Die Bahn kommt: Allerdings mit zwei Jahren Verspätung

Von: Udo Kals
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Noch Endstation: Doch bald wird der letzte Haltepunkt nicht mehr Annapark sondern Kellersberg heißen. 2011 schließlich soll Begau und 2012 Stolberg mit der Euregiobahn erreichbar sein. Foto: Karl Stüber

Städteregion. Der Ringschluss der Euregiobahn zwischen dem jetzigen Endpunkt Alsdorf-Annapark und dem Stolberger Hauptbahnhof verzögert sich noch stärker als bislang erwartet.

War ursprünglich geplant, dass die Züge Ende 2010 über die Alsdorfer Haltepunkte Kellersberg, Mariadorf und Begau sowie über Eschweiler-St. Jöris und das Flugplatzgelände Merzbrück in Würselen nach Stolberg rollen, kann auch das Jahr 2011 als Zieldatum nicht gehalten werden. Inzwischen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass „zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 alles fertig ist”, wie Thomas Fürpeil, Geschäftsführer des Schienennetzbetreibers EVS, auf Anfrage sagt.

Als zentraler Grund für die Verzögerung werden die Arbeiten im Stolberger Bahnhof genannt, wo einerseits die Oberleitungen getrennt werden müssen, weil die Hauptgleise bei der Deutschen Bahn bleiben und die Nebengleise künftig von der EVS genutzt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Juni laufen und in Teilen enorme Beeinträchtigungen im Nahverkehr verursachen.

Andererseits muss ein elektronisches Stellwerk mit der zentralen Leitstelle im Bahnhofsgebäude eingerichtet werden, „ohne das über Kellersberg hinaus gar nichts läuft. Wir brauchen ein voll funktionsfähiges Stellwerk, daran führt kein Weg vorbei”, betont Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes (AVV). Dabei ziehen sich die Verhandlungen mit der Bahn über die Immobilie seit Monaten hin.

In der Zwischenzeit soll an der geplanten Strecke trotzdem gearbeitet werden. „Sukzessive wollen wir die Euregiobahn verlängern”, betont Fürpeil und findet Unterstützung bei Sistenich. Das Ziel lautet nun: Möglichst in diesem Jahr soll die Strecke noch bis Alsdorf-Kellersberg und bis Ende 2011 bis Alsdorf-Begau ausgebaut werden. Danach soll im Jahr 2012 die verbleibende Lücke über Eschweiler und Würselener Stadtgebiet bis Stolberg komplett geschlossen werden.

Insgesamt müssen zwischen Alsdorf und Stolberg rund 13 Schienenkilometer samt Schotterbett, Bahnschwellen und Gleisen neu gebaut werden. Zudem sollen laut Fürpeil auf der generell eingleisigen Strecke zwischen Herzogenrath-Merkstein und Alsdorf-Busch sowie zwischen Begau und St. Jöris zweigleisige Abschnitte gebaut werden, um den Fahrplan zu optimieren.
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