Nordeifel - Der „zwanglosen Freiheit” folgt der Alltag

Der „zwanglosen Freiheit” folgt der Alltag

Von: M. S.
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Gemeindereferent Sven Riehn (r
Gemeindereferent Sven Riehn (rechts) und Pfarrer Volker Böhm zelebrierten einen ökumenischen Gottesdienst und segneten die verabschiedeten Schüler/innen des Jahrganges 2012. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. „Über Berlin in die Freiheit!” Unter dieser Losung stand am Freitag die Entlassfeier an der Förderschule Nordeifel in Eicherscheid. Ulrich Wetter-Wendt, dienstältester Pädagoge an der Bachstraße im Golddorf, hieß zu einem besinnlichen und zugleich fröhlichen Festakt die Mädchen und Jungen aller Klassen, deren Eltern und Angehörige, das gesamte Lehrerkollegium, Repräsentanten der vier Trägerkommunen des Förderschulverbandes aus Hürtgenwald, Monschau, Roetgen und Simmerath, vor allem aber die nun verabschiedeten 21 Absolventen, darunter fünf junge Damen, willkommen.

Wetter-Wendt erinnerte in der flugs mit Zusatzbestuhlung versehenen, proppenvollen Turnhalle der Bildungseinrichtung seine Zuhörer daran, das gewählte Motto sei gemäß einer Reise des Entlass - Jahrganges 2012 in die deutsche Hauptstadt entstanden und bedeute nun für jeden Einzelnen in der Tat sechs anstehende Wochen Freiheit, „dann aber warten mit Ausbildung, Arbeitswelt und Berufsschule auf Euch neue Pflichten und Verantwortung in Gesellschaft und Kirchengemeinde. Ihr müsst wichtige Entscheidungen treffen, genießt darum jetzt das Gefühl von zwangloser Freiheit”.

Simmeraths Gemeindereferent Sven Riehn und Pfarrer Volker Böhm von der Evangelischen Kirchengemeinde Monschauer Land konzelebrierten einen ökumenischen Gottesdienst, „wie es an dieser Schule zur Ein - und Ausschulung guter Brauch ist” (Böhm). Beider Fürbitten und Gebete drehten sich dem Anlass entsprechend um Themen „mitten aus dem menschlichen Leben”: Aufbruch, Abschied und Neubeginn. Pastor und Gemeindereferent erbaten Gottes Schutz für die scheidenden Jugendlichen auf deren künftigem Weg.

Die Seelsorger segneten die Absolventen, denen die Kinder der Unterstufe zugleich mit optimistischem Gesang „neues Glück für neue entscheidende Abschnitte” verhießen. Mit dem südamerikanischen Gotteslob „Laudato si?” und irischen Segenswünschen endete die Andacht in einer liebevoll mit Blumen dekorierten Halle.

Simmeraths Bürgermeister Karl - Heinz Hermanns, zugleich Vorsteher des Förderschulverbandes, konstatierte in einer Grußadresse, die Eicherscheider Förderschule sei, ebenso wie der Sportverein Germania, ins dörfliche Nordeifelleben fest integriert. Den am letzten Schultag mit Abschlusszeugnissen in den vielzitierten „Ernst des Lebens” Entlassenden, rief er zu, die Berufschancen seien „so gut wie nie”, die Arbeitslosenquote in der Nordeifel liege dereit bei nur 3,6 Prozent.

Von „guten Geistern” getragen

Die Förderschule, anerkannte Hermanns, garantiere eine gute Ausbildung, die Einrichtung werde „von vielen guten und kooperativen Geistern getragen, vom Hausmeister bis zum Schulleiter”. Neben einer Abschiedsrede der Schulpflegschafts-Vorsitzenden Gabriele Trägner-Friedrich, dem Austausch von Geschenken, guten Wünschen für die Zukunft und Erinnerungsgaben war es dem Fördervereins-Vorsitzenden Erwin Victor vorbehalten, die Zeugnisse auszuteilen.

Anscghkließend bestritten die Sängerinnen Alina und Celine sowiedie „drei Tenöre” das weitere kurzweilige Unterhaltungsprogramm. Sprecher der Klassen 3 und 4 zollten ihren Lehrer/innen Dank und Anerkennung, die Musik-AG erfreute ihre Zuhörerschaft mit eigenen Liedern. Filmvorführungen schlossen eine festliche Matinee schließlich harmonisch ab.
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