Dialogveranstaltung zum Ehrenamt: „Die Eifel ist reich beschenkt“

Von: ho
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Insbesondere im Jugendbereich geht ohne Ehrenamtler nichts: Deshalb fordert der Ehrenamtsbeauftragte der Städteregion, Theo Steinröx, von Bund und Land die Kommunen weiter mit Mitteln für diese Arbeit auszustatten. Foto: Archiv/Stollenwerk

Eicherscheid. „Unsere Forderung an Bund und Land ist, die Kommunen weiter mit Mitteln auszustatten, die eine Fortführung der ehrenamtlichen Arbeit möglich machen“, stellte Theo Steinröx, Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion Aachen, am Mittwochabend in der Eicherscheider Tenne kämpferisch unter viel Beifall fest.

Die Städteregion hatte dorthin ehrenamtliche Vereinsvertreter, Organisationen und Gruppierungen aus Simmerath, Monschau und Roetgen zur Dialogveranstaltung „Ehrenamt gestern-heute-morgen“ geladen. Auch wenn viele Plätze in der Tenne frei blieben, konnte letztlich im Hinblick auf die Osterferien und das an diesem Abend anstehende Champions League-Spiel von einer gut besuchten Veranstaltung gesprochen werden.

Hören, wo der Schuh drückt

Nachdem der Musikverein Eifelklänge Eicherscheid die Anwesenden musikalisch eingestimmt hatte, stellte Steinröx zunächst die rhetorische Frage, was die Städteregion wohl ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, deren Ziel die Weiterentwicklung von Menschlichkeit, Sport, Brauchtum und Hilfsbereitschaft wäre. „Sie wäre sicherlich ärmer, weniger bunt und weniger lebenswert. Ohne ihre vielfältigen Aktivitäten wäre unser Gemeinwesen einfach unvorstellbar“, diagnostizierte Steinröx.

Man wolle daher auch weiterhin mit den Aktiven im Gespräch bleiben und vor Ort hören, wo der Schuh drückt. Aus diesem Grunde habe man sich bereits vor vier Jahren entschieden, entsprechende Infoveranstaltungen anzubieten. Diese seien sehr gut angenommen worden, was laut Theo Steinröx vermutlich auch an der finanziellen Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit durch die Städteregion liege. Steinröx hob zudem hervor, dass es gerade in der Eifel zum ehrenamtlichen Engagement viele Beispiele gebe.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dankte in seinem Grußwort der Städteregion für die Unterstützung der Vereine. „Ich weiß, dass man auch bei Helmut Etschenberg persönlich anklopfen kann, wenn es um die Interessen der Vereine geht“, lobte Hermanns die Zusammenarbeit mit dem Städteregionsrat. Genau wie Hermanns nannte Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt die Tenne als Beispiel dafür, was mit ehrenamtlicher Arbeit zu erreichen sei.

Kinder- und Jugendschutz

Der städteregionale Jugendpfleger Ralf Pauli setzte die Anwesenden anschließend nochmals zum Thema „Kinder- und Jugendschutz“ ins Bild. Dabei erinnerte er an Vorfälle, die bundesweit für Aufsehen sorgten, bei denen Kinder Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden. In diesem Zusammenhang sei die Städteregion mit gut besuchten Infoveranstaltungen aktiv geworden. Pauli verwies dazu nochmals auf die Vorlage von polizeilichen Führungszeugnissen für Personen in den Vereinen, die mit Jugendlichen zusammen arbeiten.

Zudem seien zu diesem Thema weitere Informationsveranstaltungen geplant und entsprechende Info-Broschüren ständen nach wie vor zur Verfügung. Pauli stellte abschließend fest: „Wir lassen Sie bei diesem Thema nicht allein.“ Zur Thematik seines Jugendpflegers meinte Städteregionsrat Helmut Etschenberg: „Ich glaube, dass wir da einen guten Weg gefunden haben; zumal Ralf Pauli diese Sache mit Herz und Leidenschaft ausfüllt.“

Etschenberg ging danach eingehend auf die Förderprogramme ein, die beispielsweise den Jugendvereinssport, Zeltlager und die Anschaffung von Sportgeräten und Musikinstrumenten betreffen. Auch er lobte die Eifel dabei über den grünen Klee: „Hier ist eine Gemeinschaft und Kultur vorhanden, die es so nicht überall gibt. Die Eifel ist reich beschenkt durch Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen.“

Für ihren vielfältigen Einsatz bei Vereinsförderungen dankte Etschenberg auch Hans-Josef Hilsenbeck und Theo Steinröx. Am Ende richtete er sich noch einmal an alle Anwesenden: „Mein Dank geht aber natürlich auch an Sie, weil Sie sich für die Menschen interessieren und einsetzen. Ich hoffe, dass Sie dies noch eine ganze Weile machen.“

Auch wenn die städteregionale Dialogveranstaltung nach Meinung einiger Teilnehmer ein wenig vom Hauch des Kommunalwahlkampfes gekennzeichnet war, wurde als allgemeiner Tenor der informative Charakter gelobt.

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