Die Altstadt dient wieder als Filmkulisse für die „Eifelpraxis“

Von: Andreas Gabbert
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Filmdreh in Monschau: Das Abschleppen des Autos hatte nichts mit der Sperrung der Stadtstraße zu tun, sondern war Bestandteil der dort laufenden Dreharbeiten für die ARD-Degeto-Reihe „Die Eifelpraxis“. Foto: A. Gabbert
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Filmdreh in Monschau: Das Abschleppen des Autos hatte nichts mit der Sperrung der Stadtstraße zu tun, sondern war Bestandteil der dort laufenden Dreharbeiten für die ARD-Degeto-Reihe „Die Eifelpraxis“. Foto: A. Gabbert

Monschau. Es war ein harter Arbeitstag für das Filmteam, das am Dienstag in der Monschauer Stadtstraße Szenen für die erfolgreiche ARD-Degeto-Reihe „Die Eifelpraxis“ drehte. Schließlich ist es nicht ganz einfach, für die richtige Atmosphäre und die nötige Ruhe zu sorgen, wenn das Geschehen zahlreiche Touristen und Neugierige anlockt, die durch die abgesperrte Straße flanieren wollen oder die es sich vor einem der Cafés an einem Tisch gemütlich gemacht haben und sich angeregt über das Spektakel unterhalten.

Die Zeit für jede einzelne Szene ist knapp bemessen und jede Störung des Ablaufs kostet zusätzliche Nerven. Bei allem Stress zeigte sich Regisseur Josh Broecker aber sehr entspannt. In Monschau seien die Menschen „alle sehr nett und hilfsbereit“, lobte er. Die besondere Architektur mache die Altstadt für einen Filmdreh besonders interessant. „Das ist hier sehr einladend, pittoresk und gepflegt. Man hat das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein“, erklärte der Regisseur.

„Tolle Werbung für die Stadt“

Hotelier und Gastronom Achim Pröpper konnte die Dreharbeiten für die zwei neuen Filme mit der Schauspielerin Rebecca Immanuel und dem Schauspieler Simon Schwarz in den Hauptrollen ganz bequem von seinem Café aus beobachten. Er lobte die gute Kooperation mit dem Filmteam. Probleme gebe es keine und es sei vorher alles abgesprochen worden. Er habe lediglich Wert darauf gelegt, dass der Betrieb seines Geschäftes nicht eingeschränkt werde.

Die einzige Einschränkung sei, dass die Bewohnerparkplätze für die Dauer der Dreharbeiten von dem Filmteam genutzt würden. „Das ist ein Geben und Nehmen. Außerdem ist es auch eine tolle Werbung für die Stadt. Es ist immer eine Bereicherung, wenn Monschau in der Öffentlichkeit steht. Viele Gäste sind auch schon wegen der Serie hergekommen“, sagte Pröpper.

Dass am Dienstag in der Stadtstraße unter großer Aufmerksamkeit auch ein Auto abgeschleppt wurde, hatte nichts mit der ganztägigen Sperrung der Straße für den Autoverkehr zu tun. Das war Bestand der Dreharbeiten, die an den kommenden Tagen in den Bereichen Marktplatz, Laufenstraße, Widdau, Rohren/Branderhaild und Schleidener Straße (K 2) zwischen Höfen und Monschau fortgesetzt werden. Dort soll es nach Auskunft des Ordnungsamtes der Stadt Monschau jedoch nur zu kurzfristigen Intervallsperrungen kommen.

Begonnen haben die Dreharbeiten für die neuen Folgen der Eifelpraxis mit den Arbeitstiteln „Eine Frage des Muts“ und „Gebrochene Herzen“ bereits am 3. Mai.

In „Eine Frage des Muts“ beweist die Versorgungsassistentin Vera (Rebecca Immanuel) wieder ihr Auge für Menschen, die ihre Fürsorge besonders benötigen. Um der jungen Eifel-Rangerin Hanna (Jytte-Merle Böhrnsen) zu helfen, die sich vor einer dringenden Operation drücken möchte, verlegt sie kurzerhand einen Hausbesuch.

Leider mit dramatischen Folgen: So wird nicht bemerkt, dass eine alleinstehende Rentnerin in der Nacht gestürzt ist und dringend Hilfe benötigt. Chris (Simon Schwarz) reicht es nun mit Veras intuitiv-impulsiver Art: Entweder sie hält sich an seine Vorgaben – oder er kündigt ihr. Vera möchte in puncto Eigenverantwortung und Berufsanspruch jedoch keine Abstriche machen. Ausgerechnet jetzt, da sich Sohn Paul (Tom Böttcher) und Tochter Mia (Mascha Schrader) in Monschau eingelebt haben, droht das Aus. Um ihren Chef umzustimmen, muss Vera über ihren Schatten springen.

In „Gebrochene Herzen“ bekommt Vera zum Geburtstag ein besonderes Geschenk: Chris gibt ihr den ganzen Tag für einen einzigen Patienten! Der hat es aber in sich: ein pensionierter Polizist (Hermann Beyer), der in Blockwart-Manier alles und jeden anzeigt. Wie schnell das geht, erlebt Vera beim Hausbesuch am eigenen Leib. Ihr Patient sorgt dafür, dass ihr Auto wegen einer Nichtigkeit abgeschleppt und mangels TÜV-Plakette aus dem Verkehr gezogen wird.

Durch ihren Ärger lässt sich Vera jedoch nicht davon abbringen, dem unbeliebten Einzelgänger zu helfen, der an dem lebensbedrohlichen Broken-Heart-Syndrom leidet. Sie möchte herausfinden, was ihm das Herz gebrochen hat. Auch ihr Chef Chris leidet unter Liebeskummer: Er fürchtet, dass sich Vera für Henning entscheidet.

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