Die Akademie, ein Juwel in der Eifel

Von: Beate Weiler-Pranter
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Viel Lob für die Arbeit der Internationalen Kunstakademie Heimbach: Die Polit-Prominenz aus den angrenzenden Kreisen und Kommunen gratulierte Frank Günter Zehnder (2.v.r.) zur Verleihung des Eifel Awards. Foto: bwp

Heimbach. Bewegen, bewirken, begeistern! So lautet das Credo der Zukunftsinitiative Eifel, die zum vierten Mal ein vorbildliches Projekt im Eifel-Ardennen-Raum auszeichnen konnte. In einer Feierstunde auf Burg Hengebach wurde diesmal die Internationale Kunstakademie Heimbach mit dem Eifel Award, dem „bedeutendsten Preis der Eifel“, geehrt.

Diese Preisverleihung sei ein „Adelsprädikat“, vergleichbar mit dem „Oscar“ der Filmbranche, betonte Wolfgang Spelthahn, der gleich in doppelter Funktion das Wort ergriff: Als Landrat des Kreises Düren begrüßte er die Polit-Prominenz aus den angrenzenden Kreisen und Kommunen. Und als Vorsitzender des Trägervereins der Kunstakademie ließ er die Erfolgsgeschichte dieser Institution Revue passieren.

15 000 sahen Rizzi

Im Jahr 2005 sei zum ersten Mal der Gedanke verfolgt worden, eine Akademie anzusiedeln, um die Attraktivität der Eifel noch zu steigern. „Die Menschen lieben und schätzen das Naturerlebnis in unserer Region. Doch die Gewohnheiten ändern sich.“ Mittlerweile wollten die Eifeltouristen „in allen Facetten gefordert“ werden. Mit ihrem breit gefächerten, künstlerischen Angebot – vom Anfänger-, über Meisterkurs bis hin zur Ausstellung für die ganze Familie – trage die Akademie dazu bei und erschließe neue Kundenkreise. Allein zur letztjährigen Rizzi-Retrospektive seien über 15.000 Menschen nach Heimbach gepilgert.

„Die Akademie hilft der ganzen Eifel.“ Das sei auch aus den steigenden Touristenzahlen abzulesen. Bereits im vierten Jahr sei die im Jahr 2009 eröffnete Kunstakademie auf einem Level, das – laut Machbarkeitsstudie – erst im zehnten Jahr erreicht werden sollte. „Wenn die richtigen Menschen am richtigen Ort aktiv werden, dann kann man auch in schwierigen Zeiten Großes bewegen“, lobte Spelthahn das kleine, effiziente Team rund um Akademiedirektor Professor Dr. Frank Günter Zehnder. Und mit den Worten „Ich freue mich, dass wir in die Gunst der Jury gekommen sind.“, übergab er das Mikrofon an Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der als Vorsitzender des Präsidiums der Zukunftsinitiative Eifel die Laudatio auf den Preisträger hielt.

„Die Eifel ist inzwischen mehr als Landschaft.“ Mittlerweile habe die Eifel-Ardennen-Region eine Vorreiterfunktion in Sachen Kunst und Kultur, betonte Etschenberg. Gemeinsam sei man auf einem tollen Weg. „Das kommt in der Seele an. Das spüren die Menschen.“ In diesem „Kreativraum“ habe sich die Internationale Kunstakademie Heimbach auf der vorbildlich erhaltenen, historischen Burg Hengebach als Ort der Kreativität, des Austauschs und der Begegnung etabliert. „Seit 2009 ist die Akademie ein Unternehmen mit besonderer Strahlkraft“, das auch im Arbeitskreis der Museen hervorragend vernetzt sei. Als eins der gemeinsamen Projekte, mit denen man die Zukunft gestalten wolle, nannte Etschenberg die Bewerbung von Maastricht und der Euregio Maas-Rhein zur europäischen Kulturhauptstadt. Auch hier habe die Kunstakademie maßgeblich mitgewirkt.

Wenn er nun den Eifel Award an Akademiedirektor Zehnder überreiche, werde eine Person, eine Persönlichkeit ausgezeichnet, ohne die diese Institution nicht ihren hervorragenden Ruf hätte. „Sie identifizieren sich mit diesem Lebensraum“, stellte er abschließend unter dem Applaus der Gäste fest und übergab – neben der gerahmten Urkunde – eine hölzerne Stele, in die ein Glasquader mit dem charakteristisch geschwungen Eifel-„e“ eingearbeitet ist.

In einer kurzen, herzlichen Rede bedankte sich Frank Günter Zehnder im Namen der Internationalen Kunstakademie für diese „wunderbare Ehrung“ und gab zu erkennen, dass der Erfolg der Akademie aus der engen, engagierten Zusammenarbeit aller Gremien und Verantwortlichen, Bürgern und Besuchern, Schülern und Dozenten resultiere. „Wir freuen uns, dass jeder zu uns kommen kann, ob Förderschüler oder Professorin, ob in der Mobilität eingeschränkt oder überbordend, ob erfahren oder unerfahren.“ Das gemeinsame Ziel sei es, Menschen aller Generationen, Nationen und Regionen die gestalterische Freude an Kunst zu vermitteln. „Das alles tun wir mit Überzeugung, mit großer Freude und wie wir meinen auch mit Kompetenz. Wir tun es für die Menschen von überall her. Vor allem aber tun wir es auch für die Eifel.“

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