Der Zweite fährt die schnellste Zeit

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Alex Fischer hatte schon beim
Alex Fischer hatte schon beim Start ein Lächeln auf den Lippen: Auch am Ende durfte der Lokalmatador strahlen. Beim Radrennen „Rund um Schmidt” wurde er Dorfmeister. Foto: A. Lauscher

Schmidt. Mit viel Elan und Organisationstalent richtete die Radsportabteilung des Turn- und Sportvereins Schmidt am Samstag ihr Radrennen „Rund um Schmidt” aus. Es wurde sowohl für die Teilnehmer als auch für die Zuschauer eine gelungene und spannende Sportveranstaltung.

Das Wetter war optimal, trocken und nicht zu warm. Immer mehr Radler sah man im Oberdorf in der Nähe der Gaststätte „Schützenhof”, wo das Rennen gestartet wurde. Auch viele Zuschauer hatten sich offensichtlich entschieden, mit dem Fahrrad zu kommen, erstens, weil die Straße ohnehin für Autos gesperrt war und zweitens, weil man dann besser einen Parkplatz findet.

Die Radsportabteilung hatte aus den eigenen Reihen, aber auch durch Freunde, starke Unterstützung gefunden. Bei den Nachmeldungen, als Streckenposten, bei der Absicherung der Strecke und bei der Zeitnahme waren sie auf ihren Posten; und tatsächlich lief das Rennen ohne Zwischenfälle und Probleme ab - „reibungslos, wie geschmiert”, lautete der Kommentar aus dem Organisationsteam.

Ab 15 Uhr wurden alle 20 Sekunden die Teilnehmer mit guten Wünschen und Applaus auf die Strecke geschickt. Besonders den Lokalmatadoren jubelten die Fans zu, als sie die Dorfstraße hinuntersausten.

Der Moderator, Andreas Breuer, kannte viele Sportler und gab den Zuschauern etliche Informationen über ihre bisherigen Erfolge.

Viele „Stammkunden” kennen die Anforderungen: Man kann hinunter nach Schwammenauel Tempo machen, muss dann die Kräfte einteilen, um hoch bis Wolfgarten zu kommen; zurück geht es mit einer Schleife bis zum Kloster Mariawald, dann wieder hinunter nach Schwammenauel und hoch nach Schmidt.

Während sich die Fans den Kuchen schmecken ließen, radelten die Sportler mit aller Kraft gegen die Zeit. Es war wirklich erstaunlich, welche Leistungen erzielt wurden und wie frisch manche Teilnehmer noch die letzte Steigung nahmen. Als Erster kam Ron Kayser ins Ziel geschossen; klar, dass man ihm viel Beifall spendete, er hat schon manches Mal nach ”Rund um Schmidt” auf dem Treppchen gestanden und wurde am Ende Zweiter der Vereinsmeisterschaft.

Die Auswertung der Ergebnisse ging sehr zügig vonstatten; der Veranstalter wandte nach den Vorgaben des Bundes Deutscher Radfahrer den Altersbonus an und musste daher die gefahrenen Zeiten für Fahrer ab 31 Jahre und für weibliche Teilnehmer umrechnen. Die Wartezeit wurde durch eine Verlosung wertvoller Sachen, die man für den Radsport brauchen kann, verkürzt. Außerdem dufteten mittlerweile die Reibekuchen, und wer sie probierte, nannte sie „hervorragend”.

Ein Jugendlicher war gestartet, es war der 16-jährige Luca Boschmans vom BSV Profil Hürtgenwald, er siegte in der richtig guten Zeit von 1:04:29. Bei den Schülern siegte Katharina Quassowski von der SG Kaarst in 1:16:08 vor ihrem Bruder Johannes (1:16:22) und Frithjof Kuhnen vom TuS Schmidt (1:21:30).

Der „Dorfmeister” wurde lautstark gefeiert; es ist wie im vorigen Jahr Alex Fischer aus der Volleyballabteilung des TuS Schmidt, der eine tolle Zeit fuhr: 1:03:43. Ihm folgten lauter Männer mit guten Beinen vom „Team Brösje”: Manfred Lennartz in 1:08:18 und Volker Lossner in 1:09:17. Aus den Reihen der Abteilung wurde der Vereinsmeister ermittelt. Wie im Vorjahr bewiesen Hans-Jürgen Hoven (58:04) und Bianca Wergen (1:15:14) ihre Klasse.

Auch der Gesamtsieger kam den Zuschauern irgendwie bekannt vor, es ist ein Eifeler Ausnahmesportler, der auch im vorigen Jahr gewonnen hat: Rainer Billig, der für das Team Coolart an den Start ging. Er konnte sich sogar noch verbessern, fuhr die sensationelle Zeit von 56:06, die errechnete Zeit betrug 52:45. „Ja, hier fühl ich mich wie zu Hause”, sagte der strahlende Sieger, „es ist eine anspruchsvolle Strecke, die einem auch fahrtechnisch einiges abverlangt. Top Organisation in Schmidt!” Der Zweite fuhr die schnellste Zeit an diesem Tag: Michael Hilgers von Racepoint.be brauchte 52:55, aber da er Jahrgang 1984 ist, wurde kein Altersbonus gewährt. Dritter wurde Dietmar Schmeide vom RC Düren-Merken in 55:07 (gefahrene Zeit 58:09).

Es hätten noch mehr Teilnehmer sein können

Dass 110 Finisher stolz ins Ziel kamen, ist zweifellos ein gutes Resultat. Aber es hätten mehr sein können. Abbruch tat dem Schmidter Rennen, dass zeitgleich auf dem Nürburgring ein 24-Stunden-Radrennen stattfand, die höchst populäre Veranstaltung „Rad am Ring”, die auch viele Eifeler Sportler anzog. „Es ist unverständlich, dass die nicht in der Lage sind, beizeiten ihre Termine festzulegen”, schimpfte Silvan Koch, der Abteilungsleiter, „wir haben unseren Termin schon vor einem Jahr bekanntgegeben und hätten sicher ca. drei Dutzend Sportler mehr am Start gehabt, wenn nicht zum ersten Mal das Nürburgrennen nachträglich auf unseren Termin verlegt worden wäre.”

Schon jetzt gibt die Radsportabteilung bekannt, dass das Radrennen „Rund um Schmidt” im nächsten Jahr am 7. September stattfinden wird.

Die komplette Ergebnisliste findet man unter http://www.tus-schmidt.de im Internet.
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