gebräuche. Der Heilige Abend wird dann „ganz groß gefeiert“, erzählte Schwester Litty.

Mit großem Dank und einem Präsent bedankte sich Schade bei den Musikerinnen. Und ein großes Geschenk ging auch an die Bürgermeisterin und den Ortsvorsteher, der zuvor schon als Nikolaus zu Besuch im Maria-Hilf-Stift gewesen war.

Zu fasten brauchte keiner in der Weihnachtszeit, es gab Kaffee und Kuchen in großer Auswahl zum „wahrscheinlich 155. Weihnachtsfest“, schmunzelte Schade, denn die Einrichtung bestehe schon seit dem Jahre 1857. Einst als Hospitalstiftung für Senioren und Müttergenesung auf der Burg gegründet und bis in die 1960er Jahre Krankenhaus, wurde es in den Jahren 1969 bis 1973 zu einem Seniorenzentrum umgebaut. Nur noch die alte Burgmauer, in denen sich heute großzügige Seniorenwohnungen für das „Betreute Wohnen“ befinden, zeugt von der Vergangenheit.

An Heilig Abend selbst wird natürlich auch gefeiert. Dann sind alle Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde nach der Christmette zu einem „Candle-Light-Dinner“ eingeladen. „Der Saal wird in ein Restaurant verwandelt“, erzählte Schade. Ein Fünf- oder gar Sechs-Gänge-Menü wird dann auf der Speisekarte stehen.

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