DHL baut neuen Stützpunkt in Imgenbroich für Monschau und SImmerath

DHL baut neues Zustellzentrum für Monschau und Simmerath

Von: Heiner Schepp
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Ganz am unteren Ende der Straße „Am Windrad“ im Gewerbegebiet Imgenbroich/Konzen laufen bereits seit einigen Wochen vorbereitende Arbeiten für den Bau des neuen Zustellstützpunktes von DHL für den Bereich Monschau und Simmerath.
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Das neue Logistik-Zentrum ersetzt die beiden bisherigen Zustellstützpunkte am Kirchplatz in Simmerath...
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...und an der Laufenstraße in Monschau.

Monschau. „Unser Gewerbegebiet wird ein wenig gelber“, witzelte SPD-Sprecher Gregor Mathar jetzt im Monschauer Bau- und Planungsausschuss, als dieser über ein größeres Bauvorhaben an der Straße „Am Windrad“ in Imgenbroich zu beraten hatte.

Dort, ganz am unteren Ende der Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Imgenbroich/Konzen, wird der neue Zustellstützpunkt von DHL für Frachtsendungen, Briefe und Pakete für den gesamten Bereich der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath entstehen. Das Logistik-Zentrum soll ab Frühjahr 2019 die bisherigen Zustellstützpunkte am Kirchplatz in Simmerath und an der Laufenstraße in Monschau ersetzen.

Für Züge erreichbar

Die für beide Kommunen zentrale Lage, die auch in der Nordeifel stetig wachsende Zahl von Frachtsendungen und vor allem die bessere Erreichbarkeit für den Schwerlastverkehr hätten das Logistik-Unternehmen zum Neubau eines Zustellstützpunktes bewogen, erläutert Dieter Schneider, Leiter der DHL-Niederlassung Köln-West. „Beide heutigen Stützpunkte sind nicht mit Lkw-Zügen erreichbar, sondern können nur von Triebwagen angefahren werden“, sagt Schneider.

Deshalb müssten die aus Köln kommenden, für Monschau oder Simmerath bestimmten Sendungen heute teilweise in Aachen auf die kleineren Lastwagen umgeladen werden. „Diese können dann ab 2019 zumindest teilweise direkt von Köln nach Imgenbroich gefahren werden“, so Dieter Schneider. Vor dem eigentlichen Betriebsgelände wird deshalb auch ein Wendehammer gebaut, um auch größeren Fahrzeugen eine problemlose An- und Abfahrt zu ermöglichen.

Die Zufahrt zum Zustellstützpunkt Am Windrad 25 soll von der L 246/unterer Kreisverkehr über Am Handwerkerzentrum/An der Höckerlinie erfolgen, auch um nicht mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen des benachbarten Entsorgungszentrums zu kollidieren.

Parkplätze vorgelagert

Herzstück des neuen Zustellstützpunktes ist eine rund 1000 Quadratmeter große Halle, in der sämtliche mit DHL transportierten Frachtsendungen, Briefe und Pakete für die 30 Zustellbezirke in der Gemeinde Simmerath und in der Stadt Monschau ankommen. Dort werden diese dann von den Zustellern sortiert und in die Fahrzeuge verladen. Insgesamt werden am neuen Zustellstützpunkt etwa 50 Mitarbeiter tätig sein, überwiegend Zusteller.

Für den Fuhrpark sind der großen, langgestreckten Halle etwa 30 Stellplätze für Zustellfahrzeuge sowie weitere Parkplätze für die Fahrzeuge der Mitarbeiter vorgelagert. Die Betriebszeiten des neuen Stützpunkts wurden vom Vorhabenträger mit 7 bis 19 Uhr angegeben. Den Bau des neuen Zustellstützpunktes hat DHL an einen Investor übertragen.

Der Monschauer Bauausschuss hatte das Bauvorhaben jetzt zur allgemeinen Bewertung auf dem Tisch und musste zusätzlich darüber entscheiden, ob die Halle in Richtung der Straße „Am Lutterbach“ in Konzen öffenbare Fenster haben darf. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Imgenbroich/Konzen Nr. 9, der unter anderem vorschreibt, dass Gebäudeöffnungen wie Tore, Türen, öffenbare Fenster und Lüftungseinrichtungen in den Wänden weder in Blickrichtung Heerstraße, noch in Richtung Am Lutterbach zulässig sind.

Nur ausnahmsweise kann von diesen Festsetzungen abgesehen werden, wenn die ungehinderte Schallausbreitung, ausgehend von den Gebäudeöffnungen durch vorgelagerte Gebäude und eine Straße unterbrochen wird. Da das Gebäude aufgrund der Topographie recht tief ins Gelände gebaut wird, liegen die drei Fenster mit Blickrichtung Heerstraße unterhalb des Geländeniveaus und stellen nach Auffassung der Verwaltung somit kein Problem dar.

Auch von den fünf weiteren Fenstern, die ausschließlich der Belichtung von Personal- und Sanitärräumen dienen, gehen nach Meinung der Stadt kaum bis keine Emissionen aus, die den Festsetzungen widersprächen, hieß es. Der Ausschuss schloss sich dieser Auffassung an und erteilte mit einem einstimmigen Beschluss sein Einvernehmen.

Nach der Eröffnung des neuen Stützpunktes in Imgenbroich, die für Frühjahr 2019 geplant ist, werde man auch für die Zustellung in der Nordeifel in die Umstellung auf den Streetscooter einsteigen, kündigte Dieter Schneider an. Der Streetscooter ist ein seit 2010 an der RWTH Aachen entwickeltes elektrisches Kleinfahrzeug, das von DHL mittlerweile in mehreren Städten für die Zustellung genutzt wird.

Die Streetscooter GmbH in Aachen ist seit 2014 eine Tochtergesellschaft der Deutsche Post Beteiligungen Holding. Das Unternehmen produziert neben vollelektrischen Kleintransportern auch elektrische Lastenräder für den überwiegend innerstädtischen Gebrauch.

Da die Luftbelastung durch Verbrennungsmotoren in den Städten weitaus höher sei, werde der Streetscooter erst nach und nach auch in ländlichen Bereichen eingesetzt, kündigte Dieter Schneider an. Am neuen Zustellstützpunkt in Imgenbroich werde dies aber mit der Vorbereitung der Ladestationen für die Elektrofahrzeuge bereits berücksichtigt, so Schneider.

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